Lagwagon - Resolve

Lagwagon- Resolve

Fat Wreck / SPV
VÖ: 28.10.2005

Unsere Bewertung: 6/10

Eure Ø-Bewertung: 8/10

Abschied

"Resolve". Wenn man ein Album mit einem derart simplen, aber doch so aussagekräftigen, bedeutungsschwangeren und endgültigen Titel versieht, wirft das folgerichtig und naturgemäß Fragen auf, die zunächst mit der eigentlich Musik wenig bis gar nichts zu tun haben. Beschließen, auflösen und zerstreuen bieten sich als Übersetzungsmöglichkeiten für die Vokabel "resolve" an. Lagwagon lösen sich auf? Ist "Resolve" gar die Abschiedsvorstellung des kalifornischen Punkrockurgesteins? Der Vorhang des anderthalb Jahrzehnte währenden Fat-Wreck-Märchens fällt endgültig?

Hoffen will das natürlich niemand, wenngleich vermutlich auch – so objektiv und ehrlich sollte man dann doch sein – nur noch die wenigsten Fans sich vor Aufregung und Vorfreude auf ein neues Machwerk von Lagwagon die Beinkleider benässen dürften. Grob geschätzten dreihundertsiebenundachtzig Veröffentlichungen und einem sich im Laufe der Jahre nur marginal über die Genre- und bandeigenen Soundgrenzen hinweg bewegender Stil sei Dank.

Die zwölf neuen Songs des Quintetts um Sänger, Songwriter und Hans Dampf in allen Gassen, Joey Cape, beschließen ein Kapitel, das offiziell eigentlich schon Mitte/Ende der neunziger Jahre abgeschlossen war, als Lagwagon-Gründungsmitglied Derrick Plourde seinen Hocker hinter dem Schlagzeug räumte, die Band verließ und sich anderen Projekten (z.B. Mad Caddies, The Ataris, Bad Astronaut) widmete. Bis zu seinem Selbstmord am 30. März 2005. "This entire record is dedicated in loving memory to someone who’s life could not begin to be described in just one record. We will always pay tribute to him. We miss you Derrick.”

So ist es also kein Zufall, daß Lagwagon sich mit Songs wie "Heartbreaking music", "Runs in the family", "Rager" und "Creepy", die allesamt der knackig-kompakten Anderthalb- bis Zweiminutenklasse angehören, in Erinnerung an gemeinsame Anfangsjahre suhlen. Furios, rasend schnell und melodiös, mit Breaks, Tempowechseln und allem Pipapo, der Lagwagon bekannt und beliebt gemacht hat. Von Juxnummern der Marke "Beer goggles" oder "Mr. Coffee" fehlt jedoch verständlicherweise jede Spur. Zum Lachen ist keinem so richtig zumute. Höchstens gequält, wie das Booklet beweist.

Nachdenklichkeit, Trauer und Melancholie bestimmen das Gesamtbild eines Albums, das mit Vokabeln wie "cry", "goodbye", "leave", "heart", "friend", "feel", "tragedy" oder "hope" keineswegs geizt und nicht nur durch Titel wie "Sad astronaut" hin und wieder an das eher ruhig und akustisch orientierte Plourde/Cape-Projekt Bad Astronaut erinnert. "Goodbye old friend."

(Jochen Gedwien)

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Highlights

  • Heartbreaking music
  • The contortionist
  • Sad astronaut

Tracklist

  1. Heartbreaking music
  2. Automatic
  3. Resolve
  4. Virus
  5. Runs in the family
  6. The contortionist
  7. Sad astronaut
  8. Rager
  9. The worst
  10. Creepy
  11. Infectious
  12. Days of new
  13. Hidden track

Gesamtspielzeit: 39:43 min.

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(Neueste fünf Beiträge)
User Beitrag
Obrac
2008-05-15 18:48:54 Uhr
Kewl ;)
sonic the hedgehog
2008-05-15 17:53:53 Uhr
Yeah! War s noch!
sonic the hedgehog
2008-05-14 19:43:55 Uhr
Danke! Wird erledigt, falls das Teil noch verfügbar ist.
Obrac
2008-05-14 19:35:07 Uhr
Zugreifen. Eines der besten NOFX-Alben, wenn nicht das beste.
sonic the hedgehog
2008-05-14 19:27:37 Uhr
Nebenbei, ist nicht auch die "So long and thanks for the shoes" von NoFX bei dir beliebt? ;)
Wie steht es um die? die wäre nämlich auch arschbillig hier
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