Bullet For My Valentine - The poison

Bullet For My Valentine- The poison

Gun / BMG
VÖ: 30.09.2005

Unsere Bewertung: 4/10

Eure Ø-Bewertung: 8/10

Teufels Küche

Irgendwer hat Haareschütteln in den letzten Jahren wieder salonfähig gemacht. Das muß einfach irgendwann klammheimlich passiert sein. Wie sind Bullet For My Valentine denn sonst zu erklären? Oder die Tatsache, daß die größeren Labels auf sowas steil gehen? Hm, hm.

Klar ist "The poison" die Hochglanzvariante von Atreyu oder Shadows Fall. Also eigentlich, sagen wir mal, Emo-Metal, oder? Dickes Intro (featuring Apocalyptica), dicker Sound. Laute Gitarren, Gebrüll, und zumindest die Strophe wird natürlich immer schön gesäuselt. Merkste was? Das, was früher mal eine extreme Ausdrucksform war, wird bei Bullet For My Valentine auf eine Formel reduziert, gestriegelt und ausgehfein gemacht. Eigentlich sollte man sie dafür direkt lynchen. Die Linkin Park des Metalcore? Hey, überhaupt: Bullet For My Valentine. Der Name, Mann! Got it?

So schlimm ist's dann aber doch nicht. Denn immerhin: Die Riffs sitzen meistens, und die Soli sind ja auch ganz fein. Das geht dann in "Her voice resides" und "4 words (to choke upon) ganz gut."Hit the floor" klingt trotzdem zu berechnet, um dramatisch zu sein, "All these things I hate" ist ein derbe lahmes Alterna-Metal-Ding mit Wegpenn-Garantie. Der Titeltrack geht auch in Ordnung, ansonsten singen die Herren aus Wales ganz süße Lala-Melodien und machen weiter auf Baukastenmetal. Doublebass, einfach lahm.

Wenn dann in "The end" übertheatralischst auf die Tränendrüsen gedrückt wird, will man denen am liebsten in den Popo treten. "Schrei, Du Sau!" brüllen. Haha, tun sie dann auch. Remember? Die Formel. Jawoll! Jungens und Mädeken, das ist Metalcore. Oder das, was aus ihm geworden ist. Ach, was, halb so wild. Und das triffts dann wohl auch am allerallerbesten. Halb so wild.

(Sven Cadario)

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Highlights

  • 4 words (to choke upon)

Tracklist

  1. Intro
  2. Her voice resides
  3. 4 words (to choke upon)
  4. Tears don't fall
  5. Suffocating under words of sorrow (What can I do)
  6. Hit the floor
  7. All these things I hate (revolve around me)
  8. Hand of blood
  9. Room 409
  10. The poison
  11. 10 years today
  12. Cries in vain
  13. The end

Gesamtspielzeit: 53:01 min.

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(Neueste fünf Beiträge)
User Beitrag
Tjajaja
2014-09-26 23:51:50 Uhr
Mädelcore, nich? Das trifft es bei The Poison wohl am besten.
Mr. Serious
2007-03-12 21:16:46 Uhr
Finde es sehr komisch, das Tears don´t fall in der Rezension zu The Poison mit keinem einzigen Wort erwähnt, geschweige denn in den Highlights beachtet wird. Denn gerade dieses Lied (abgesehn jetzt mal vom Geschmack und jeglicher Subjektivität) hat doch wohl am meisten Substanz, Riffvielfalt und Stimmungswechse, als der Großteil des restlichen Albums. Von "Baukastenmetal" kann da doch wohl in keiner Hinsicht die Rede sein. Da hat eher das favorisierte 4 Words das altgehasste "ABABCB-Schema". Irgendwie passt der Tenor der Rezension nicht so wirklich zum gewählten Höhepunkt des Albums...
Jaja...
2006-11-12 16:07:08 Uhr
Am besten find ich in solchen Fällen immer, wenn solche Bands z.B. beim Hellfest oder sonstwo auftreten, wo sie dann auf Bands des Kalibers Converge oder Bane treffen... und die dementsprechenden Zielgruppen eben auch.

Ich bin zwar auch kein Freund von "das sind Poser, wir sind so Hardcore"-Gebuffe, aber es ist schon "faszinierend", wenn die kleinen Poser und ihre Fans mit "echter" Härte konfrontiert werden.
Gab's da nicht auch mal ein Video, wo der Dillinger Fluchtplan irgendwie kurz nach BFMV spielt, man noch dementsprechend viele Kids mit deren TShirts vorne sieht, bis dann "Sugar Coated Sour" und die zugehörige "Reaktion" der DEP-Anhänger eben jenen Kids einen, äh, "Kulturschock" verpasst? :)
Youtube findet nichts.
Khanatist
2006-11-12 15:56:50 Uhr
Darf ich dich mit dem Tokio-Hotel-Thread bekanntmachen?

Gestern schließlich ein demütigender Moment für den Khanatisten. Ich also in der einen Rock-Punk-Emo-Kneipe auf den Geburtstag eines Kollegen anstoßend, hrmpf, was läuft da, wie heißt das noch gleich? Metal-Emo-Bla wie so viele heutzutage, 100x gehört, sicher sogar schon live gesehen, argh, ich komme nicht drauf, dabei ist das doch so ein penetranter Ohrwurm? Mal eben den DJ fragen ..
"Das sind Bullet For My Valentine."
Hrmpf.
"Hand of Blood", wie ich eben geprüft habe. Dieses 80er-Gegniedel lässt sich selbst im größten Pulk nicht überhören.

Hatte sie übrigens wirklich live gesehen, beim With Full Force (gesamtes Set!): Sound ziemlich matschig, naja, das ist auf Festivals nunmal so; das Gepose war trotzdem relativ(?) peinlich und die Hochglanz-Melodien und stereotypen Härte-Einlagen konnten sich absolut nicht entfalten. Beängstigend, wenn ich bedenke, dass die nur auf so großen Bühnen spielen. Auf CD eben herzloser MTV-Metalcore mit Emo-Etikett, den die Zielgruppe nicht anders verdient hat. Meine Generation war mit Linkin Park nicht besser und nicht schlechter dran.
Kapitän Hoden
2006-11-10 03:55:54 Uhr
Es ist beschämend zu lesen, wie schnell manche Menschen (selbst in einem solchen "Gut-Scheisse"thread) an ihre Artikulationsgrenze geraten. (siehe "gast")

Sprache wird mit Füssen getreten!
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