Metric - Live it out

Metric- Live it out

Last Gang / Lado / SPV
VÖ: 05.05.2006

Unsere Bewertung: 7/10

Eure Ø-Bewertung: 7/10

Fire eye'd girl

Ja, genau. Metric-Sängerin Emily Haines, das ist die, die auf den traumhaften Broken-Social-Scene-Songs "Anthems for a seventeen-year-old girl" und "Swimmers" zu hören war. Eine entrückte, eine zauberhafte Stimme, eine Frau, die immer ein wenig so singt, als stünde sie neben sich, als bräuchte sie die eigene Schulter, um sich daran anzulehnen. Eine elfengleiche Ersch … wowowowowo, Moment mal gerade. Ist das jetzt eine Fehlpressung? Ist der CD-Wechsler gesprungen? Oder sind das doch die richtigen Metric, die uns da mit einem Gitarrenriff am Schienbein entlang rasieren, wie es in Montréals Kopfkissen-Pop-Szene schon lange keiner mehr gespielt hat? Nehmen wir das vorweg: Sie sind es. Und das wird nicht die einzige Überraschung der nächsten Dreiviertelstunde bleiben.

"Empty", der Song zur explodierenden Gitarre, spielt in seinen sechs Minuten schon einiges von dem durch, was auf dem zweiten Metric-Album "Live it out" (das 2003er Debüt "Old world underground, where are you now?" wird in Deutschland zeitgleich nachveröffentlicht) auf einen zukommt. Der Auftakt ist ein behagliches Herantasten, der Knackpunkt mittlerweile bekannt und Haines die ganze Zeit über meilenweit weg von ihrem Broken-Social-Scene-Gesang. "Sickness was fixing me some / Coughed out my heart in the last stall." Die Platte stellt sich derweil unter bei "Glass ceiling", ein Klavier zerspringt in Tausend Teile. Aber schon mit "Handshakes" schlagen die Gitarren wieder Alarm. Ruhe will dieses Album niemals geben.

Einerseits ist es natürlich gut, daß "Live it out" bemüht ist, den Energiepegel hochzuhalten und keine großen Atempausen braucht. Andererseits sind es aber gerade seine besonnenen Momente, die sicherstellen, daß es nicht zur eindimensionalen Kraftmeierei verkommt. "The police and the private" etwa braucht seine Gitarre nur zum Ausmalen, während die Elektronik ein windiges Doppelleben beginnt. Und mit der verdrehten Hymne "Ending start" läßt sich schließlich doch noch ein Song beim Traumwandeln ertappen. Hier kann man sogar nachvollziehen, warum Emily Haines gerne mal als kanadische Nina Persson bezeichnet wird. Wer aber gehört hat, wie sie sich hier auf voller Länge austobt, kann nur zu dem Schluß kommen, daß das bedeutend zu kurz greift.

(Daniel Gerhardt)

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Highlights

  • Empty
  • Monster hospital
  • The police and the private
  • Ending start

Tracklist

  1. Empty
  2. Glass ceiling
  3. Handshakes
  4. Too little too late
  5. Poster of a girl
  6. Monster hospital
  7. Patriarch on a vespa
  8. The police and the private
  9. Ending start
  10. Live it out
  11. Monster hospital (MSTRKRFT remix)

Gesamtspielzeit: 46:02 min.

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(Neueste fünf Beiträge)
User Beitrag
Eurodance Commando
2009-03-08 21:41:11 Uhr
"Monster Hospital" gefällt mir gut
rhdf
2007-06-20 16:25:28 Uhr
hab grade in erfahrung gebracht, dass es nur ein reissue ist... öhem :)
rhdf
2007-06-20 16:08:13 Uhr

hat schon wer das neue gehört? grow up and blow away?
is ziemlich fett bisher bin erst bei lied 4)
Sick
2006-12-02 11:48:32 Uhr
Von dem Album ist mir die Tage die Promoversion (eBay) untergekommen. Tolles unterschätztes Album, macht Spaß.
Matze
2006-10-24 11:30:44 Uhr
War gestern auf dem Konzert in Stuttgart (kannte die Band vorher nicht), und war schwer begeistert.

Die Band schafft es einen unverwechselbaren, mitreissenden Sound zu entwickeln. Ausserdem sind die verschiedenen "Elemente" (Punk, Elektronik, Pop...) sehr gut in Einklang gebracht. Und das Engagement auf der Bühne war ebenfalls sehenswert.

Alles in allem sehr zu empfehlen, die Band hat seit gestern auf jeden Fall einen Fan mehr !

Gruß Matze
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