Spiritual Beggars - Demons

Spiritual Beggars- Demons

InsideOut / SPV
VÖ: 20.06.2005

Unsere Bewertung: 4/10

Eure Ø-Bewertung: 7/10

My sweet Lord

Spandexhosen mit Fellbesatz. Das ist so ziemlich das erste, an was man denken muß, wenn die neue Spiritual Beggars im Player rotiert. Das Intro "Inner strength" könnte auch ein beliebiges Manowar-Album einleiten. Die unorganischen Pseudo-Feedbacks, die jedes Gitarrenriff im folgenden "Throwing your life away" begleiten, treiben üble Erinnerungen an 80er-Jahre-Metal durchs Hirn und Angstschweiß auf die Stirn. Die Überzeugung, mit der die Schweden hierbei zu Werke gehen, läßt keinen Zweifel: "Demons" soll genau so klingen. Die meinen das ernst. Und man fragt sich, ob man lachen oder weinen soll.

Druck. Das war wohl die über allem anderen stehende Maxime bei der Produktion des neuen Spiritual-Beggars-Album. Die Überdosis Testosteron ist dabei ganz von selbst auf den Silberling geraten. Die "Demons" stehen breibeinig vor Dir, können vor Kraft nicht laufen und haben dermaßen dicke Eier, daß die Macher von Rotten.com ihre Freude daran gehabt hätten. Klar, der Sound kommt wie eine Gewitterfront aus den Boxen, bläst alles um, was nicht mit ein paar dicken Stahlbolzen im Boden verankert wurde. Das beeindruckt, wirkt aber nicht nachhaltig.

Retro-Hardrock. Was die Spiritual Beggars erwiesenermaßen am besten können, geht auf "Demons" allzu oft im Powermetal-Brei unter. Dabei setzt es auch Passagen, die dem Freund der guten alten "Mk. IV"-Besetzung von Deep Purple den Mund offen stehen lassen. Sowas gibt es tatsächlich noch. Ist zwar nicht nötig, gab's ja schon mal, aber für einen Moment nostalgischer Schwelgerei ist es immer noch gut. Zumindest wäre es das, wenn nicht immer wieder die penetrant brüllende Gitarre die famos gurgelnde Orgel überdecken würde. Man beginnt zu verstehen, warum sich John Lord und Richie Blackmore seinerzeit zu gerne auf der Bühne prügelten.

Ganz offensichtlich sind die Spiritual Beggars da angekommen, wo sie hinwollten. Dem rockaffinen Alternativehörer sei gesagt: "Ad astra" heißt das Ziel schon lange nicht mehr. "Demons" präsentiert eine durch und durch erdverbundene Band, wenn man denn das Suhlen in einer miefigen Schmoddergrube derart bezeichnen will. Klassischer Heavy Metal ist eine der spießigsten und drögesten Angelegenheiten auf dieser Welt. Und die Spiritual Beggars der lebende Beweis für diese These.

(Rüdiger Hofmann)

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Highlights

  • Through the halls

Tracklist

  1. Inner strenght (Intro)
  2. Throwing your life away
  3. Salt in your wounds
  4. One man army
  5. Through the halls
  6. Treading water
  7. Dying every day
  8. Born to die
  9. Born to die (Reprise)
  10. In my blood
  11. Elusive
  12. Sleeping with one eye open
  13. No one heard

Gesamtspielzeit: 49:00 min.

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(Neueste fünf Beiträge)
User Beitrag
Armin
2005-09-06 23:04:06 Uhr
Gehört hat man Sänger JB als neuen SPIRITUAL BEGGARS-Frontmann erstmals auf
dem Vorgänger des aktuellen Albums "Demons". Live hat sich die Band in ihrer
neuen Besetzung bislang leider relativ rar gemacht. Einer dieser seltenen
Gigs ist auf der DVD "Live Fire" verewigt. Sie erscheint Ende Oktober und
dokumentiert ein Beggars-Konzert aus dem Jahr 2003 im Londoner "Mean
Fiddler"-Club. www.spiritualbeggars.com


schweizerländer
2005-07-19 17:58:17 Uhr
wer da?
k.
2005-07-15 09:07:45 Uhr
immer noch fassungslos, was manowar angeht...
schweizerländer
2005-07-15 01:33:31 Uhr
Im Visions: 10/12...

na? hosen voll? buuuuuuuut but but
schweizerländer
2005-07-13 10:36:36 Uhr
BUH :)
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