36 Crazyfists - Rest inside the flames

36 Crazyfists- Rest inside the flames

Roadrunner / Universal
VÖ: 09.06.2006

Unsere Bewertung: 7/10

Eure Ø-Bewertung: 7/10

Filmreif

Fortsetzungen von irgendetwas sind ja immer so eine Geschichte für sich. Generell ändert sich nicht viel: Das Budget wird nach dem Erfolg des Vorgängers verdoppelt, die Hauptrollen mit hippen Stars und Sternchen besetzt und so weiter. Aber im Grunde bleibt der Schinken derselbe. Nur daß er dann meist floppt, weil er gähnend langweilig ist. Ganz besonders schlimm sind Fortsetzungen von dauerschmachtenden Romanzen. "Dirty dancing 2" zum Beispiel. Bei "A snow capped romance 2" - veröffentlicht unter dem Decknamen "Rest inside the flames" - droht nun ein ähnliches Schicksal, war der Vorgänger doch auch so eine herzzerreißende Liebeserklärung an die Liebste: die Heimat.

Vom Gesamtbudget dürfte für die Produktion von Sal Villanueva und das Mischen durch Andy Sneap schon einiges an Zaster drauf gegangen sein. Und auch beim Thema "Stars und Sternchen" muß man sich natürlich an die Vorgaben einer würdigen Fortsetzung halten. So wurde für "Elysium" Howard Jones (Killswitch Engage) und für "We cannot deny" Jonah Jenkins (Only Living Witness, Miltown) als Unterstützung engagiert. Das könnte auch nicht billig gewesen sein. Aber 36 Crazyfists sind ja nicht dumm. Und deswegen dachten sie sich, könnte man ja einfach beim Cover sparen: Eisfilter bei dem alten Herzen von "A snow capped romance" raus. Feuereffekt rein. Fertig. Titel paßt auch dazu. Super.

Der Theorie nach müßte der Schinken jetzt der gleiche sein. Haha, denkste! Man dachte sich: Wieso nicht alte Stärken mit modernen Elementen mischen? Also konnte Sänger Brock Lindow noch ein bißchen mehr bei Gesangsstunden schmoren, während der Rest der Bande Metalcore-Moshparts und messerscharfe Breakdowns üben mußte. Heraus kommt dann "I’ll go until my heart stops" oder jenes "Elysium", die mit Double Bass und mächtig Geplärre überaus hardcorig ausfallen. Im Gegenzug stechen "We cannot deny" oder auch "On any given night" durch ungewohnte Zurückhaltung und Gesangsmelodien heraus und erinnern an vergangene, romantische Tage, bevor man im folgenden "Between the anchor and the air" aber nochmals unter Beweis stellen kann, daß das Schreiorgan doch noch funktioniert.

Und was wäre eine thematische und inhaltliche Fortsetzung, ohne dieses akustische "The city below" in bester "Song for the fisherman"-Manier? Schön. Nur die Plazierung an letzter Stelle in der Tracklist hinterläßt wieder so ein bißchen melancholisches Romanzen-Feeling. Dennoch eine würdige und ebenbürtige Fortsetzung, die zum Glück nicht den "Dirty dancing 2"-Fehler begeht. Dirty darf aber trotzdem gern getanzt werden.

(Christoph Schwarze)

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Highlights

  • I'll go until my heart stops
  • We cannot deny

Tracklist

  1. I’ll go until my heart stops
  2. Felt through a phone line
  3. On any given night
  4. Elysium (feat. Howard Jones)
  5. The great descent
  6. Midnight swim
  7. Aurora
  8. Will put this in by hand
  9. We cannot deny (feat. Jonah Jenkins)
  10. Between the anchor and the air
  11. The city below

Gesamtspielzeit: 40:30 min.

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(Neueste fünf Beiträge)
User Beitrag
Badrique
2007-09-27 21:03:53 Uhr
Noch kein Post zu den Crazyfists im Jahre 2007? Lächerlich! Was gibts neues von den Jungs?
Coby
2006-06-25 23:35:57 Uhr
Das Debüt ist für mich hier ganz klar unterbewertet, war damals lange Zeit mein Lieblingsalbum. Die Leierkastenstimme von Brock hatte es mir sofort angetan!
floesn
2006-06-25 21:21:13 Uhr
comeback kid (25.06.2006 - 21:20 Uhr):
ich hab noch nie ein so tolles album gehört (außer fallen von evanescence)

ok, das erklärt einiges...


HAHAHAHAHAAAAAAAAAAAAAAAAaa....wie geil. FALLEN von Evanescence....
comeback kid
2006-06-25 21:20:04 Uhr
ich hab noch nie ein so tolles album gehört (außer fallen von evanescence)

ok, das erklärt einiges...
toifel
2006-06-25 18:49:36 Uhr
die erste war gut!
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