Louis XIV - The best little secrets are kept

Louis XIV- The best little secrets are kept

Atlantic / Inkubator / Soulfood
VÖ: 18.11.2005

Unsere Bewertung: 6/10

Eure Ø-Bewertung: 7/10

Schlüpfer

Als Ludwig XIV. im Jahr 1643 den französischen Königsthron von seinem Vater erbte, war er noch keine fünf Jahre alt. Aber das hielt ihn natürlich trotzdem nicht davon ab, den prunkvollsten Palast jenseits unserer Vorstellungskraft zu bauen, nebenbei halb Europa einzustampfen und alles in allem der König mit dem größten Vogel der Weltgeschichte zu werden. Was denkt sich also eine Bande San Diegoites (-ins? -ans?) mit der zusammenaddierten geistigen Reife von auch nicht ganz fünf Jahren? Das ist unser Mann. Sie spielen königlichen Glam-Rock, malen sich hübsch bunt an und sind für Dehnübungen jedweder Art zu haben. Sie sind Louis XIV, und natürlich mußte die Sache funktionieren.

Vorne weg ein pompöses Streicherintro, dann die ersten Worte: "Well, I'm a weapon of mass destruction / Got no apologies for a hyper concussion." Was da singt, ist der Penis von Jason Hill. Einer dieser beiden ist der Kopf von Louis XIV. Er wird flankiert von einer ziemlich frechen T.-Rex-Cover-Band, kurz angebundenen Gitarren mit viel zu hohem Blutdruck und den schlimmsten Schürzenjägern, die dieses Jahr eine Rockplatte aufgenommen haben. "I know I ain't correct / But politics are so much better when they're sex." Und so weiter und so fort. Du kannst froh sein, daß nach dem schwitzigen, schwerenötigen Auftakt dann auch mal was Spielerisches kommt. "A letter to Dominique" macht sich locker und tupft Dir das Testosteron von der Stirn. Aber auch das geschieht natürlich nicht ohne Hintergedanken.

Es läßt sich also ganz prima Spaß haben mit dieser Platte, ungefähr eine Nacht lang. Am nächsten Morgen, wenn dann das schlechte Gewissen und der Kater da sind, möchte man aber nicht auch noch mit ihr frühstücken müssen. Weil das eben doch etwas zu einfach gestrickt ist, die Songs eins bis acht achtmal das gleiche in verschiedenen Stellungen durchnudeln und Louis XIV ein bißchen zu spät einfällt, daß sie ja eigentlich auch anders können. "All the little pieces" ist eine erwähnenswert unschlüpfrige Ballade, mit Luxus-Streichern aufgepäppelt. Und "Ball of twine" ein ziemlich abgekochter Anschleicher, der es sogar schafft, den Höhepunkt bis übers Plattenende hinauszuzögern. Da kommt noch was bei Louis XIV.

(Daniel Gerhardt)

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Highlights

  • Louis XIV
  • Paper doll
  • A letter to Dominique
  • All the little pieces

Tracklist

  1. Louis XIV
  2. Finding out that true love is blind
  3. Paper doll
  4. God killed the Queen
  5. A letter to Dominique
  6. Illegal tender
  7. Pledge of allegiance
  8. Hey teacher
  9. All the little pieces
  10. Ball of twine

Gesamtspielzeit: 37:50 min.

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(Neueste fünf Beiträge)
User Beitrag
simmerl
2009-04-25 16:54:46 Uhr
das cover is fantastisch :)
kelle
2006-10-25 16:52:22 Uhr
pünktlich zur adventszeit kommen sie auf deutschlandtour:

12.12.2006: Frankfurt - Batschkapp

13.12.2006: Stuttgart - Röhre

14.12.2006: Köln - Alter Wartesaal

15.12.2006: Hannover - Musikzentrum

17.12.2006: Hamburg - Grünspan
Judith
2006-03-11 13:26:09 Uhr
Louis xiv sind einfach nur genial
hab sie live in dortmund gesehen und bin seitdem ein Riesenfan
kann dieses Album guten Gewissens weiteremphelen
absolut genial ehrlich
asfhbgnsbhgfnsngfs
2006-02-24 20:01:53 Uhr
fgvasdgfdahbfdb
Euro
2006-02-24 19:29:26 Uhr
Danke nochmals!
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