Psychopunch - Kamikaze love reducer

Psychopunch- Kamikaze love reducer

Silverdust / Soulfood
VÖ: 20.01.2006

Unsere Bewertung: 6/10

Eure Ø-Bewertung: 6/10

Hail! Hail! Rock'n'roll!

Es gibt diese Momente, in denen jede intellektuelle Betätigung unpassend erscheint. Oder einfach unerwünscht ist. Die Stunden für die einfachen Dinge des Lebens: Tütensuppe, Dosenbier, Punkrock. Da ist es ganz egal, ob drei Akkorde, Zwölftaktschema und klassische Songstrukturen mit Strophe, Refrain und Gitarrensolo gerade im Trend liegen oder nicht. Insofern ist wohl schon was dran: Rock'n'roll will never die.

An der Pflege dieses unvergänglichen Krautes beteiligen sich seit 1999 schon Psychopunch aus Schweden. Das aktuelle Album "Kamikaze love reducer" ist schon das sechste ihrer Karriere. Die Vier wären also durchaus zur Stelle gewesen, um gemeinsam mit den Hellacopters, Gluecifer und den Backyard Babies die große Welle zu reiten. Haben sie nicht getan. Kein Major-Vertrag, keine Tour durch die mittelgroßen Hallen Europas. Stattdessen regelmäßige Veröffentlichungen auf Indielabels sowie in Clubs und auf Festivals in der Mittagshitze wundgespielte Finger. Das schafft Routine. Und bildet den Charakter.

Beides gibt es jetzt auf "Kamikaze love reducer" zu bestaunen. Da präsentiert sich eine Band, die gekonnt ein Riff nach dem anderen in die Gegend schleudert, die ganz natürlich einen wirklich fetten Sound aufbaut und die den Dreh raushat, ab und zu mal das Tempo zu variieren. Völlig genreuntypisch liegt die durchschnittliche Songlänge bei über vier Minuten. Neu ist all das ansonsten nicht. Und eigentlich nicht mal sonderlich originell gemacht. Aber es findet sich kein Ausrutscher, bei dem eine Melodie vor dem Schlußakkord zu langweilen beginnt.

Dabei beherrschen Psychopunch alle Schattierungen: Straighte Rocker wie "On the stereo" oder "Coming right through", Mitgröhlhymnen ala "Two empty hands" und Halbballaden der Marke "Where this world is dying". Am liebsten sind ihnen aber die Mischformen: straighte Balladenrocker, Halbmitgröhlrockhymnen und ähnliches. Hauptsache, es R.O.C.K.T. In Großbuchstaben.

(Rüdiger Hofmann)

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Highlights

  • On the stereo
  • Where this world is dying
  • Like a fake heart love reaction
  • The black river song

Tracklist

  1. Poison alley groove
  2. Overrated
  3. Everlasting
  4. On the stereo
  5. Where this world is dying
  6. Two empty hands
  7. Someone like you
  8. Like a fake heart love reaction
  9. Coming right through
  10. The black river song

Gesamtspielzeit: 41:43 min.

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