Hardcore Superstar - Hardcore Superstar

Hardcore Superstar- Hardcore Superstar

Gain / Cargo
VÖ: 21.04.2006

Unsere Bewertung: 4/10

Eure Ø-Bewertung: 8/10

Exit light

"A timeless master piece! With a million dollar sound like Metallica’s black album!” Oha. Wenn emsige und umsatzorientierte Promoter mit derartigen Aussagen von vermeintlichen Experten die Marketingmaschinerie ins Rollen bringen wollen, gibt es beim interessierten und genrekennenden Zuhörer schon vor den ersten Klängen zwei mögliche Erwartungshaltungen. Entweder grenzenlose Hysterie oder absolute Skepsis. Behält man sowohl die letzten Outputs von Hardcore Superstar im Hinterkopf, als auch die Tatsache, daß in Sachen Rock’n’Roll gerne mal die Klappe zu weit aufgerissen wird, kommt eigentlich nur noch eine Möglichkeit in Frage.

Und diese bestätigt sich leider auch nach mehren Hördurchgängen des neuen selbst betitelten Longplayers der Schweden. Immerhin geht es zum Auftakt schwermetalltypisch mit beinahe epochalem Intro los, bei dem man die Nebelschwaden quasi greifbar vor sich herziehen sieht. Und immerhin entpuppt sich "Kick on the upperclass" als brauchbarer Rocker. Von einem zweiten "Enter sandman" fehlt hier allerdings jegliche Spur.

Die Herrschaften Jocke Berg (Gesang), Silver (Gitarre), Martin Sandvik (Baß) und Adde (Schlagzeug) bleiben sich nämlich genauso treu wie ihren Tattoos, Kajalstiften und dem ganzen restlichen Glamrock-Schnickschnack. Konsequenz nennen es die einen, Stillstand die anderen. Sicherlich, "Bag on your head" weiß nicht nur aufgrund der dazugehörigen amüsanten Karikatur im Booklet zu gefallen, sondern vor allem durch seinen mitreißenden, nach vorne gehenden Refrain, den Backgroundgesang sowie ein famoses Gitarrensolo. Und natürlich taugen Songs wie "We don’t celebrate Sundays", "My good reputation" oder "Cry your eyes out" zum formidablen Mitwippen bei gleichzeitiger Zufuhr von Gerstensaft in rauen Mengen. Letztlich bleibt allerdings das meiste – wie schon beim unmittelbaren Vorgängeralbum "No regrets" – recht altbacken, durchgekaut und abgenutzt. Keine Spur von den Hymnen vergangener Tage. Da kann man nur noch schwarz sehen.

(Jochen Gedwien)

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Highlights

  • Kick on the upperclass
  • We don’t celebrate sundays

Tracklist

  1. Kick on the upperclass
  2. Bag on your head
  3. Last forever
  4. She's offbeat
  5. We don't celebrate sundays
  6. Hateful
  7. Wild boys
  8. My good reputation
  9. Cry your eyes out
  10. Simple man
  11. Blood on me
  12. Standin' on the verge

Gesamtspielzeit: 48:41 min.

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