Lamb Of God - Sacrament

Lamb Of God- Sacrament

Prosthetic / Epic / Sony BMG
VÖ: 13.10.2006

Unsere Bewertung: 6/10

Eure Ø-Bewertung: 7/10

Man dankt

Dankbarkeit ist eine Herzensangelegenheit sagte einst Jean-Baptiste Massillon sinngemäß.

"D.Randall would like to thank:
Anyone in this world with half a brain and worthy of respect. As for the rest of you, (that being 99,9999999% of humanity) you are a disease on this planet, festering and rank. You are killing the earth. If had a genetic bomb that would exterminate you all, I would drop it now. Take a look around at the world we live in - ya'll have fucked it up and you have no one to blame but yourselves."

Aber er muss es wissen, denn Sänger Randy Blythe hält nicht viel von realitätsfernem Geschwafel. Keine Monster und so. Stattdessen jedoch ebenso harsche Sozial- und Politikkritik. Ja, "Sacrament" ist immer noch tagesaktuell und politisch. Und die Nachrichten machen einen so krank und auch verdammt wütend. Das hört man bei Lamb Of God auch schließlich in jeder Sekunde. Aber selbst das kommt wiederum alles von Herzen.

"Lamb Of God would also like to thank the following for constant support:
Pro-Mark Sticks, ESP Guitar, GHS Strings, Sennheiser, EMG Pickups, Tech 21 NYC ..."

Das ist auch bitter nötig, denn sicher täglich mußten all diese Firmen LKW-weise neue Technik ins Studio karren. Da werden ganze Schlagzeugsets allein im Opener "Walk with me in hell" in wüsten Moshparts zerknüppelt. Dazu gesellen sich zig von Slayer und anderen Thrash-Bands inspirierte Riffs und massenhaft Soli, die locker mehrere Kilometer an Saiten reißen ließen. Und dann wieder das rhythmische, fast perkussive Drumming von Chris Adler. Ja, "Sacrament" ist ein technisches Album, das mit Majorbudget auch dementsprechend prall und wuchtig klingt. Am markantesten dürfte jedoch die Stimme des Sängers sein. Schreien, Geifern, Fluchen, Rotzen, Brüllen, Gröhlen, Plärren, Kreischen, Speien. Es gibt kaum etwas, was der Typ nicht kann. Fehlt nur noch der Dank an den Hersteller der Halsschmerztabletten.

Auch leider unter den Tisch gefallen ist der Dank an Pantera. Aber vielleicht wäre das letzten Endes doch zu offensichtlich gewesen, denn im Grunde geht "Redneck" auch ohne expliziten Verweis als lupenreine Hommage an die omnipräsenten Helden durch. Aber selbst der schon genannte, auf modern gemachte Opener und das verhältnismäßig melodische "Descending" wirken trotz aller Strukturiertheit abwechslungsreich und bieten nach Knüpplern wie "Forgotten (Lost Angels)" den nötigen Kontrast zum Festklammern. Lamb Of God hingegen könnten nach so vielen Alben langsam einmal die Genregrenzen loslassen.

"Don't fear death, because it's comin' anyway bitch cakes. Instead fear never having truly lived."

Augen zu und durch.

(Christoph Schwarze)

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Highlights

  • Walk with me in hell
  • Redneck
  • Descending

Tracklist

  1. Walk with me in hell
  2. Again we rise
  3. Redneck
  4. Pathetic
  5. Foot to the throat
  6. Descending
  7. Blacken the cursed sun
  8. Forgotten (Lost angels)
  9. Requiem
  10. More time to kill
  11. Beating on death's door

Gesamtspielzeit: 46:14 min.

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