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Negative - Anorectic

Negative- Anorectic

Roadrunner / Universal
VÖ: 29.09.2006

Unsere Bewertung: 6/10

Eure Ø-Bewertung: 7/10

Kraftfutter

Phrase hin oder her: Das Leben steckt manchmal voller Überraschungen. Wie im Falle von Negative. Im Nachhinein könnte man vermuten, die Finnen seien in ein Image gepreßt worden, was so gar nicht zu ihnen paßt. Denn so furchtbar ihr Debüt "Sweet & deceitful" auch war, live wußten sie durchaus zu gefallen. Indem sie sich nämlich einen Dreck um ihr Teenie-Image kümmerten und unbeschwert drauflos rockten. Also siegte bei der Ankündigung der Nachfolgerplatte doch die Neugier über die Zweifel.

Nun, scheiße aussehen tun sie immer noch. Aber das ist bei Towers Of London und ähnlichen Halunken auch nicht anders, scheidet also mittlerweile als Kriterium aus. Doch nach dem eher überflüssigen Intro die Überraschung. Riffs. Doublebass. Ultrafette Produktion. Rock und Pommesgabeln. Wie bitte, das sind wirklich Negative? Und der Typ, der da wie Ville Laihiala (Sentenced) losröhrt, ist das wirklich dieses unterernährte Jüngelchen? Er ist es. Man hatte ja viel erwartet, aber nicht einen Hammer wie "Glory of the shame". Jonne Aaron hat zu seinem großem Vorteil das Schmachten aufgegeben und die letzten Monate mit Rasierklingen gegurgelt. Wie schon bei ""Sweet & deceitful" macht sich Kopfschütteln breit. Diesmal aber nicht vor Entsetzen, sondern vor positiver Überraschung.

Klar, manche Nummer klingt immer noch ein bißchen käsig und HIM-lastig, wie das ziemlich banale "Fading yourself". Doch immer wieder hauen Negative Songs heraus, mit denen der Vergleich mit den zunächst ähnlich gelagerten The Rasmus aber mal so was von eindeutig gewonnen wird. Auch wenn zum Beispiel "Planet of the sun" ganz klar für den schnöden Single-Erfolg geschrieben wurde, sind es doch erstaunlich unpeinliche Balladen wie "A song for the broken hearted" oder der dank Harmonika schön südlich fließende Blues-Rocker "Sinners night / misty morning", die dafür sorgen, daß das einzige, was als "Anorectic" bezeichnet werden kann, die Statur des Herrn Aaron ist.

So schwer es manchen möglicherweise einzusehen fällt: "Anorectic" ist ein feines Stück Alternative-Rock geworden, das zwar noch einige Längen aufweist, aber ansonsten wirklich überzeugen kann. Nächstes Mal darf's ruhig ein bißchen kompakter sein. Und der erwähnte Ausschuß darf auch gerne wegbleiben. Wenn die Burschen so weitermachen, darf bei der nächsten Platte ein Titel wie "Stop f*ckin' around" dann auch ohne Scham-Sternchen erscheinen. Hut ab!

(Markus Bellmann)

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Highlights

  • Glory of the shame
  • Sinners night / misty morning
  • Stop f*ckin' around

Tracklist

  1. Arrival
  2. Glory of the shame
  3. Reflections
  4. One last shot
  5. Fading yourself
  6. Planet of the sun
  7. A song for the broken hearted
  8. Sinners night / misty morning
  9. Swans
  10. Stop f*ckin' around
  11. Embracing past
  12. We can't go on
  13. In memoriam (Immortal piece)

Gesamtspielzeit: 57:13 min.

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(Neueste fünf Beiträge)
User Beitrag

2010-05-18 02:06:41 Uhr
*nachobenschieb*
claudi
2007-04-04 13:30:18 Uhr
single lost soul im mai,DVD im Herbst und ! -eine clubtour deutschland !!!! yipp!!! hoffentlich fallen bald die blätter...
Yuka
2007-01-20 18:23:56 Uhr
Die nächste Single wird "Fading Yourself".
Mein persönliches Lieblingslied vom neuen Album.
Keira
2006-12-29 12:48:52 Uhr
kann ich verstehen, Planet of the sun ist meiner meinung nach der schlechteste song auf dem gesamten album -.-"
claudi
2006-12-29 11:11:08 Uhr
@qwertz:welcher sender ist das denn?
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