Fu Manchu - We must obey

Fu Manchu- We must obey

Century Media / Capitol / EMI
VÖ: 16.02.2007

Unsere Bewertung: 7/10

Eure Ø-Bewertung: 8/10

Vollgetankt

Es ist schön, wenn Bands sich Kritik zu Herzen nehmen. Schließlich wurde der allzu routiniert runtergespulte Vorgänger "Start the machine" nicht nur bei Plattentests.de mit Enttäuschung aufgenommen. Vielleicht haben Fu Manchu aber auch einfach selbst gemerkt, dass der tiefergelegte Van der Band auf dem besten Weg war, zur biederen Familienkutsche zu verkommen. Jedenfalls tun die vier Wüstensöhne genau das, was ihnen vor gut zwei Jahren an dieser Stelle herzlichst empfohlen worden ist: Handbremskehre und mit qualmenden Reifen zurück zu den Wurzeln.

"We must obey" tritt das Rennen über die mittellange Albumdistanz mit randvollem Tank an. Warum auch nicht? Gewicht einzusparen, war mit Sicherheit genausowenig das Ziel wie die schiere Geschwindigkeit. Die ist eher gemächlich, auch wenn der expressive Fahrstil der Insassen nicht so recht zu diesem Wort passen will. Der Kleinbus ohne Bodenfreiheit liegt wie ein Brett auf der staubtrockenen Straße, der Motor röhrt tieffrequent, und Flammen schießen aus den armdicken Auspuffrohren. Der Geruch der Abgase gibt einen deutlichen Hinweis, dass hier keinesfalls ausschließlich Benzin verbrannt wird.

Auf dem neuen Album bringen Fu Manchu die drogenvernebelten Rockbrecher ihrer Frühphase mit dem vollfetten Drucksound der letzten drei Alben zusammen. Irgendwo zwischen Monster-Magnet-Nebenprojekten und Kyuss reiht sich "We must obey" ein. Dass dieser Landstrich musikalisch eigentlich schon lange abgegrast ist, muss in diesem Falle niemanden stören. Das hier ist die kalifornische Wüste. Und die lebt.

(Rüdiger Hofmann)

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Highlights

  • Let me out
  • Land of giants
  • Moving in stereo
  • Sensei vs. Sensei

Tracklist

  1. We must obey
  2. Knew it all along
  3. Let me out
  4. Hung out to dry
  5. Shake it loose
  6. Land of giants
  7. Between the lines
  8. Lesson
  9. Moving in stereo
  10. Didn't really try
  11. Sensei vs. Sensei

Gesamtspielzeit: 36:31 min.

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User Beitrag
Stony
2009-10-26 15:11:03 Uhr
Hat jemand schon das neue Album "Signs of Infinite Power" gehört?

Haut mich jetzt leider nicht wirklich vom Hocker.
Armin
2007-09-14 21:29:39 Uhr

Nach ihrer erfolgreichen Tour im vergangenen Mai kommen Fu Manchu im Oktober/November noch einmal für einige Shows nach Deutschland. Im Gepäck hat die Band das jüngste, bereits zehnte Album „We Must Obey“.

Fu Manchus Musik wurde in den vergangenen Jahren mal als Stoner-Rock, mal als Surf-Punk, mal als Desert-Rock bezeichnet. Die Wahrheit ist – sie hat von allem etwas. Der US-amerikanische „Rolling Stone“ hat die Band wohl am treffendsten beschrieben als „die Essenz von Siebziger-Jahre-Prog-Rock und Achtziger-Punk Aggression. Fu Manchu rocken einfach aus purer Freude am rocken.“ Um es anders auszudrücken: verschwende keine Zeit mit der Suche nach tieferer Bedeutung oder der passenden Schublade – die Erleuchtung kommt in dem Moment, in dem du die Play-Taste drückst und Scott Hills rotzige, dreckige Gitarrenriffs aus den Boxen krachen und sich die schwerblütigen Melodien in Deine Gehörgänge fräsen.

Anfang 2007 kam nach längerer Pause – zuletzt gab es 2004 „Start The Machine“ – endlich ein neues Album der kalifornischen Band heraus. Wobei „We Must Obey“, das bereits zehnte Werk der Anfang der Neunziger Jahre gegründeten Band ihr bisher härtestes Album sein dürfte. Hart, aber gerecht. Songs, die gleichwohl mit Eingängigkeit und Hitpotential aufwarten und von der Fachpresse entsprechende abgefeiert wurden.

Mehr Infos zur Band unter www.fuman-chu.com

VISIONS und LAUT.DE präsentieren:
FU MANCHU

Mi 31.10.2007 Saarbrücken-Roxy EUR 16,50
Fr 02.11.2007 Köln-Prime Club EUR 16,00
So 04.11.2007 Stuttgart-Röhre EUR 16,50
Mo 05.11.2007 Erlangen-E-Werk EUR 16,50
Mi 07.11.2007 München-Backstage EUR 16,50
Mo 12.11.2007 Heidelberg-Karlstorbahnhof EUR 16,50
Fr 23.11.2007 Halle-Easy Schorre EUR 16,00

VVK über www.kartenhaus.de oder 01805-969 0000/14 ct pro Minute

Friedfish
2007-02-26 11:39:49 Uhr
Och Menno, was soll das Stoner-Gesülze? Versteht mich nicht falsch: Stoner ist geil, aber Fu Manchu sind schon seit KingoftheRoad kein Stoner mehr. Das ist einfach Hardrock mit Hardcore-Einfluß. Und wer sich bei Fu über das simple Songwriting aufregt, findet wahrscheinlich auch AC/DC scheiße. Up yours! Hört mal "Group Sex" von den Circle Jerks, dann wißt Ihr, wo Fu hinwollten.
"We must obey" ist jedenfalls bombe. Und selbst "Start the machine" hatte seine Momente, "Make them believe" und "I wanna be" sind echt satte Rocksongs.
Schon deshalb sind FU MANCHU sind um Längen besser, als der ganze Kot auf MTV und im Radio zusammen. Hail Satanas Abraxas!
Indii
2007-02-20 16:35:05 Uhr
Dann hör' dir California Crossing, King Of The Road und Godzilla's Eatin' Dust an. Da ist mehr Wüste drin als in den neuen Alben.
monguelfino clandestino
2007-02-20 16:30:01 Uhr
ich hab über kyuss als referenz zu fu manchu mit der start the machine gefunden, welche ich als nichtssagend befand und habe mich dann mit der band nicht mehr auseinandergesetzt. Aber nach "we must obey" sehe ich mich fast gezwungen, die band doch genauer unter die lupe zu nehmen. in dem genre gibts oder kenne ich nicht allzu viele guten sachen und dabei wäre das doch genau mein ding.
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