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The Like - Are you thinking what I'm thinking?

The Like- Are you thinking what I'm thinking?

Geffen / Universal
VÖ: 07.04.2006

Unsere Bewertung: 5/10

Eure Ø-Bewertung: 7/10

Jenseits der Bikinilinie

Und wieder einmal ist es an der Zeit, zu erklären, warum man eine Band nur wegen der heißen Frontfrau schätzt. Man muß sich am Stammtisch rechtfertigen, warum man Konzerte besucht, CDs kauft und sich bei Media Markt zur Autogrammstunde zwischen Lavalampe und Kühlschrank postiert. So mancher kapituliert vor dieser Schmach. Hartgesottene begründen ihr Interesse mit dem flotten Spruch: "Was die singt ist doch egal. Ich will sie nur springen sehen!". Man denke an Konzertbesucher von Die Happy, Silbermond oder den Guano Apes. Auf den ersten Blick könnten auch The Like um ihre schöne Frontfrau Z Berg in das Raster der Parolen fallen. Werden sie aber nicht. Dafür ist ihre Musik um Haaresbreite zu intelligent.

Es ist vor allem der Verdienst jener Frontfrau Z Berg, weshalb vornehmlich Männer etwas genauer auf das Cover von "Are you thinking what I'm thinking" blicken werden. Und an dieser Stelle beinahe ihre Nase auf unserem blauen Hintergrund platt drücken. Sicherlich: Bassistin Charlotte Froom und Schlagzeugerin Tennessee Thomas tragen auch zu diesem Phänomen bei. Doch stehen sie deutlich im Schatten der Sängerin. Und dies nicht nur auf der Verpackung. Auch musikalisch gibt Fräulein Berg den Ton an. Eine freundliche, nette Stimme setzt die Liedchen in Pose, umspielt sie mit niedlichen Harmonien und schafft ein gewisses Grundvertrauen. Es ist das Kinderwagenprinzip: Egal was man vorfindet, es ist zum Knuddeln. So schon zu Beginn die treibende Popnummer "June Gloom". Eine Melodie zum Liebgewinnen. Ein Rhythmus zum Wackeln. Ein Lied zum Mitsingen.

So geht es weiter: Lied für Lied. Titel für Titel. The Like setzen ein weiteres Denkmal für den Südstaaten-Pop in die Welt. In Anlehnung an so viele andere Mitstreiter. "Bridge to nowhere" könnte ebenso ein neues Stück der fröhlichen Phantom Planet sein und "Under the paving stones", ein quirliges Tanzvergnügen, paßt hervorragend in die Weiten der Indiediscos, gleich neben Nada Surf. Auf kurze Sicht hat man es hier also mit einem höllischen Spaß zu tun.

Und schon klingen die Glocken. "Are you thinking what I'm thinking?" sieht im Vergleich ziemlich blaß aus. Im Gegensatz zu den Akteuren. Die sind zudem so sexy, daß man davon ausgehen könnte, ihre Musik müßte diese Attitüde ebenfalls transportieren. Die ernüchternde Antwort folgt auf dem Fuße: The Like sind zu glatt rasiert. "Are you thinking what I'm thinking" wurde gründlich entwachst und mit Sonnencreme eingeschmiert. Da bleibt nichts hängen. Und sei es auch nur der Champagner, der abperlt. Der so kribbelt im Bauchnabel. You can't have everything.

(Christian Preußer)

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Highlights

  • June Gloom
  • Under the paving stones

Tracklist

  1. June Gloom
  2. What I say and what I mean
  3. You bring me down
  4. (So I'll sit here) waiting
  5. Bridge to nowhere
  6. Once things look up
  7. Under the paving stones
  8. Too late
  9. We are lost
  10. The one
  11. Mrs. Actually
  12. Falling away
  13. Waves that never break

Gesamtspielzeit: 47:53 min.

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(Neueste fünf Beiträge)
User Beitrag
Damian
2006-04-07 01:06:06 Uhr
Avril hat ein neues Album gemacht?
Ach das ist sie garnicht .. achso.

Okay ich hab mir nur das Video gegeben, aber das ist doch eigentlich der erste Gedanke der einen durch den Kopf geht.

dfg
2006-04-05 21:11:04 Uhr
Also ich finde diese Album nicht schlecht, im
Gegensatz zu den Donnas etc. hört sich nicht jeder
Song gleich an. Ich kann es durchhören ohne was
überspringen zu müssen


Und nach Avril und Co. hört sich das erst Recht nicht an.

Wird das hier noch rezensiert?
Armin
2006-04-05 20:03:06 Uhr
Hush
Aktuelles Album "The Lifetime" - VÖ: 07.04.

THE LIKE - Hübsch aber bissfest

Mit welchem Bonus fangen wir an? Schwer in diesem Fall. So schwer, dass – Sie ahnen es – die vermeintlichen Vorzüge schnell wie Sandsäcke an den zarten Hüften hängen. Aber bitte: Was können Elizabeth Berg, Charlotte Froom und Tennessee Thomas schon dafür, dass sie allesamt äußerst ansehnlich durch diese Welt laufen dürfen? Was können die Drei von The Like außerdem dafür, dass sie Töchter aus einschlägigen Haushalten sind? Charlotte’s Vater heißt Mitchell Froom und ist vielleicht der Produzent der letzten, na sagen wir: 20 Jahre. Crowded House, Paul McCartney, Randy Newman, Los Lobos, Richard Thompson, The Corrs, Suzanne Vega... Elvis Costello nicht zu vergessen. Wie könnten wir, in diesem Zusammenhang. Denn der Vater von Tennessee (dieser Name!) hört auf den Namen Pete Thomas und ist seit 1977 als Schlagzeuger mit den Attractions bzw. Imposters hinter Mr. Costello unterwegs. Und die dritte und manchmal so schön tief Singende im hübschen Bunde? Frau Berg’s Erzeuger heißt Tony und war A&R-Mann bei Geffen Records, als dieses Attribut noch etwas bedeutete. So. Das hätten wir. Und das alles jetzt am besten schnell vergessen und einfach die Musik von The Like hören. Die werden Sie nämlich nicht so schnell vergessen. Wie ginge das auch, wenn da ein schlanker Ohrwurm wie „What I Say And What I Mean“ aus den Boxen krabbelt oder der London Calling-Gedächtnishammer „Under The Paving Stones“ in den Kopfhörern klopft. Kein Zweifel: The Like würden sich mit ihrem „bissfesten Garage-Pop-Getöse“ (so der hiesige Rolling Stone) auch ohne große Namen im Hintergrund einen Namen machen. Ihren. Und zwar ganz allein bzw. with a little help from Wendy Melvoin. Genau: Die Wendy aus Wendy & Lisa aus der legendären Prince-Band The Revolution. Schöner Zufall, dass der Meister gerade kurz vor The Like an den Start ging...
Armin
2006-01-11 20:12:28 Uhr
VÖ 31.03.
smörre
2005-11-15 00:27:05 Uhr
Album bisher erst halb gehört (legal) - sieht vom Cover schon scheiße aus, da hat man schon gar keine Lust mehr. Angemacht klingts dann nicht wirklich schlecht, aber ein Ticken bissiger hätts schon sein dürfen. Irgendwie (sorry) typischer Frauenrock wie die Launderettes, Donnas und ähnliches Geplänkel.

5/10 fürs erste
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