Good Charlotte - Good morning revival

Good Charlotte- Good morning revival

Sony BMG
VÖ: 16.03.2007

Unsere Bewertung: 6/10

Eure Ø-Bewertung: 6/10

Ohne Nachwirkungen

Der Blick in den berühmt berüchtigten Beipackzettel eines jeden Rezensionsexemplars bringt zum Teil skurrile Geschichten und Hintergrundinformationen über die jeweilige Band und die dazugehörige Entstehungsgeschichte des aktuellen Albums zutage. Manchmal jedenfalls. Oftmals wird man jedoch mit irgendwelchen semiinteressanten Zitaten über das selbstredend beste Album, das die Künstler jemals herausgebracht haben, und sonstigem Promo-Geschwafel überhäuft. Mitunter stolpert man dann allerdings über Fakten, die vielleicht nicht neu sind, aber einen dann doch aufhorchen lassen.

"Neun Millionen verkaufte Alben sind für Good Charlotte noch lange kein Grund, musikalisch auf Autopilot zu schalten", steht da so schön geschrieben. Neun Millionen? Der jugendliche, internet-, chat- und forenerfahrene Musikfreund würde an dieser Stelle vermutlich ein verdutztes "WTF?" in die Tastatur kloppen. Im Ernst: Diese stattliche Anzahl von über den Ladentisch gegangenen Exemplaren ihrer bisherigen drei Werkschauen überrascht schon. Und zunächst ist man geneigt nachzuschieben, dass es sich hier ja "nur" um Good Charlotte und nicht um Green Day oder andere Kaliber handelt. Wer bitte kauft denn alles deren Platten in dieser Menge? Schnell hat man die gepiercten Scheitelträger in viel zu engen T-Shirts und die Täschchen tragenden Nietengürtel-Mädels vor seinem geistigen Auge. Und anscheinend gibt es davon weit mehr als gedacht.

Genau diese Zielgruppe wird sich auch umgehend "Good morning revival" unter die lackierten Nägel reißen. Jede Wette. Warum? Können die neuen Songs mehr als das Material von "The young & the hopeless" oder "The chronicles of life and death"? Ehrlich gesagt: nicht wirklich. Wobei das auch in diesem Fall gar nicht mal so schlecht gemeint ist. Poppunk der okayen Sorte. Leicht und nicht belastend. Tut auch gar nicht weh. Dabei drückt das nach dem Intro einsetzende "Misery" textlich genauso auf die Mir-geht's-ja-so-schlecht-Drüse wie "Victims of love". Beide Songs kommen musikalisch aber dermaßen vergnügt und beschwingt um die Ecke, dass man munter im Takt dem Frühling entgegennickt. "The river" zeigt die Madden-Brüder und den Rest der Band inklusive eines neuen Schlagzeugers in Bestform. Für GC-Verhältnisse, versteht sich. Sie rocken sich hochmelodisch durch jede Uptempo-Nummer wie durch einen Quickie. Der kurze Genuss für zwischendurch.

"Dance floor anthem" lässt tatsächlich die Hymne raushängen und wird daurch nur noch durch das wirklich smoothe "March on" getoppt. Sehr schön. Ebenfalls schön, aber zunächst eher ungewöhnlich kommt die spacig wirkende Sprechgesang-Single "Keep your hands off my girl" rüber. Kann aber komischerweise was. Hin und wieder fragt man sich allerdings, ob die Jungs entweder einen Hormonstau haben, verlassen wurden oder einfach auf diese Schmalzthemen und Herzschmerzlyrik in Poesiealbumformat stehen. Vielleicht erfährt man ja auch das noch nach weiterem Studium des Beipackzettels.

(Jochen Gedwien)

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Highlights

  • Misery
  • The river
  • Keep your hands off my girl

Tracklist

  1. Good morning revival
  2. Misery
  3. The river
  4. Dance floor anthem
  5. Keep your hands off my girl
  6. Victims of love
  7. Where would we be?
  8. Break her heart
  9. All black
  10. A beautiful place
  11. Something else
  12. Broken hearts parade
  13. March on

Gesamtspielzeit: 44:31 min.

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(Neueste fünf Beiträge)
User Beitrag
also wenn...
2007-05-16 22:37:04 Uhr
..die zwei es alleine und ohne Strom machen sind die wirklich gut.Da kann man von der Band halten was man will.

http://youtube.com/watch?v=5_RfruoUCBY&mode=related&search=
zote
2007-05-14 20:34:27 Uhr
Und schon wieder gibt es ein Video.Bereits Nummer 4 zum aktuellen Album wenn ich mich nicht täusche.Dabei ist die Platte "gerade erst" erschienen.
Video zum solalaSong Dance Floor Anthem:
http://www.youtube.com/watch?v=fy1ErypA9yA&mode=related&search=
Armin
2007-05-14 20:06:28 Uhr


Hallo zusammen,

Am 25.Mai erscheint mit "The River" die zweite Single aus dem Erfolgsalbum "Good Morning Revival", mit dem Good Charlotte im März auf Anhieb die Top 10 der deutschen Charts knacken konnten.

Der neue Uptempo-Song "The River" lädt zum Abtanzen ein und verfügt über einen Ohrwurmfaktor, der nicht nur eingefleischte Good-Charlotte-Fans mit ins Boot holen dürfte. Inhaltlich ist "The River" ein Stück über Sünde und Erlösung, das die dunklen Seiten der Glitzermetropole Los Angeles beschreibt. Für den Song holte die Band die langjährigen Freunde und Mitmusiker M. Shadows und Synyster Gates (von Avenged Sevenfold) mit ins Boot. Es ist das erste Mal, dass Good Charlotte offiziell mit anderen Künstlern zusammengearbeitet haben. Und die Premiere hätte erfolgreicher nicht verlaufen können.
"Wir sind mit Avenged schon ewig befreundet. Wir hatten die Zusammenarbeit nicht groß geplant, es ist einfach passiert und es hat gepasst", sagt Joel Madden.
Bassist Paul Thomas über den Song:
"'The River' ist in den USA unsere erste Single. Im dazu gehörigen Video, das Marc Webb gedreht hat, sind wir an verschiedenen Orten in Los Angeles zu sehen. Es ist ohne Zweifel das coolste Video, das wir je gedreht haben. Manch einer könnte denken, der Clip sei 'Anti-L.A.', aber es ist ganz einfach eine Beschreibung der Szene in Hollywood. Wir sind mit der Band Avenged Sevenfold befreundet und als wir im Studio waren, kamen sie vorbei, um 'Hallo' zu sagen und wir spielten ihnen den Song vor. Brian (a.k.a. Synyster Gates) ist nun am Ende des Songs zu hören. Als wir das Stück fertig hatten, klang es großartig. Zuerst konnte ich mit dem Brian-Part nichts anfangen, ich war ganz einfach zu überrascht, aber jetzt kann ich mir das Stück gar nicht mehr anders vorstellen. Es ist unsere erste Kollabo mit einer anderen Band, es hat großen Spaß gemacht und war etwas ganz Besonderes."

Ab dem 25.05. im Handel



Good Charlotte - The River
Single-VÖ: 25.05.

arnold apfelstrudel
2007-05-09 18:48:40 Uhr
boah, ich hasse zwar diese Band, aber nach Predictable haben sie mit The River wieder einen guten Song geschrieben. Finde ihn sogar besser als Predictable. Ach scheisse, ich mag den Song so richtig. Sonst kenn ich jedoch nur ganz üblen Mist von denen.
Wer ist denn dieser andere Sänger da?
Milo
2007-03-16 15:30:21 Uhr
Kann ich teilweise gut mit der neuen Ataris oder den Something Corporate Platten vergleichen. Finde es ganz gut. 6/10
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