The Bouncing Souls - The gold record

The Bouncing Souls- The gold record

Epitaph / SPV
VÖ: 02.06.2006

Unsere Bewertung: 6/10

Eure Ø-Bewertung: 7/10

Fette Klunker

Befaßt man sich mal ein paar Minuten mit dem Thema "Goldene Schallplatte" und durchforstet dabei das Internet auf der Suche nach brauchbaren Informationen, kommt einiges über die Richtlinien und Vergabekriterien bezüglich eines solch begehrten Rundlings zum Vorschein, was manch einer mit Sicherheit noch nicht wußte. Komponisten-, Posaunisten- und Bandleader-Legende Glenn Miller war der Erste. Sein "Chattanooga choo choo" erhielt vor gut fünfundsechzig Jahren die erste offizielle Goldene. Hört, hört.

Daß in hiesigen Gefilden in diesem Jahr bereits eine illustre Riege zwischen Tokio Hotel, Green Day, Shakira, Robbie Williams, James Blunt, Depeche Mode, Mattafix oder Rosenstolz zum Zuge bzw. Golde kam, dürfte nicht weiter verwundern. Und angesichts der Tatsache, daß man in Deutschland mittlerweile nur noch 100.000 (USA: 500.000) verkaufte Longplay-Tonträger auf der Habenseite verbuchen muß, wären The Bouncing Souls jetzt auch mal an der Reihe. Verdient hätte es eine der wohl sympathischsten Kapellen des Punkrockzirkus allemal.

Und auch "The gold record" an sich hätte (in einer gerechten Welt) das Zeug dazu. "I heard someone say that nothing gold can stay / But there’s a love in all our souls and it shines like gold." Schnief. Bedeutungsschwangere Gedicht-Verweise im Kontext eines astreinen Punk-Singalongs ("The gold song”). Warum nicht? "So Jersey" nimmt den Wink mit dem Harmonie-Pfahl auf und legt ordentlich nach: "We wanna say thanks to the music in our lives / Forgive ourselves for all the lies / Send some love to all the lonely / Don’t forget we’re all one family.” Liest sich schnulzig, ist aber dank Background-Vocals und Killer-Refrain kopfnick- und mitgröhlkompatibel ohne Ende. Melancholie, die Spaß macht. Und die in Sachen relaxter Coolness nur noch vom umwerfenden "The pizza song" übertroffen wird. Selbstverständlich haben Greg Attonito und seine East Coast-Mannen im offiziell neunzehnten (!) Bandjahr auch das Gasgeben nicht verlernt, wenngleich Arschtreter wie "Sounds of the city", "Sarah Saturday" oder "The new thing" in punkto Intensität erst nach den oben genannten Schmankerln rangieren. Goldig.

(Jochen Gedwien)

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Highlights

  • The gold song
  • So Jersey
  • The pizza song

Tracklist

  1. The gold song
  2. So Jersey
  3. Sounds of the city
  4. The pizza song
  5. Sarah Saturday
  6. Better things
  7. The messenger
  8. Lean on Sheena
  9. Letter from Iraq
  10. The new thing
  11. Midnight mile
  12. For all the unheard

Gesamtspielzeit: 44:26 min.

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