Nightmares On Wax - In a space outta sound

Nightmares On Wax- In a space outta sound

Warp / Rough Trade
VÖ: 03.03.2006

Unsere Bewertung: 6/10

Eure Ø-Bewertung: 8/10

Soundkatapult

Reden wir nicht lange rum, kommen lieber gleich zur Sache, fallen wir mit der Tür ins Haus und rücken raus mit der Sprache. Lassen uns heute nicht alles aus der Nase ziehen und greifen wir doch gleich zu Beginn in die Klischee-Schublade, grasen (sic!) einfach alle Gemeinplätze ab, die unter dem Stichwort Nightmares On Wax gelistet sind: "Relaxter Easy-Listening-Lounge-Soul-Dub-HipHop-Downbeat mit jazzigem Weltmusik-Einschlag. Bevorzugter Einsatz auf der geschulterten Beatbox während Streifzügen durch multikulturelle Großstädte Englands. Passende Frisur, Kleidung und Genußmittel empfehlenswert."

Der britische DJ George Evelyn, auch bekannt für sein goldenes Händchen bei der Benennung seiner Alben, hat glücklicherweise keine Probleme mit Schubladendenken. Die Cover seiner Alben passen nämlich wie die Faust aufs Auge: Befanden sich bei der letzten Platte "Mind elevation" Mann und Frau inmitten vegetativer Farbexplosionen, so wird uns auf dem fünften Longplayer "In a space outta sound" gezeigt, mit welcher Art von Soundmaschine man sich am besten in die Klangwelten des Meisters katapultiert. Musikalisch unterscheiden sich diese aber kaum von denen ihrer Vorgänger. Der entspannte Rhythmus ist geblieben, die vielfältigen Soundzitate wandern neben Soul und HipHop dieses Mal auch in Richtung Jazz und Ethno, Gastsänger treten auf. Kurz: alles beim Alten.

Doch hin und wieder blitzen regelrecht hypnotische Songs auf: "Flip ya lid" mit einem unglaublich fetten Baß etwa oder das sich ebenfalls sehr bedächtig aufbauende "Dawn" heben sich wohltuend von der dunklen Masse der vielen Zutaten ab. Sänger wie Robin Tylor-Firth, Chyna B oder Moses, der bereits mit Zero 7 kollaborierte, hauchen dem Ganzen tatsächlich ihre Seele ein, Klischee hin oder her. Die ein oder andere Zusammenarbeit ist dagegen nicht ganz so geglückt: Den ins Boot geholten Percussionisten wird zu viel Platz eingeräumt, so daß am Ende der Reise vorerst kein zweites Ticket gelöst wird: "Aussteigen bitte!"

(Steffen Krautzig)

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Highlights

  • Flip ya lid
  • Damn
  • You wish

Tracklist

  1. Passion
  2. The sweetest
  3. Flip ya lid
  4. Pudpots
  5. Damn
  6. You wish
  7. Deepdown
  8. Chime out
  9. Me!
  10. I am you
  11. Soul purpose
  12. African pirates

Gesamtspielzeit: 63:05 min.

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(Neueste fünf Beiträge)
User Beitrag
smörre
2006-03-03 11:37:09 Uhr
Hui, geht wieder ein bisschen trippiger zu auf dem neuen Album. Tolle Arrangements, tolle Melodien, tolles Album. Ist ab heute zu kaufen und lohnt. Echt.
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