Blacklisted - The beat goes on

Blacklisted- The beat goes on

Reflections / Cargo
VÖ: 20.01.2006

Unsere Bewertung: 7/10

Eure Ø-Bewertung: 8/10

Unkaputtbar

Wenn einer seinen Schweinehund gassi führt, dann kommt da sowas wie "The beat goes on" bei rum. Nochmal von vorn: Blacklisted sind ein noch relativ unbeschriebenes Blatt Papier. Aber jetzt mal aufgehorcht. Du magst American Nightmare (Give Up The Ghost) und The Hope Conspiracy? Prima. Tun wir auch. Jetzt voll im Ernst, eine Platte wie diese ist genau richtig für Dich. Was sich bereits bei der im letzten Jahr ziemlich untergegangenen Zusammenstellung älteren Materials, "We're unstoppable" hieß die, andeutete, wird hiermit ziemlich bestätigt.

Philadelphia muß ein heißes Pflaster sein. Und mit Blacklisted hat die Szene ein paar neue Lieblinge, die erkannt haben, daß die simpelsten Riffs immer noch die tollsten sind. So lange sie nur so derbe nach vorne holzen wie hier. So lange Straßenköter George Hirsch so herrlich drüberkeift wie in "Tourist", "Wolves at my door", "Do you feel", und so weiter und so weiter. So lange müssen Blacklisted die Lunte noch warmhalten. Tun sie auch. Dabei ist "The beat goes on" fast schon ein bißchen mehr als die Summe der einzelnen Teile. Klar, Oldschool-Holz, Hardcore-Shouts und Haareschütteln sind zwar wenig originell, aber für sich alleine genommen schon sehr, sehr fett inszeniert. Exemplarisch: der wirklich ultrafiese Moshpart am Ende von "How quickly we forget (Again)". Gewaltig!

Nein, ins obere Drittel katapultiert "The beat goes on" Hirschs unglaublich perverses Organ, das wie eine Kreuzung aus Wes Eishold (American Nightmare / Give Up The Ghost) und Matt Caughthran (The Bronx) klingt. Und von sehr persönlichen Negativ-Erlebnissen zu berichten weiß. Ja, negative. Was sonst? Und das ist es dann auch: Hier wird nicht geflennt, den Kopf in den Sand gesteckt oder Mädchenmusik gemacht. Sondern mit einer Authenität, die man zuletzt vielleicht auf Modern-Life-Is-War-Platten serviert bekam, die Fäuste geballt und die Wutz geschlachtet. Jetzt erst recht, Du Welt! Aggression, so subtil wie ein Vorschlaghammer. Und das ist auch gut so! Könnten groß werden.

(Sven Cadario)

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Highlights

  • Tourist
  • Wolves at my door
  • How quickly we forget

Tracklist

  1. Tourist
  2. Wolves at my door
  3. Bruising serenade
  4. I refuse
  5. Life moves on
  6. What's wrong with George
  7. Old friend
  8. Brightest son
  9. How quickly we forget (Again)
  10. Do you feel?
  11. Coming clean
  12. Good grief
  13. Mother Theresa

Gesamtspielzeit: 23:36 min.

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