The Creetins - (The) City screams my name

The Creetins- (The) City screams my name

Roadrunner / Universal
VÖ: 01.09.2006

Unsere Bewertung: 5/10

Eure Ø-Bewertung: 5/10

Hart am Wind

Mh, es kommt zustande, wenn ein paar junge Männer zusammen Musik machen wollen. Die stellen sich dann manchmal die Haare so komisch in die Luft. Manchmal sind die auch so grün oder schwarz oder rot gefärbt. Die Gitarren klingen meistens total wie beim Zahnarzt. Der Sänger macht oft auch so komische Grimassen. Und der singt so rauh. Manchmal gegen alles. Manchmal auch nur gegen seine doofe Ex-Freundin. Oft auch nur einfach über so Sachen halt. Insgesamt gibt es gibt davon ganz, ganz viele. Papa mag die meisten nicht so. Sind ihm zu laut. Der hat aber eh keine Ahnung.

Natürlich könnten mit dem Dingsda die Creetins gemeint sein. Zu beschreiben war: Eine kleine Punkrockband. Genauer betrachtet sind sie das ja auch. Nur eine, die mittlerweile bei Roadrunner unter Vertrag steht, den FC St. Pauli mag, aus der Ultrametropole Kiel kommt und an der auch sonst erst mal nichts furchtbar Ungewöhnliches zu finden ist. Das setzt sich auch auf dem Sound ihrer neue Platte "(The) City screams my name" so fort.

Die dann aber doch ein bißchen mehr als so überhaupt gar nichts kann. Das gleich vorweg. Dafür sind dann doch ein paar zu viele kleine Straßenfeger wie das "High old time" drauf. Die sind dann so schön geradeaus gestrickt, wie das eigentlich ja auch sein sollte. Allein dafür: Ziehen wir unseren Hut. Biertrunkene Hooklines und Schnodderriffs, die so viel Street-Credibility haben, wie ein Social Distortion-Song. Prima.

Kommt insgesamt jetzt nicht überragend toll, weil trotz der Abstinzenz abgestandener Bubblegum-Zuckersüß-Refrains nicht mehr als eben nette Punkrocksongs bei rumkommen. So ungemein schmissig wie in "Relapse into sin"? Sind die sehr rock- und rolligen Creetins zu selten. Nicht falsch verstehen, "(The) City screamy my name" kommt nach zwei, drei Bier garantiert doppelt gut. Bloß eben nur dann. Die Creetins rocken. Wie Face To Face. Nur nicht eben nicht ganz so gut.

(Sven Cadario)

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Highlights

  • High old time
  • Relapse into sin

Tracklist

  1. High old time
  2. Two lights in 79
  3. Never-ending vertigo
  4. Electric boy
  5. Where did our hate go?
  6. The kids (outta time)
  7. Synthetic girl
  8. Relapse into sin
  9. Sharpen your knife
  10. The spirit is willing
  11. Remain a stranger
  12. Charade
  13. You owe me nothing

Gesamtspielzeit: 40:33 min.