Hundred Reasons - Kill your own

Hundred Reasons- Kill your own

V2 / Rough Trade
VÖ: 24.03.2006

Unsere Bewertung: 7/10

Eure Ø-Bewertung: 7/10

Das Familienduell

"Wir haben hundert Leute gefragt: Nennen Sie hundert Pro- und Contra-Argumente zur Qualität der aktuellen Hundred Reasons Veröffentlichung 'Kill your own'!"

Okay zugegeben, wir haben ein bißchen geschummelt. Leider waren keine hundert Leute bis jetzt mit der Platte vertraut, und good ol' Werner Schulze-Erdel konnten wir auch nicht als Moderator gewinnen. Deswegen haben wir uns auf eine Person beschränkt, und auch die wird nicht je hundert Argumente liefern. Lieber wird das amüsante Spiel etwas verkürzt: "Wir haben eine Person gefragt: nennen Sie ein paar Pro- und Contra-Argumente. Das war's." Und hier ist die Lösung.

Als erstes fiel dem Kandidaten spontan auf, daß "Kill your own" nicht mehr über Sony BMG veröffentlicht wird. Auf die Nachfrage, warum das so ist, wußte er aber auch keine Antwort. "Sicher irgendsoeine Heuschrecke, die das entschieden hat", meinte er. Vielleicht ist da sogar etwas dran. V2 hingegen freut sicht jetzt aber ins Fäustchen. Viel offensichtlicher sind aber andere Dinge. "Hundred Reasons sind erwachsen geworden und haben ihren eigenen Sound gefunden", betont der einzige Befragte. Und das stimmt in der Tat. Emo war gestern. Kein wildes Zusammenklauen diverser Songschemata. Die Band findet ihren komplett eigenen Stil und der ist vielfältig wie selten zuvor. "Britpop mit Eiern", setzt er fort. Ja ja, diese Band kommt tatsächlich von der Insel. Zwar sind Melodien wie in "Breathe again" sehr poppig, aber britisch klingen sie trotzdem nicht. Zum Glück bei dieser momentanen Flut von da drüben. Dafür gibt es umso mehr schreiende Eier in "Broken hands", "A better way" oder auch "Live fast, die ugly".

Völlig zu Recht fallen bei unserer kurzen Befragung auch andere Bandnamen. Thrice, Cave In und nicht zuletzt die Foo Fighters. Denn in genau der Liga sind Hundred Reasons mittlerweile auch angekommen. "Kill your own" fügt sich in die Reihe der Befreiungsschläge ein, die die Genannten in den letzten Monaten ebenso vollzogen haben. Und nicht nur das. Die britischen Amis sitzen auch des Öfteren zwischen den Stühlen "Hard Rock" und "Schnulze". Da braucht man sich nur einmal "The mess" und das folgende "A better way?" nacheinander anhören, und jeder würde prompt zustimmen.

Klar, nach der ersten Begeisterung fiel der Testperson auch die ein oder andere klitzekleine Schwäche auf, aber das mußte ja auch kommen. Ewige Nörgler. Statt sich über zig schöne Melodien zu freuen, kommt er wieder an und kreidet die glatte, wenig rohe Produktion oder zu wenig Verspieltheit als Negativpunkt an. Vernachlässigen wir das aber und fragen nach der Veröffentlichung wirklich einmal hundert Leute. Die Top-Antwort wäre sicher: klasse Album.

(Christoph Schwarze)

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Highlights

  • Broken hands
  • This mess

Tracklist

  1. Broken hands
  2. Kill your own
  3. Destroy
  4. The chance
  5. The perfect gift
  6. Live fast, die ugly
  7. Feed the fire
  8. This mess
  9. A better way?
  10. No pretending
  11. Breathe again

Gesamtspielzeit: 41:44 min.

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(Neueste fünf Beiträge)
User Beitrag
Chantal
2006-05-05 17:24:32 Uhr
Hat jemand Setlist von den Hundred Reasons-Shows im Vorprogramm von Thrice?
Kayan
2006-03-24 09:47:17 Uhr
...ich denk genau das gegenteil... Mir hat das besser gefallen....
Beefy
2006-03-24 09:43:49 Uhr
Besser als "Shatterproof..." ist sie auf jeden Fall.
Pure_Massacre
2006-03-24 00:36:59 Uhr
Ich finde nicht, dass sie sich auf diesem Album groß verändert haben, aber gut....
Vielleicht sollte ich mir die Platte noch das ein oder andere mal anhören. Ne gute Band ist das allemal. Bisher finde ich "Kill your own" allerdings schwächer als die beiden Vorgänger.
Khanatist
2006-03-24 00:34:18 Uhr
Ist ja eine viel versprechende Rezension. An den Vorgänger kann ich mich nicht mal mehr erinnern, jedenfalls werden Thrice die nicht ohne Grund im Gepäck haben ;)
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