Colourful Grey - Songs for solitary soccer stars

Colourful Grey- Songs for solitary soccer stars

Lockjaw / Supermusic
VÖ: 21.10.2005

Unsere Bewertung: 6/10

Eure Ø-Bewertung: 8/10

Freischwimmen

Setz' Dich, nimm Dir 'n Bier! Es war nur eine Frage der Zeit, bis andere Hopefuls die Korken knallen lassen. Nach - um hier mal immer wieder lustiges Namedropping zu betreiben - beispielsweise One Man And His Droid und Soulmate sind Colourful Grey auch so eine Band, die Fesseln ablegt. Irgendwie Emorock, ja. Ansonsten legt man mit "Songs for solitary soccer stars" eine Platte vor, die dezente Ausrufezeichen setzt. Das liegt nicht mal unbedingt an dem gewissen Robert-Smith-Einschlag in der Stimme, sondern auch an der Emanzipation, die sich im Sound von Colourful Grey widerspiegelt.

Sie wollen wer sein, und sie spielen Rocksongs von und für Rockertypen. Wie "Autumn rites". Den Synthesizer immer in Griffnähe. Kein Vollgas, keine Plattitüden. Dafür trotz Harmonie immer so ein klein bißchen Feuer unterm Popo. Also doch Postcore, irgendwie, oder nicht? Ist ja auch Wurst. Wichtig ist nur, daß was bei rum kommt, am Ende. Und das tut es.

Die Dramatik zum Schluß von "Boulder dash", der Drive des Openers, der auch alles andere als unfein in Szene gesetzt ist. So ein bißchen auf Verzweiflung getrimmt, kommt der trotzdem ohne nerviges Rumgeflenne aus. Schön auch "To end all songs", das mit Computerbeats beginnt, und sich zur kleinen Hymne steigert. Wieder viele Grüße an The Cure. Also alles Robert, ähm, Roger da oben im Hessenlande, so ziemlich.

Kurzum: "Songs for solitary soccer stars" ist schon eine der intelligenteren Geschichten, die einem in diesem Umfeld neulich geflüstert wurden. Wenn auch noch nicht sensationell, eher provinziell, aber an der Schwelle zu professionell. Wie eingangs schon erwähnt: Die verklemmten Emojungens von damals schwimmen sich frei: reloaded. Hoffentlich nimmt einem niemand solch ein Statement übel. Das ist nämlich durchaus als Kompliment zu verstehen. Echt. Ach übrigens, die Rechnung geht aufs Haus.

(Sven Cadario)

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Highlights

  • The spirit of green
  • To end all songs

Tracklist

  1. The spirit of green
  2. This world
  3. Autumn rites
  4. Boulder dash
  5. Decision to stay
  6. Till death do us part
  7. Feel your words
  8. A long time short
  9. Caroline
  10. Stars on the ceiling
  11. To end all songs

Gesamtspielzeit: 42:02 min.

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(Neueste fünf Beiträge)
User Beitrag
oliver
2007-05-30 14:19:40 Uhr
Habe sie als Vorgruppe von appleseed cast in fulda gesehen. waren ganz ordentlich.
Christian
2007-05-30 11:03:18 Uhr
Traurig. Die nächste tolle Band aus Frankfurt geht in die Annalen ein.

COLOURFUL GREY lösen sich auf!

Nach über Zehn Jahren Bandbestehen und geschätzten 200 Konzerten werden sich COLOURFUL GREY gegen Ende des Jahres auflösen. Die Entscheidung mag überraschend erscheinen, sie ist jedoch eine reiflich überlegte.
Unser wunderbarer Bassist Dimi „Mr. Jimmy\" Conidas teilte uns schweren Herzens mit, dass er die Band aufgrund eines zu geringen Zeitbudgets leider aufgeben müsse, um nicht Gefahr zu laufen, halbe Sachen zu machen. Dazu muss man wissen, dass Dimi ein eigenes Studio betreibt, in einer weiteren Band den Posten des Sängers und Gitarristen innehat und zwischendurch als Friseur seine Brötchen verdient. Der Versuch, dies alles mit dem Bassspielen bei COLOURFUL GREY unter einen Hut zu kriegen scheiterte leider auf Dauer, so dass er sich entschloss, die Band zu verlassen. Das geschah zwar nun eher plötzlich, war aber bei genauerem Hinsehen fast absehbar.
Nun sahen wir uns wieder mit der gleichen Situation konfrontiert, in der wir uns bereits Anfang 2006 befunden hatten: Kein Bassist und kein (dauerhafter) Ersatz in Sicht. Allerdings mit einer riesigen Lücke, die ein guter Bassist und noch besserer Backgroundsänger hinterlassen hatte. Die Messlatte für einen etwaigen Nachfolger war hoch gewandert, denn Abstriche will man nun wirklich nicht mehr machen.
Das ist somit bestimmt auch einer der Gründe, warum wir uns nun nicht mehr auf die Suche nach einem neuen Mann am Bass machen wollen. Eine mühevolle Suche, endloses Einarbeiten und die Schwierigkeit, wieder einen neuen Charakter in ein bestehendes Gefüge einzugliedern. Diese Hürde wollen wir nicht mehr nehmen. Die Entscheidung war keineswegs einstimmig und wird in dieser Form auch nicht uneingeschränkt von allen Bandmitgliedern mitgetragen, aber ich muss sagen, dass vor allem mir (Philipp) einfach die Kraft fehlt noch einmal drei Schritte zurückzugehen, um dann irgendwann (vielleicht!) vier nach vorne machen zu können.

Es ist Zeit für Veränderungen und 2007 ist das Jahr dafür! Wir werden nicht tatenlos zusehen wie sich die Musiklandschaft ohne uns verändert, wir werden mittendrin sein! Mit neuen Ideen, neuen Projekten und neuen Gesichtern.
Und wir gehen nicht ohne die Party des Jahres veranstaltet zu haben! Vermutlich Ende September steigt im Frankfurter Sinkkasten das letzte COLOURFUL GREY Konzert (vor der Reunion 2050) aller Zeiten mit allen unseren Freunden, neuen, alten und uralten Songs, einer Abschieds-CD mit den letzten Aufnahmen und dem Big-Sell-Out des Merchandise!
Putz euch raus, schmeißt euch in Schale, erzählt es euren Freunden und seid dabei,
sonst verpasst ihr die Sause, von denen ihr noch euren Enkeln erzählen könnt!
Armin
2006-01-04 19:47:40 Uhr
COLOURFUL GREY
28.01. Kelkheim – Jazzclub
03.02. Flensburg – Volksbad
Chrissi
2005-10-10 16:30:56 Uhr
Nicht so streng:
Die Musik hat einen Charme, den man nicht so mir-nichts-dir-nichts von der Hand weisen kann.
Lasst euch mal drauf ein.
Ist kein Haus, aber ein solides Fenster.
Armin
2005-10-05 22:57:10 Uhr
COLOURFUL GREY „Songs For Solitary Soccer Stars”, Vö 24.10.
(Album/Bereiche Presse, Online, Radio)

Nach zwei EPs und ihrem Debüt-Album (2003) präsentieren die Frankfurter Colourful Grey eindrucksvoll auf dem zweiten Longplayer ihren melancholischen und temporeichen Indie-Rock. Nachdem das Album bereits sehr erfolgreich in England via Lockjaw Records erschienen ist, kommt nun auch die Heimatbasis in den Genuss des neuen Werkes.
www.colurfulgrey.de



*hype*
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