The Hope Conspiracy - Death knows your name

The Hope Conspiracy- Death knows your name

Deathwish / Indigo
VÖ: 20.10.2006

Unsere Bewertung: 6/10

Eure Ø-Bewertung: 7/10

Almost there

Was wirklich klasse Sachen in der Regel so ausmacht: Sie werden oft kopiert und nur selten erreicht. Sieh Dir nur mal das stilbildende und ungemein inspirierende Farbschema dieser Seite an. Darüber stehen eigentlich nur noch Bands wie: The Hope Conspiracy. Und wer zum Beispiel Blacklisted und ihr "The beat goes on" mitbekommen hat, weiß, daß auch die Epigonen alles andere als schlecht sein können. Trotzdem: Hier ist das Original, mit Echtheitszertifikat, produziert von Kurt Ballou, und auch sonst: "Guilty, they're all guilty! / Guilty fucking pigs."

Es mag ja für das ungeübte Ohr durchaus so aussehen, als ginge es hier primär darum, Dir voll was auf die Frucht zu geben. Stimmt ja irgendwo auch. Denn wo Kevin Bakers Haß-Gebell ist, das über schweinsrockenden Nummern wie "A darkness in the light" thront, da wächst später garantiert kein Hälmchen mehr. Aber da ist mehr. Gerade gegen Ende steht "Death knows your name" mit mehr als mit einem Bein in einer Reihe mit Alben wie Modern Life Is Wars "Witness", also diesen verzwickten Dingern, die ein bißchen weiter gehen, als bis in den Circlepit da vorne in Reihe eins.

Es sind diese Momente, die auf "Death knows your name" am besten sind. Also jene, die aus dem traditionellen Band-Korsett ausbrechen. Hier ein kurzer Abriß über die ersten 25 Minuten: Das ist gewohnt heftig. Und daß die hier halt keine Hardcore-nach-Zahlen-Band sind, wissen wir. So wird denn auch nach Brecher-Parts das Tempo gerne verschleppt, und dann rollt wie gen Ende von "Animal Farm" so eine Mords-Walze über Dich hinweg. Ziemlich solide, das, für Hope-Conspiracy-Standards vielleicht sogar ein bißchen enttäuschend insgesamt.

Der eigentlich Clou: Der Doppelpack, bestehend aus "Sadistic sacred whore" und "Stolen days", der, wie bereits angekündigt, erst ganz am Ende von "Death knows your name" wartet. Ersteres bietet nicht nur einen Gastauftritt von Dwid Hellion (Integrity), sondern ist eine 6-minütige Tour de Force, die The Hope Conspiracy mit ihren üblichen Mitteln beeindruckend inszenieren. Von blauen Flecken bis Gänsehaut: Da holt man sich alles. "Stolen days" bricht auch wieder aus, ist ein schleppendes Monstrum, auch fünfeinhalb Minuten lang, und am Schluß stehen Takte, die "Death knows your name" ganz leise und behutsam ausklingen lassen. Mehr Material von dieser Sorte, und diese Platte wäre wohl ein verficktes Meisterwerk. Sie wissen doch, wie es geht.

(Sven Cadario)

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Highlights

  • Animal farm
  • Sadistic sacred whore

Tracklist

  1. They know not
  2. Deadtown nothing
  3. A darkness in the light
  4. Animal farm
  5. Curse of the oil snakes
  6. Hang your cross
  7. Suicide design
  8. Leech bloody leech
  9. So many pigs so few bullets
  10. Sadistic sacred whore
  11. Stolen days

Gesamtspielzeit: 35:24 min.

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