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Tribute To Nothing - How many times did we live?

Tribute To Nothing- How many times did we live?

Destiny / SPV
VÖ: 28.04.2006

Unsere Bewertung: 6/10

Eure Ø-Bewertung: 7/10

Scharf drauf

Das beschauliche Worcester in Mittelengland wird den meisten Menschen ungefähr genauso viel sagen wie tausend andere Käffer auch. Nämlich nichts. Doch halt! Zumindest in kulinarischem Zusammenhang sollte einem der Name schon mal über den Weg gelaufen bzw. die Zunge gewandert sein. Die würzig-braune Worcestersauce dürfte schon für so manch heiße Gaumenfreude gesorgt haben und galt bis vor einigen Jahren als das schärfste Exportgut der West Midlands.

Mit dem rasanten Aufstieg der aus Worcester stammenden Tribute To Nothing sollte sich ein Quartett, bestehend aus den Brüdern Sam, Jim und Ben Turner sowie Kris Stammer, an der Sauce vorbeimogeln und eigene Schärfe ins Spiel bringen. Von Worcester aus in die Clubs rund um den Globus. Wer die Jungs, die in den letzten drei Jahren nicht weniger als dreihundert Gigs absolviert haben, mal live erlebt hat, braucht anschließend ordentlich Flüssigkeit, um den Brand zu löschen.

Wundersamerweise blieb trotz der permanenten Tortour sogar noch Zeit für "How many times did we live?". Und so entstand unter der koordinierenden Obhut von Bill Stevenson (All, Descendents, Black Flag), der sich zuletzt auch produzierend für das NOFX-Comeback verantwortlich zeigte, ein fünftes Album, das sich hinter dem erfreulichen Vorgänger "Act without words" (2003) nicht verstecken muß.

Während der Opener "Every word’s a whisper" mit seiner leicht monotonen, fast schon hypnotischen Gitarrenlinie irgendwie nicht aus dem Quark zu kommen scheint, sich aber aufgrund der Zweistimmigkeit zu entwickeln weiß, gehen "Maybe I’m waiting", "Something I can trust" und allen voran "It’s not a secret" direkt in die Vollen. Hymnische Refrains und melancholische Harmonien, gepaart mit Aggressionen, Instrumentalphasen und komplexen Songstrukturen. Chuck Ragan (Hot Water Music) und Tim Barry (Avail) sind nach wie vor omnipräsent, aber wen stört das? Es gibt fadere Referenzen.

(Jochen Gedwien)

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Highlights

  • Something I can trust
  • It's not a secret
  • Finding my feet

Tracklist

  1. Every word's a whisper
  2. Maybe I'm waiting
  3. Something I can trust
  4. It's not a secret
  5. Three times
  6. Finding my feet
  7. Name of distrust
  8. And still they stand strong
  9. Wearing thin
  10. Portraits fall
  11. Quicksand mindset
  12. Breaking your fall

Gesamtspielzeit: 51:30 min.

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