The Sounds - Dying to say this to you

The Sounds- Dying to say this to you

Inkubator / Soulfood
VÖ: 23.06.2006

Unsere Bewertung: 5/10

Eure Ø-Bewertung: 7/10

Girls just wanna have fun

Spätestens seit das putzige Kerlchen aus "Die Götter müssen verrückt sein" seine ominöse Colaflasche fand und ein paar groovy Melodien darauf einpustete, hat Musik bei ihren Zuhörern immer wieder sehr spezielle Reaktionen provoziert. Bob Dylan zum Beispiel mußte sich einst als Judas beschimpfen und mit welken Pusteblumen beschmeißen lassen, weil er die Frechheit besessen hatte, ein paar der besten Songs aller Zeiten zu schreiben. Die tendenziell kinderessenden Slipknot haben mit ihrem brutal-aggressiven Teufelsanbeter-Metal sicherlich den einen oder anderen Amokläufer und/oder CSU-Politiker zu besonderer Dummheit inspiriert. Und The Sounds? Die zwingen einem das Outlaw-Verhalten mit ihrer kaugummikauenden Popmusik ja geradezu auf. Was wir sogar erklären können.

So ist das: Wer sich "Dying to say this to you", das zweite Album der Vier aus Helsingborg, mal anhört, muß schon eine Menge Tranquillizer schlucken, um anschließend nicht zum Hausfriedensbrecher und Sachbeschädiger zu werden. Man will dann nämlich alle Musikläden in seiner Stadt stürmen, die Keyboards durch die Schaufenster werfen und schließlich noch ein bißchen drauf rumtreten. Bis da wirklich keine Töne mehr rauskommen. Und wenn man damit fertig ist, möchte man am liebsten auch noch nach Schweden fliegen und sämtliche Tasteninstrumente der Sounds kurz und klein schlagen. Weil eben diese Tasteninstrumente genau das gleiche mit "Dying to say this to you" gemacht haben.

Man kann sich von dieser Platte nämlich eigentlich ganz prima an die Zeit erinnern lassen, als Blondie noch nicht mit "Maria" rumnervten. Man kann die trotzige Unbekümmertheit mögen, mit der sich die melodiebehangenen Sounds-Songs von oben bis unten mit Sirup vollkleckern. Man sollte sogar prominent vertreten sein, wenn endlich der erste Maja-Ivarsson-Fanclub gegründet wird, weil diese Frau auch diesmal wieder mit Lolli im Mundwinkel und charmanter Fahrlässigkeit in der Stimme singt. Und man freut sich auch gerne mit den Sounds, weil sie es irgendwie zu Dave Grohls offiziell lizenzierter Lieblingsband gebracht haben. Was aber gar nicht geht: Die Keyobards. In jedem - aber auch wirklich jedem - verdammten Song hier.

Schon durchs sonst sehr offensiv aufgestellte "24 hours" säbeln sie sich mit einer Penetranz hindurch, die jeden beim Privatfernsehen stolz machen würde. Und spätestens im versteckten Abschlußlied sind sie dann auch platt genug, um selbst einen Dampfwalzenpilot wie Killers-Sänger Brendan Flowers neidisch zu machen. Obwohl man andererseits auch wieder einen ziemlichen Sonnenbrand haben muß, um sich nicht wenigstens kurzfristig davon anfixen zu lassen, wie etwa "Song with a mission" seinen Sturkopf schüttelt. Oder "Night after night" derart theatralisch über seinem Klavier zusammenbricht, daß eigentlich nur noch die Sitcom-Lacher vom Band fehlen. Humor ist wohl der Schlüssel, mal wieder. Es soll ja Leute geben, die es nur deshalb unverletzt durch die Achtziger geschafft haben.

(Daniel Gerhardt)

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Highlights

  • Song with a mission
  • Queen of apology

Tracklist

  1. Song with a mission
  2. Queen of apology
  3. Tony the beat
  4. 24 hours
  5. Painted by numbers
  6. Night after night
  7. Ego
  8. Hurt you
  9. Much too long
  10. Running out of turbo

Gesamtspielzeit: 35:51 min.

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(Neueste fünf Beiträge)
User Beitrag
Armin
2007-06-14 20:26:38 Uhr
THE SOUNDS - Tony The Beat (Push It)
CDM, VÖ 03.08.2007
Mit ihrem Debüt Living In America und ihrem charakteristisch überdrehten Sound wurden THE SOUNDS schon vor drei Jahren als Blondie des 21. Jahrhunderts gefeiert. Vor allem die blondierte und hochenergetische Sängerin Maja Ivarsson tat ihren Teil dazu bei, dass das Quartett nicht nur in seiner Heimat Schweden, sondern auch in den USA überraschende Erfolge feiern kann.

Im kommenden Sommer werden THE SOUNDS auch Deutschland mit ihrer herausfordernden Live-Show überziehen. Und rechtzeitig zum Tourstart kommt hier der Track Tony The Beat vom zweiten Album Dying to Tell You This, das bereits seit einigen Monaten auch in Deutschland zu haben ist.

Tony The Beat zeigt die schwedische Band mit Elektronikeinschlag perfekt poppig. Die niedliche Synthiemelodie hat echte Ohrwurmqualität und bring den erfrischenden Elektro-Touch auf den Punkt, der für den SOUNDS-Sound so charakteristisch ist. Ein Ohrgenuss für Kopf und Beine, der übrigens auch schon den Chart-Soundtrack zum Hugh Grant-Kinohit Mitten ins Herz verschönte!

THE SOUNDS live:

07.06.2007: Stadtpark / Hamburg
23.06.2007: Hurricane / Scheeßel
24.06.2007: Southside Festival / Neuhausen
13.07.2007: Sonnenrot Festival / Geretsreid
15.07.2007: Open Air / Frauenfeld
10.08.2007: Open Flair / Eschwege
11.08.2007: Taubetal Festival / Rothenburg ob der Tauber
12.08.2007: Gleis 22 / Münster
13.08.2007: Bei Chez Heinz / Hannover
15.08.2007: Schocken / Stuttgart
16.08.2007: Frequency Festival / Salzburg
17.08.2007: Open Air / Gampel
19.08.2007: Highfield / Erfurt
01.09.2007: Rock Am See / Konstanz


Tamara
2007-03-08 15:33:01 Uhr
erstmal natürlich, super platte, aber das ist ja bekannt.
hab sie dasnn gestern in köln gesehen und bin vollkommen sprachlos, weil es so unglaublich gut war!! unglaublich!!!
loss
2006-11-16 16:28:23 Uhr
wow das ist ne richtig gute scheibe .
Armin
2006-08-25 11:46:59 Uhr
THE SOUNDS - Tony The Beat

Bei ihnen geht es um die Einstellung. Wenn die Band aus dem beschaulichen Helsingborg, Schweden, die Bühne betritt, dann tun sie es so als würden sie denken sie seien die beste Bande der Welt. "Wir machen da keine Show", sagt Sängerin Maya, "So sind wir, immer!" Diese Einstellung hat sie aus Helsingborg in die weite Welt gebracht. Ihr Debüt 2002 stieg auf platz 4 in den schwedischen Charts ein, brachte ihnen Zahlreiche Newcomer Preise, sowie einen Schwedischen Grammy award. Auch in Amerika hatten THE SOUNDS einen steilen start, spielten alsbald die Vans Warped Tour und supporteten die Foo Fighters und The Strokes. Zu ihren prominenten Fans zählen u.a. Dave Grohl, Pharell Williams, Quentin Tarantino und Bam Magera.

Ihr 2tes Album, Dying To Say This To You.
Ist eine noch stärkere Fusion zwischen ihrer Punk Attitüde und ihres Pop Know-Hows. Mit der Zusammenarbeit von Produzent Jeff Saltzman (The Killers), Co Produzent und Scratchie Records Labeleigner James Iha (Smashing Pumpkins, A Perfect Circle), sowie Adam Schlesinger (Fountains Of Wayne, Ivy) und Mischer Paul Q. Kolderie (Radiohead, Pixies, Hole) haben sie sich die für dieses Genre die führenden Köpfe auf ihre Seite geholt.

"Die Rock Songs sind mehr Rock, Die elektronischen Songs elektronischer. Selbst ein Disco mäßiges, Erasure ähnliches Stück gibt es, aber man kann immer noch genau hören, dass es The Sounds sind." sagt Maya.

Ein weiterer Beweis dafür folgt jetzt mit dem Hit Tony The Beat wo gerade die elektronische Seite sehr in den Vordergrund tritt und das Tanzbein zum schwingen bringt.

Im September kann man sich auch bei den Sallys Sounds Partys live davon überzeugen wo sie Billy Talent und The Subways supporten. Im Oktober folgt dann noch eine support Tour mit dem Headliner Panic! At the Disco!

21.09. Cologne - Sally*Sounds, E-Werk w. Billy talent and The Subways
22.09. Berlin - Sally*Sounds, Columbiahalle w. Billy talent and The Subways
23.09. Hamburg - Reeperbahn Festival, Knust
13.10. Hamburg - Grünspan opt. Grosse Freiheit
14.10. Berlin - Knaack Option Huxleys
07.10. Munich - Backstage Club Option Halle
18.10. Stuttgart - Die Röhre
26.10. Köln - Live Music Hall
Christian
2006-06-28 20:46:41 Uhr
Ich muss ganz klar sagen, dass das Album im Vergleich zu "living in america" deutlich schlechter ausfällt, dennoch ein akzeptables Album ist. Zwar deutlich kein Nachfolge Album wie "Hurricane Bar" oder "Decemberunderground", aber dennoch gelungen...
5/10
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