Pushtwangers - We are the Pushtwangers and you are not

Pushtwangers- We are the Pushtwangers and you are not

Kooljunk / Soulfood
VÖ: 21.11.2005

Unsere Bewertung: 8/10

Eure Ø-Bewertung: 6/10

Ätsch!

"We're the Pushtwangers and you are not". Diesen Titel, vor allem aber den Bandnamen muß man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: Kurz und prägnant erzeugt die Kombination aus Push und Twang einen Sound im Kopf, während die damit verbundene Ansage auf gesundes Selbstbewußtsein schließen läßt. Schon vor dem ersten Abspielen erzeugt diese Platte eine Erwartungshaltung, mit der eine junge Band ganz naßforsch baden gehen kann. Um es gleich vorweg zu nehmen: Mit solchen Problemen müssen sich die Pushtwangers nicht aufhalten.

Mal wieder unterstreichen hier fünf Schweden die herausragende Stellung ihrer kleinen Szene in der Dreckrock-Champions-League. Meilenweit entfernt von den Gluecifers, Hellacopters' und Backyard Babies' dieser Welt zünden die Pushtwangers ein Feuerwerk, das jeden Raum sofort in einen 60er-Jahre Beatclub verwandelt. Schnelle Gitarre mit viel Twang (aha!), eine Orgel irgendwo zwischen den Animals, Iron Butterfly und den Inspiral Carpets und eine effektive Rhythmusfraktion pushen (oho!) einen Sänger nach vorne, der mutmaßlich keinen Whiskey unangetastet stehen läßt.

"We are the Pushtwangers and you are not" dokumentiert das Ergebnis einer nur zweitägigen Studiosession im januarkalten Stockholm. Drinnen hingegen mußt es heiß hergegangen sein. Vor dem geistigen Auge erscheint ein mit Teppichen und Wandbehängen gemütlich gemachter Raum, den eine wild zuckende Lichtorgel in warmes Licht taucht. Die obligatorische Discokugel fehlt genausowenig wie die kleine Schar in Jeans und Leder gekleideter Menschen, die es einfach nicht schaffen, still zu stehen. "It's more or less a live album. But made in a studio. If you know what I mean." Oh ja, wir wissen es ganz genau.

Des weiteren berichtet das Backcover: "And nobody played any strings or horns thank God". Dem rauhen Charme dieser wilden Tanzveranstaltung hätten solche süßlichen Noten sicher auch nicht gut getan. Die im Sound verbliebenen Lücken sind keine Löcher, die es durch unbedachten Einsatz irgendwelcher Tonquellen zu stopfen gilt. Es sind Belüftungskanäle, die es erst möglich machen, daß die Pushtwangers dem Zuhörer derartig frischen Wind um die Ohren blasen. Ohne dieses Frischluftsystem würde hier einiges feucht und muffig riechen. So aber gibt es heißen Push und trockenen Twang. Shake yer booty!

(Rüdiger Hofmann)

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Highlights

  • 3rd season
  • Bad bad girls
  • Doin' time
  • C.O.M.A.

Tracklist

  1. Boyfriend
  2. 3rd season
  3. Bad bad girls
  4. My father's name was dad
  5. I'm a man
  6. Doin' time
  7. C.O.M.A.
  8. Naked in my car
  9. Seven-five-O
  10. She's blind but I don't mind
  11. Ticket to paradise
  12. Speech held at the American Space Club
  13. We are the Pushtwangers - and you are not! (live)

Gesamtspielzeit: 35:33 min.

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