Vic DuMonte's Persona Non Grata - Persona non grata

Vic DuMonte's Persona Non Grata- Persona non grata

Duna / Cargo
VÖ: 14.10.2005

Unsere Bewertung: 4/10

Eure Ø-Bewertung: 6/10

Wir müssen draußen bleiben

"Persona non grata" - unerwünschte Person. Vic DuMonte trägt das Schild des vermeindlich Ausgestoßenen stolz und etwas zu plakativ auf der Brust vor sich her. Früher unter seinem bürgerlichen Namen Chris Cockrell bei Kyuss am Baß aktiv, hat DuMonte in den vergangenen Jahren in Chicago gelebt, die Wüste weit hinter sich gelassen und schließlich für diese Platte mit Alfredo Hernandez wieder einen alten Weggefährten ins Boot geholt. Zumindest was die Kyuss-Abstammung angeht wird DuMonte seiner Außenseiterrolle mehr als gerecht. "Persona non grata" hat mit den trocken-heißen Staubsounds seiner ehemaligen Kollegen wirklich gar nichts mehr zu tun.

"Persona non grata" ist eine durch und durch urbane Platte geworden. Chicago hat das musikalische Schaffen des Ex-Bassisten nachhaltig geprägt. Zwar werden durchaus ländliche Stile wie Country, Blues und sogar leichte Anflüge von Tex-Mex-Americana kurzerhand in die schweißtreibenden Songs eingewoben, doch liegt über allem der deutlich zu riechende Schmierfilm, den eine durchzechte Nacht in einem siffigen Großstadtclub auf den Klamotten hinterläßt. Insgesamt wird hier also eine Mischung aufgefahren, mit der ein rocksozialisierter Musikhörer durchaus etwas anfangen kann.

Allein, es fehlt "Persona non grata" das gewisse Etwas, das aus einem anfänglichen wohlwollenden Kopfnicken beim nächsten Hören aufkeimende Begeisterung werden läßt. Für sich genommen ist nahezu jeder Song tauglich, mit einer Mischung aus Blues, Punk, Surforgel, Harmonika, Country und treibendem Beat eine Meute auf einer kleinen, stickigen Tanzfläche rhythmisch vor sich hinstolpern zu lassen. Als Sammlung gehört geht dem ganzen der nötigen Spannungsbogen ab. Man gewinnt den Eindruck, daß hier das immer gleiche Rezept im Dutzend variiert wurde. Nach drei Songs wäre eine wirklich andere Idee mehr als willkommen. Vic DuMontes eher eindimensionalen Fähigkeiten als Sänger tun ihr übriges. Ein klassischer Rohrkrepierer.

(Rüdiger Hofmann)

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Highlights

  • Hidden in plain sight
  • Dark year

Tracklist

  1. Hidden in plain sight
  2. High on the sly
  3. Strays
  4. Senators
  5. Yankee dollar
  6. White heat
  7. House of cards
  8. 1-2 the other
  9. Springtime in Berlin
  10. Crystal missile
  11. But a dream
  12. Dark year

Gesamtspielzeit: 37:07 min.

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(Neueste fünf Beiträge)
User Beitrag
floro
2005-11-17 11:57:49 Uhr
hab das album geschenkt bekommen, weil der schenker wusste, dass mir kyuss und co. sehr gefallen. aber das? klingt wie wenn du an einem x-beliebigen straßenmusiker vorbeigehst. wird wohl vorwiegend als staubfänger agieren, das album.
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