P.O.D. - Testify

P.O.D.- Testify

Atlantic / Warner
VÖ: 27.01.2006

Unsere Bewertung: 4/10

Eure Ø-Bewertung: 7/10

Hohes Gericht

"P.O.D. gehen in den Zeugenstand" - mit diesem Satz werden die zigfach-Platin-Jünger nach einer Auszeit wieder zurück zu ihren Warriors geschickt. Doch was um alles in der Welt wollen die im Zeugenstand? Von was sind sie Zeugen geworden? Vom "spektakulären" Wechsel im Line-Up, von dem eigentlich keiner wirklich etwas mitbekommen hat? Oder meint das "Zeugen", die überzeugten Christen seien zu den Zeugen Jehovas konvertiert? Nicht doch!

Aber vielmehr gehören sie doch auf die Anklagebank. Es kann doch nicht sein, daß eine Band mit Ruhm, Ehre und vor allem massig Geld überschüttet wird, die dermaßen unnütze und peinliche "Boom" und "Youth of the nation" Tanzflächen-Burner verbockt hat. Außerdem läßt sich dort auch besser die gewollte Bekenntnis ablegen: "Hiermit bekennen wir uns im Sinne der Anklage für schuldig, schon wieder ein Album nach dem gleichen Schema produziert zu haben. Ja, wir wollen mit aller Macht in die Charts und geben auch zu, einzelne Songs extra für Jamba und Zed geschrieben zu haben. Zum Teufel mit dem Crazy Frog!" Na na na, solch Worte von einer Band, die einzig positive Werte verkauft. Jaja, "Verkauf" wäre auch ein schöner Titel gewesen.

"Roots in stereo" sind mit Sicherheit nicht die wahren Wurzeln von P.O.D., sondern einfach ein weiterer Rap-Rock-Song, in dem schon wieder das Unwort "Boom" vorkommt. Das geht ja gut los, aber zieht bestimmt. Gut verkaufen tut sich auch die Single "Goodbye for now". Und das, man höre und staune, nicht nur auf wirtschaftlicher Linie. Schöne Melodie, schöne Gesangslinien und dann diese ungebrochene Hoffnung, daß in der Zukunft doch alles noch gut wird. Ach ja, wer genau hinhört, der hört Sonny sogar für ein paar Sekunden schreien. Das war sie dann auch schon, die Überraschung des Albums. Der Rest plätschert so dahin in gewohnter Manier. Dabei immer schön catchy bleiben und etwas aggressivere Ausrutscher, wie "Sounds like war" oder "Teachers", postwendend in den folgenden Songs mit bittersüßem Frauenrefrain oder sanften Reggaetönen von Matis Yahu wieder gut machen.

Stellt sich nur die Frage, wo P.O.D. seit nunmehr 14 Jahren immer diese positiven Botschaften und diese Hoffnung hernehmen. Wenn selbst in Songs über jugendliche Selbstmorde wie "Let you down", diese Du-kannst-alles-schaffen-Propaganda erklingt. Der Glaube kann es nicht sein, angeblich waren ja die Kids auch Christen. Offene Fragen ohne Ende. Und was erzählen die nun da, im Zeugenstand? Will's jemand wissen? Wir nicht.

(Christoph Schwarze)

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Highlights

  • Goodbye for now
  • Strength of my life

Tracklist

  1. Roots in stereo
  2. Lights out
  3. If you could see me now
  4. Goodbye for now
  5. Sounds like war
  6. On the grind
  7. This time
  8. Mistakes & glories
  9. Let you down
  10. Teachers
  11. Strength of my life
  12. Say hello
  13. Mark my words

Gesamtspielzeit: 50:19 min.

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(Neueste fünf Beiträge)
User Beitrag
Armin
2006-10-20 12:50:45 Uhr

P.O.D. - Going To Blind
CDM, 17.11.2006
Mit mehr als 7 Millionen verkauften Tonträgern wurden P.O.D. (kompletter Name: Playable On Death) aus San Diego zu einer der Speerspitzen großangelegten Mainstream-Rocks. Die eingefleischten Hardrocker erstürmten in den späten Neunzigern mit ihrer unerreichten Mischung aus positiven Texten, scharfem Metal und deutlichen Einflüssen aus Funk, Rap, Tribal Music und Reggae die Charts. Die Singles "Alive", "Youth Of The Nation und "Satellite" aus dem gleichnamigen Erfolgsalbum verschafften P.O.D. den großen Sprung nach oben.

Fast 15 Jahre Rockgeschichte feiern P.O.D., die seit 1992 weltweit mehr als verkauft hat, nun mit dem Album Greastest Hits. Das Album konzentriert sich auf die vier Alben, welche zwischen 1999 und 2006, in der Zeit bei Atlantic Records, erschienen und enthält außerdem zwei brandneue Tracks. Die Single-Auskopplung heißt Going In Blind und wurde exklusiv für das Album aufgenommen.

Die Geschichte zu Going In Blind ist berührend und tragisch zugleich. Inspiriert durch einen tragischen Tod und die Kraft einer Mutter, die ihren Sohn an ein Verbrechen verliert, schreiben Sonny (Vocals), Truby (Gitarre, Vocals), Wuv (Drums, Vocals) und Traa (Bass, Vocals) einen Song über Glauben, Vertrauen, Stärke und Liebe in altbewährter P.O.D. Manier. Mit Here We Go wird Greatest Hits zudem einen weiteren bisher ungehörten Song enthölten. Er entstand zu Testify-Zeiten, blieb jedoch unveröffentlicht - bis jetzt.

Super
2006-02-27 13:07:50 Uhr
super super super
geil
2006-02-27 13:07:30 Uhr
geil geil geil
chregi
2006-02-07 23:31:43 Uhr
versteh nicht wie man "goodbye for now" und "strength of my life" als Highlights bezeichnen kann. Klar sind es gute Songs, aber ich finde es gäbe da einige andere Highlights wie Mistakes & Glories, If you could see me now oder Mark my Words.. naja.. hab sowieso das Gefühl dass sich niemand mehr getraut "Nu-Metal" Bands gute Bewertungen zu geben. Meiner Ansicht nach ist es mindestens so gut wie Satellite auch wenn man diese Alben irgendwie nicht vergleichen kann.

Wie auch immer: ICH kann das Album nur empfehlen.
FirEprOOf
2006-02-07 14:15:26 Uhr
"Testify" ist ein absolutes Hammeralbum !!!

Votet P.O.D. in die German MTV TRL Top 10 Most Wanted Videos !!!
P.O.D. ist Nr. 59 !!!
Pro Stunde kann man einmal voten !!

http://www.mtv.de/trl/videos.php
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