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Skye - Mind how you go

Skye- Mind how you go

Eastwest / Warner
VÖ: 10.03.2006

Unsere Bewertung: 6/10

Eure Ø-Bewertung: 7/10

Mit Abstand

Das war nicht die feine englische Art. Gar nicht. Nach dem sonnigen "Charango" gönnten sich Morcheeba eine kleine Auszeit. Und als sich Paul und Ross Godfrey gut genug erholt fühlten, bestellten sie ihren Manager ein, damit dieser ihrer Frontgrazie Skye Edwards ausrichte, sie könne gleich ganz wegbleiben. Statt dessen lachten sich die Gentlemen ein neues Gesicht an, langten dieser Daisy Martey im Studio gerüchteweise ein paar Mal an die formschöne Brust und setzten sie schnell wieder vor die Tür. Immerhin blieb Edwards eine solche Behandlung erspart.

Längst hatte sie sich daran gemacht, mit einem eigenen Statement ein paar Dinge klarzustellen. "Mind how you go" - achte darauf, wie Du gehst. Das hatte ihr einst schon ihre Pflegemutter auf den Weg gegeben. Und so achtet Edwards darauf, mit einer gesunden Mischung aus Grazie und Bescheidenheit zu zeigen, wer denn nun eigentlich aus Morcheeba etwas Besonderes gemacht hatte.

Schon der sanfte Pop von "Love show" hat den ganzen Ärger längst verdaut. "It's painless / Letting your love show", weiß sie. Ein klein wenig Zuneigung, und alle Probleme sind längst nicht mehr so gewaltig. Edwards nimmt die Zwistigkeiten nicht auf die leichte Schulter, aber sie beschwert sich nicht. "Stop complaining" fordert sie sich selbst zu anschwellenden Klapperbeats auf, die deutlich mehr Tiefgang besitzen als das komplette letzte Album ihrer ehemaligen Arbeitgeber.

Daran, daß sich kein Groove und keine Melodie hinter dem Schaffen von Morcheeba verstecken muß, haben sicherlich auch die Herren Knöpfchendreher einigen Anteil. Doch Guy Sigsworth (Seal, Björk), Pascal Gabriel (New Order), Jimmy Hogarth (Beverly Knight), Patrick Leonard (Madonna, Jewel) und Daniel Lanois (U2) spielen sich niemals auf. Sie spendieren kleine Tricks und Finessen, die Edwards und ihrer Stimme zu jeder Zeit die Hauptrolle überlassen. So ist "Mind how you go" viel eher geschmackvolles Songwriting als das besserwissende Gebastel, dem Edwards einst ihre Stimme lieh. Zwar wandeln die leisen Vibrationen von "No other", die butterweiche Aufmunterung "Solitary" und das eckige "What's wrong with me" durchaus wohlbekannte Pfade entlang. Aber auch dort kann die Aussicht manchmal begeistern.

(Oliver Ding)

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Highlights

  • Stop complaining
  • Solitary
  • What's wrong with me
  • No other

Tracklist

  1. Love show
  2. Stop complaining
  3. Solitary
  4. Calling
  5. What's wrong with me
  6. No other
  7. Tell me about your day
  8. All the promises
  9. Powerful
  10. Say amen
  11. Jamaica days

Gesamtspielzeit: 41:54 min.

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(Neueste fünf Beiträge)
User Beitrag
Armin
2006-05-17 16:26:52 Uhr
SKYE - What's Wrong With Me
CDM, VÖ 26.05.2006
Morcheeba war gestern - heute ist eine wundervolle Solokünstlerin mit einer betörenden Stimme: SKYE. Mit ihrem Solo-Debüt Mind How You Go überzeugt SKYE Edwards auf ganzer Strecke, und wenn sie auch nicht exakt wie jene Band klingt, mit der sie Popgeschichte schrieb, so war es doch ihre Stimme, die den Morcheeba-Sound ausmachte. Auf Mind How You Go beweist die Britin mit den karibischen Wurzeln, dass in ihr wesentlich mehr steckt, als "nur" die Sängerin einer der immerhin stilprägendsten Band der vergangenen Dekade. Sondern eine charismatische Sängerin, die mit eigenen Texten und Songs auch eine eigene Vision zu Tönen werden lässt.

Spannung und emotionale Tiefe von What’s Wrong With Me können allemal bei den Morcheeba-Klassikern mithalten, aber der Charme und die Lichtheit von SKYEs Stimme fügt dem ganzen eine zusätzliche Komponente hinzu. Dies ist anspruchsvolle und ernst zu nehmende Popmusik von einer Sensiblität, die man nur selten zuhören bekommt. Von SKYE auf einem subtil voranfließenden Groove perfekt umgesetzt wie es eindringlicher und fragiler kaum sein könnte.

"Sie klingt ganz anders als bislang, nämlich verletzlich, warmherzig [...]. Das also ist der wahre Ton der Frau, die bei Morcheeba Verführerin und gediegene Club-Chanteuse war," so stellte der Rolling Stone(D) fest, und das WOM Magazin gerät ins Schwärmen: "Ein leises Album zwischen Pop, Lounge und Jazz, das einem ins Ohr flüstert. Nachdenklich, liebevoll, beherzt - wie ein guter Freund."
"Wunderschöne, bezaubernde Pop-Songs mit viel Herz, die den Frühling geradezu heraufbeschwören," schreibt auch Uncle Sally’s.
Nun, viel treffender kann man das Solodebüt einer so sensiblen Sängerin kaum beschreiben.

Im Mai kommt SKYE nach langer Zeit wieder nach Deutschland:
23.05.06 Berlin Postbahnhof
24.05.06 Frankurt Mouson Turm
25.05.06 Hamburg Fabrik
27.05.06 München Muffathalle
28.05.06 Köln Prime Club
Whatever
2006-03-06 15:28:42 Uhr
Ich mag die Solo-Platte sehr, hat ein wenig mehr Tiefgang als die Morcheeba-Sachen und ist zudem auch melancholischer. Und ihr Stimme ist immernoch wunderbar...
wintermute
2006-02-13 16:07:12 Uhr
die frau hat wirklich eine wunderschöne stimme. morcheeba ist ohne sie ziemlich langweilig geworden.
voyeuer
2006-02-13 15:23:24 Uhr
ich erinnere mich an ein massives nipplegate als der träger ihres tops beim rockpalast auftritt riss ,-)
musie
2006-02-13 14:06:49 Uhr
jetzt ists dann bald soweit (20.02.06) :-)
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