Iron Maiden - A matter of life and death

Iron Maiden- A matter of life and death

EMI
VÖ: 25.08.2006

Unsere Bewertung: 7/10

Eure Ø-Bewertung: 7/10

Kopfgeldjäger

Iron Maiden, Mark IV, die dritte. Fast so schön wie bei Deep Purple lassen sich bei Iron Maiden die Entwicklungsphasen anhand der An- bzw. Abwesenheit eines gewissen Sängers festmachen. Insbesondere die Zusammenarbeit zwischen den ansonsten in herzlicher Abneigung verbundenen Bruce Dickinson und Steve Harris scheint durch dieses Spannungsfeld wahrhaft beflügelt zu werden. Und auch wenn "Dance of death" im Nachhinein ein Rückschlag war, haben die Jungfrauen nach fast 30 Jahren Bandgeschichte kein Stück ihrer Spielfreude verloren. Ganz im Gegenteil.

Denn schaut man auf die Trackliste und vor allem auf die Spielzeiten, meint man, ein Album der Flower Kings oder ähnlich gepolten Proggern in der Hand zu halten. Einzig der Opener "Different world" ist kürzer als fünf Minuten, der Rest tobt sich auf sieben bis neun Minuten aus. Und dieses "Different world" wirkt denn auch im Gesamtkonzept wie ein Fremdkörper, obwohl es beileibe kein schlechter Song ist. Lassen wir nun aber mal beispielsweise "Brighter than a thousand suns" in den Ring treten: eher ruhiges Intro, langsam steigernd, danach volle Kanne Riffs. Endlich hörbar aus drei Gitarren. Und Dickinson in gewohnter Topform. Die von einer erstaunlich knackigen Produktion noch unterstützt wird.

Spielfreude galore also, als ginge es nicht nur im Albumtitel um Leben und Tod. Janick Gers, Dave Murray und Adrian Smith solieren, als wäre Eddie wieder auferstanden und leibhaftig hinter ihnen her. Kritikpunkte: ja, auch. Zum Beispiel die oftmals etwas vorhersehbaren Strukturen. Intro, Strophe, Refrain, Strophe, Refrain, Soli, nochmal Strophe, danach Reprise und Outro. Vorhersehbar also. Aber langweilig? Nein. Zumindest nicht, solange mit "The reincarnation of Benjamin Breeg" so etwas wie ein möglicher Nachfolger von "Rime of the ancient mariner" bereitsteht.

Das Etikett "progressiv" haftete in der Maiden-Discographie bislang immer nur "Seventh son of a seventh son" an. Dieses Attribut darf jetzt mit Fug und Recht auf "A matter of life and death" erweitert werden. Weil bis auf marginale Ausnahmen die Songs trotz der langen Spieldauer auf den Punkt kommen. Ein Break-Feuerwerk wie bei Dream Theater wird es natürlich nie geben, aber dafür fühlt sich kein Solo, kein Riff überflüssig an. Auch mit um und über 50 Jahren sind Iron Maiden eine der wichtigsten Bands des Genres. Und alles andere als Altrocker.

(Markus Bellmann)

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Highlights

  • Brighter than a thousand suns
  • The longest day
  • The reincarnation of Benjamin Breeg
  • The legacy

Tracklist

  1. Different world
  2. These colours don't run
  3. Brighter than a thousand suns
  4. The pilgrim
  5. The longest day
  6. Out of the shadows
  7. The reincarnation of Benjamin Breeg
  8. For the greater good of God
  9. Lord of light
  10. The legacy

Gesamtspielzeit: 72:04 min.

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(Neueste fünf Beiträge)
User Beitrag
markus
2011-06-14 20:31:01 Uhr
alles klar....lauter asis......warst wohl gut aufgehoben ;-)
Guzica
2011-06-11 09:44:33 Uhr
am Dienstag habe ich den Mythos einer meiner Jugendbands dekonstruiert: ich hab mir Iron Maiden in der Schleyerhalle angesehen. Zu teuer, lauter Asis, beschissener mumpfiger Sound (Bassdrum, Toms und Bass verschmolzen zu einer Art Bauchdrücken wie kurz vor dem Durchfall), lauter neue, umwichtige Songs, kein "Run to the Hills".

Ein Kack-Abend also.

Und das alles nur, weil ich gedacht habe, jetzt endlich mal eine Band sehen zu müssen, deren Konzerte ich mir als Jugendlicher nicht leisten konnte.
uptheirons
2011-06-11 08:05:55 Uhr
http://www.youtube.com/watch?v=_81gtZoicgw
DerMeister
2009-07-04 14:40:56 Uhr
Das war eine riesen Überraschung das Album!

Klar das beste seit 7th Son. ich finde es sogar gleich gut bis besser.

9,5/10 oder so^^


Iron Maiden sind und bleiben die beste Metal Band aller Zeiten. Zwar hatten sie in den 90ern nen kleinen Hänger, aber spätestens nach AMOLAD sind sie von der Qualität her wieder ganz die Alten.


Armin
2007-02-10 20:07:38 Uhr


IRON MAIDEN – Open Air Shows


Iron Maiden kommen zurück nach Deutschland und spielen zwei Headline Stadion Shows im Juni 2007!



Die bestätigten Shows finden am Freitag 08.06.2007 in Ludwigshafen/Südweststadion und Sonntag 17.06.2007 in Duisburg/MSV Arena statt.

Letztes Jahr im Dezember spielten IRON MAIDEN auf Ihrer phänomenal erfolgreichen „ A MATTER OF LIFE AND DEATH WORLD TOUR“ zwei überwältigende Konzerte in Stuttgart und Dortmund vor über 24.000 begeisterten Fans.

Beide Shows waren restlos ausverkauft und auch das aktuelle Album war Nummer eins in den deutschen Album Charts.

Bruce Dickinson: „ Wir freuen uns alle sehr nach Deutschland zurück zu kommen. Wir haben das komplette neue Album live gespielt und die Unterstützung der deutschen Fans war grandios. Wir fanden es sehr schade, nur zwei Shows in Deutschland spielen zu können und wollten unbedingt zurückkommen, um mehr Konzerte für unsere deutschen Fans spielen zu können. Wir sind sehr froh, nun in die großen Open Air Arenen zurückzukehren, und da es Sommer ist und als Dankeschön werden wir viele Iron Maiden Klassiker in unser aktuelles Programm integrieren, von denen wir wissen, dass unsere Fans sie in dieser Open Air Party Atmosphäre hören wollen. Außerdem haben wir Eddie untersagt in Urlaub zu fahren, so dass er definitiv bei unserer Show dabei sein wird. It should be a great night for all of us!”



Die Supportbands der beiden Stadion Shows werden in Kürze auf der offiziellen Webseite der Band www.ironmaiden.com sowie auf www.wizardpromotions.de und bei uns auf www.ccm.w-rott.com bekannt gegeben.



Der Vorverkauf läuft bereits über alle bekannten Vorverkaufsstellen



www.IronMaiden.com



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