Kim Wilde - Never say never

Kim Wilde- Never say never

Capitol / EMI
VÖ: 08.09.2006

Unsere Bewertung: 4/10

Eure Ø-Bewertung: 8/10

Kim feat. Kim

Eigentlich war es ja nur ein kleiner Spaß, als Kim Wilde bei der unsäglichen "Nena feat. Nena"-Geschichte mitmachte. Einer alten Kollegin die Ehre erweisen und dabei mit "Anytime anyplace anytime" eine der weniger schlimmen Verhunzungen mitsingen - kann man machen. Weil aber die "99 Luftballons"-Dame so unnötigen Erfolg hatte, wollte der notorische Jens Fahrenkrog-Petersen sich für die tatkräftige Mithilfe bedanken. Und probierte für seine ehemalige Frisurgenossin das gleiche Rezept aus, was auch seinen deutschen Schützling aus den vergessenen Achtzigern herausgeholt hat: Recycling.

Dafür mußte sich Wilde ein wenig umstellen. Statt den grünen Punkt pflegt sie nämlich seit einiger Zeit eher ihren grünen Daumen. Als Landschaftgärtnerin fürs britische Fernsehen machte sie dem Vernehmen nach sogar eine recht gute Figur. Der Vorteil: Ihren schicken Popsongs von einst konnte dieses Engagement nichts anhaben. Aber wenn Fahrenkrog-Petersen einmal mit etwas Erfolg hatte, probiert er es eben noch mal. Und noch mal. Wie es sich für einen gestandenen deutschen Hitproduzenten gehört.

Und dann passiert doch noch das bei dieser Konstellation beinahe Unerwartete: "Perfect girl" stürzt mit geschrubbten Powerchords und flottem Getrommel ins Album hinein. Und bereitet den Weg für die munteren Gitarrisierungen. Zwischen den aufgemotzten Neufassungen der alten Schlager steckt außerdem jede Menge aufgerütteltes Frischzeug, das beizeiten ebenfalls so tut, als würde es rocken. Das Cover von "Born to be wild" hatte man ihr vor vier Jahren zwar auch eher nicht abgenommen, aber Melanie C ist man für ihre Britpop-Variante ja auch nicht wirklich böse.

Und so ist das alte "You came" immer noch ein genauso harmloser Ohrwurm wie die Neulinge "Together we belong" oder "I fly". "Game over" zieht ein paar NDW-Saiten auf, und "Lost without you" übt sich im Drama. Dann versucht sich das eigentlich edle "View from a bridge" mal mit bollernden Beats, die leider die trockenen New-Wave-Gitarren ersticken. Daß das gleiche Prinzip mit "You keep me hangin' on" trotz der lustlosen Nena deutlich besser funktioniert, liegt aber eher am Song als an der Interpretation. Und zusammen mit Ex-Ash-Göre Charlotte Hatherley haut das gute, alte "Kids in America" sogar halbwegs derbe los. Die Frage, ob "Never say never" denn nun tatsächlich nötig war, beantwortet all das aber noch lange nicht. Probieren wir es mal so: Statt in diese trotz einiger schicker Ansätze leider halbgare Rückkehr zu investieren, sollte man sich lieber eine der mittlerweile sieben (!) Best-Of-Sammlungen ausgucken. Da sind dann auch sicherlich die Fotos im Booklet sogar noch ansehnlicher.

(Oliver Ding)

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Highlights

  • You came
  • You keep me hangin' on (feat. Nena)
  • Kids in America (feat. Charlotte Hatherley)

Tracklist

  1. Perfect girl
  2. You came
  3. Together we belong
  4. Forgive me
  5. Four letter word
  6. You keep me hangin' on (feat. Nena)
  7. Baby obey me
  8. Kids in America (feat. Charlotte Hatherley)
  9. I fly
  10. Game over
  11. Lost without you
  12. View from a bridge
  13. Maybe I'm crazy
  14. Cambodia (Paul Oakenfold remix)

Gesamtspielzeit: 53:40 min.

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(Neueste fünf Beiträge)
User Beitrag
Lover
2007-03-21 11:06:38 Uhr
Ich liebe ihren Hintern
dude
2007-03-20 13:21:33 Uhr
Also die würde ich auch nicht von der Bettkante schubsen.
Loreley
2006-10-21 23:05:19 Uhr
So große Hände hast du garnicht.
Jester
2006-10-21 22:21:00 Uhr
Jau, den könnte ich auch stundenlang kneten.
Sulky
2006-10-21 21:28:57 Uhr
Stimmt, der Hintern ist traumhaft!
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