Donots - The story so far - Ibbtown chronicles

Donots- The story so far - Ibbtown chronicles

Gun / Sony BMG
VÖ: 24.11.2006

Unsere Bewertung: 6/10

Eure Ø-Bewertung: 5/10

Bleiberecht

"A Sam Fox comeback and a Crowded House / These are the things I can do without / Mr. Hutchence is no longer INXS / Cause revivals have no class". Einst konnte jeder halbwegs punkrockinterssierte Heranwachsende die hochgradig ohrwurmige und zum Clubhit mutierte Hymne "Whatever happened to the 80s" auf der Kellerparty seines Vertrauens inbrünstig und bierselig mitgrölen. Ein Blick auf den Kalender führt einem vor Augen, daß seitdem schon wieder amtliche fünf Jahre ins Land gezogen sind. Für diese Genreverhältnisse eine halbe Ewigkeit.

Bis auf die 2002 ("Amplify the good times") und 2004 ("Got the noise") nachgeschobenen Alben und die letztjährige DVD ("Ten years of noise") hat man von den Jungs um Sänger Ingo Knollmann zuletzt ähnlich viel gehört wie von Samantha Fox, Crowded House oder Michael Hutchence (R.I.P.). Nämlich nichts. Nicht wenige stimmten schon den Abgesang auf Ibbenbürens Vorzeigerocker an und sahen in jedem der in guter Tradition stattfindenden Jahresabschlußkonzerte ein mögliches "Good-bye (routine)". Pustekuchen.

"The story so far - Ibbtown chronicles" - ein richtiges Revival also? Nun, nicht wirklich. Denn das wäre angesichts von lediglich zwei neu komponierten Stücken unter den insgesamt einunddreißig Tracks doch des Guten ein wenig zuviel. Zumal "Duck and cover" und "Play dead" im Gesamtkontext der Donots dann auch doch eher der Durchschnittsware angehören. Ganz im Gegensatz zum Rest des dargebotenen Liedgutes, das natürlich auch einige Songs der letzten, schwächeren Alben bereithält, aber streckenweise nach wie vor Klasse besitzt.

"Outshine the world" vom 99er "Better days not included"-Album ist ein Paradebeispiel in punkto wargutistgutbleibtgut. Jede Menge Schmackes und Unbekümmertheit. Immer feste drauf. So haben wir es gerne. "Saccharine smile" fällt in die gleiche Kategorie und erfreut auch heute noch genauso wie die eingangs bereits erwähnte Reminiszenz an die Achtziger das pogende Jungvolk. "Today" und "Superhero" leben von ihren Melodien. Und daß man auch die etwas sanfteren Töne beherrscht, beweisen die ebenfalls vertretenen "Room with a view" und "Good-bye routine"aus den Jahren 2001 bzw. 2004. Zum Abschied von Gun Records sagen die Donutten nicht leise, sondern laut Servus und schmücken ihre Werkschau obendrein noch mit sechzehn Stücken vom Prädikat "Rarität", "B-Seite", "Samplerbeitrag" oder "Braucht nun wirklich keiner". Für Fans, Komplettisten, Ibbenbürener und eventuell auch Frau Fox.

(Jochen Gedwien)

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Highlights

  • Outshine the world
  • Whatever happened to the 80s
  • Saccharine smile

Tracklist

  • CD 1
    1. Duck and cover
    2. Play dead
    3. Outshine the world
    4. Whatever happened to the 80s
    5. Superhero
    6. Today
    7. Room with a view
    8. Saccharine smile
    9. Big mouth
    10. We´re not gonna take it
    11. We got the noise
    12. Good-bye routine
    13. Whatever happened to the 80s (live)
    14. Room with a view (live)
    15. Good-bye routine (live)
  • CD 2
    1. Bittersweet
    2. Next to you
    3. Practice
    4. Time´s up
    5. Get it right
    6. Simple
    7. Broken halo
    8. No means no
    9. Out of line
    10. Cheap way out
    11. Ich töte meinen Nachbarn und verprügel seine Leiche
    12. Backstabbing
    13. Pills and kisses
    14. Hey kids
    15. Worlds collide
    16. Solitary

Gesamtspielzeit: 109:18 min.

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