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Spineshank - The height of callousness

Spineshank- The height of callousness

Roadrunner
VÖ: 23.10.2000

Unsere Bewertung: 6/10

Eure Ø-Bewertung: 8/10

Meister Propper fürs Hirn

Wenn geplagten Zeitgenossen an der Uni oder anderen das zentrale Nervensystem paralysierenden Orten mal wieder der träge Kopf auf den harten Tisch aufzuschlagen droht, wünscht man sich nichts sehnlicher als ein umfangreiches, alle Geister wiederbelebendes "Hallo! Wach!". Wohl dem, der dann zufälligerweise den neuen Silberling der 1996 gegründeten Spineshank aus Los Angeles am Start hat, um sich mit einer gehörigen Portion musikalischer Härte die Müdigkeit und alles andere aus dem Hirn blasen zu lassen. Auf einem von vielen Bands bereits ausgiebig bearbeiteten Terrain kosntruierter Heavyness gelingt es den Amis auf ihrem Zweitling zwar nicht, der Gattung das dringend benötigte neue Leben einzuhauchen, als vollkommen passabel und hörenswert als Aggressionshappen zwischendurch geht die Sache aber noch durch.

Schon beim Opener "Asthmatic" hört man deutlich, wohin die Reise geht, denn die allzeit präsenten Machine Head lassen grüßen. Technische Spielereien durchziehen den Song und geben die Richtung vor für die restlichen zehn Songs, denn immer wieder darf man dem ein oder anderen Elektroschnipsel lauschen. Zwischendurch eingestreute Brüllattacken nach dem Vorbild der ebenfalls hinter einigen Albumecken lauernden Fear Factory sorgen für einen derben Auftakt. All diese Zutaten tauchen pausenlos auf und lassen die gerade einmal 37 Minuten Albumlänge zu einer Aneinanderreihung von Hochgeschwindigkeitsattacken werden. Mit "Synthetic" könnte man es eventuell sogar auf den Plattenteller des einen oder anderen DJs schaffen, der am Hard & Heavy-Abend zum Tanze bittet. Wirklich überragende Songs sucht man innerhalb der Doublebass-, Schrei- und Schredder-Orgie jedoch weitestgehend vergeblich.

Insgesamt liefern Spineshank durchschnittliche Ware von der musikalischen Einheitsstange ab und lassen ihr zweifelsohne vorhandenes Potenzial ungenutzt, mit dem sie möglicherweise auch zu einer exquisiteren Arbeit fähig gewesen wären. Diesen Part müssen wohl dann andere übernehmen. Die Rettung eines Genres, dessen Protagonisten unerreicht bleiben und deren Kopisten sich im zwar harten, aber bedeutungslosen Gebrüll verzetteln, wird auch durch Spineshank nicht erfolgen können.

(Torben Rosenbohm)

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Highlights

  • Synthetic
  • Play God

Tracklist

  1. Asthmatic
  2. The height of callousness
  3. Synthetic
  4. New disease
  5. (Can't be) Fixed
  6. Cyanide 2600
  7. Play God
  8. Malnutrition
  9. Seamless
  10. Negative space
  11. Transparent

Gesamtspielzeit: 37:10 min.

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