Full Blown Chaos - Within the grasp of titans

Full Blown Chaos- Within the grasp of titans

Stillborn / Abacus / Alveran / Soulfood
VÖ: 25.08.2006

Unsere Bewertung: 6/10

Eure Ø-Bewertung: 7/10

Kleine Bretterkunde

Was es alles für verschiedenste Bretterarten gibt, weiß jeder, der schon einmal im Baumarkt war. Kleine, große, runde, eckige, Fußbodenbretter, Ablagebretter oder auch Brettchen fürs Abendessen. Dafür muß man sogar nicht einmal Handwerker sein. Aber auch sonst erreicht die Vielzahl ein erschreckendes Ausmaß. Für die Denker unter uns gibt das Sortiment das altehrwürdige Schachbrett und andere Brett- ... ähh ... Gesellschaftsspiele her. Die unzähligen Studenten werden ebenfalls täglich damit konfrontiert: erst das schwarze Brett nach Wohnungsinseraten durchforsten und dann doch wieder in irgendeiner Bretterbude unterkommen. Sogar Frauen wurden berücksichtigt, denke man nur an das Bügelbrett. Angeblich benutzen das sogar heutzutage sogar Männer! Selbst wer von alle dem gar keinen Schimmer hat, kommt an der Bretterherrschaft nicht vorbei. Schließlich handelt es sich dann um einen Trittbrettfahrer oder einfach einen x-beliebigen Klaus mit Brett vorm Kopf. Wo waren wir noch gleich?

Ach ja: Letzteres haben zwar Full Blown Chaos nicht selbst, aber knallen es dafür dem Hörer doppelt und dreifach vor den Schädel. Womit wir dann auch schon wieder ruckzuck in der nächsten Kategorie wären: dem Metalbrett. Und wenn wir uns dessen Beschaffenheit näher anschauen, stellen wir fest, daß dies relativ viele oben genannte Eigenschaften vereint. Eine noch relativ kleine Band spielt mächtig groß auf. Shows hier und da, Touren mit Slipknot, Sepultura, Hatebreed und anderen Genregrößen. Dazu Jamie Jasta, Sänger von Letzteren, als Vorgesetzten beim Stillborn-Label. Der Durchbruch für Full Blown Chaos ist also scheinbar nur eine Frage der Zeit. Denn auch "Within the grasp of titans" ist eine runde Geschichte, die zwar sofort die Fußbodenbretter fulminant in tausend Ecken zerknüppelt, aber zur Mitte der Scheibe hin Abwechslung zeigt, wie es sich für ein wahres Brett gehört.

Zudem verlieh Eric Rachel dem ganzen einen so wuchtigen Sound, daß dieser fast massiver ist als jede Ebenholz-Schrankwand. Und daß während der 13 brachial-einfachen Songs auch wenig Zeit für irgendwelche Kinderspielchen bleibt, dürfte sich von selbst verstehen. Eher würden die unzähligen knallharten Moshparts, Breaks und Doublebass-Ausuferungen zu anderen Formen von Gesellschaftsspielen einladen, auf die wir hier aber nicht näher eingehen wollen und auch keinerlei Haftung übernehmen. Das einzige, was Full Blown Chaos in der Bretterkunde noch nicht so ganz raus haben, ist die Sache mit dem Waschbrettbauch. Aber dann wär’s ja auch kein ordentlicher Metal.

(Christoph Schwarze)

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Highlights

  • Anchored heart
  • Rise & fight

Tracklist

  1. Trials of triumph
  2. Chopping block
  3. Burning age
  4. Solemn promoise
  5. Anchored heart
  6. Rise & fight
  7. Suffer in silence
  8. Life of sorrow
  9. Hollowed
  10. Vendetta
  11. Against the grain
  12. Kingdom undone
  13. The voorhees complex

Gesamtspielzeit: 39:50 min.

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(Neueste fünf Beiträge)
User Beitrag
JD
2006-09-06 23:47:25 Uhr
Ziemlich stumpf die Scheiße. Um es genauer zu sagen!
Khanatist
2006-08-28 00:16:40 Uhr
Für Genrefans halt
BoySetsFire
2006-08-27 23:57:16 Uhr
Hammer HC Platte. Leider stark unterbewertet. Rein hören lohnt sich allemal!
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