Mötley Crüe - Red, white & Crüe

Mötley Crüe- Red, white & Crüe

Mötley / Universal
VÖ: 23.05.2005

Unsere Bewertung: 7/10

Eure Ø-Bewertung: 6/10

Als der Rock das Posen lernte

Ach, die machen auch Musik? Diese Frage mag so manchem unserer eher dem zweiten als dem vierten Lebensjahrzehnt nahe stehenden Leser auf der Zunge liegen. Aber ja, eigentlich ging es Mötley Crüe durchaus darum, die werte Welt mit Klängen zu erfüllen. Wenn auch vielleicht die Songs beizeiten nur den Zwecken der Groupie-Rekrutierung und der Finanzierung des mit Statussymbolen und Substanzen garnierten Lebensstils gedient haben mochten. Der jüngeren Generation bekannt ist der Name Mötley Crüe dann bislang doch wohl eher durch Schlagzeuger Tommy Lees Affären mit Baywatch-Nixen. Oder der Rest der Bande als Stars des sich in Fetttrögen suhlenden Reality-TV. Und demnächst wird noch eins draufgelegt: "The dirt - Confessions of the world's most notorious rock band", die Autobiographie der Band, die kaum eine Untiefe, Peinlichkeit und Überdrehtheit des Glam Rock-Irrsinns der 80er- und frühen 90er-Jahre ausläßt, wird verfilmt. Und zwar mit Johnny "MTV Jackass" Knoxville in der Rolle von Basser Nikki Sixx.

Diesem Umstand, daß zwar jeder die Band, aber keiner deren Songs kennt, soll wohl nun "Red, white & Crüe" Abhilfe schaffen, eine Best Of mit sage und schreibe drei, allesamt minder berauschenden, neuen Songs, darunter eine recht lahme Coverversion des Rolling-Stones-Songs "Street fighting man". Und abgesehen vom mäßigen Neuen bietet "Red, white & crüe" eine Menge: eine mit 37 Songs sehr ausführliche Nabelschau der beinahe 25 Jahre währenden Laufbahn des Quartetts aus Los Angeles, der unter anderem beweist, daß der einstige Vorwurf, Guns N' Roses und Bon Jovi seien reine Mötley Crüe-Rip-Offs, nicht so ohne weiteres zurückgewiesen werden kann. Doch auch: Das "Original" bleibt unerreicht in Sachen großer Pose. Luftgitarrengeturne provozierende Riffs und Soli, Schunkel-Drums, dazu das Kreischen und Schmachten von Frontsirene Vince Neil, das bei der Ballade "Home sweet home" schon fast wehtut. Verständlich, daß der Sänger nach diesem Song bzw. dem 1989er-Erfolgsalbum und Karrierezenit "Dr. Feelgood" und der angeschlossenen Stadionrunde gefeuert wurde.

Danach brauchte die Band eine Weile, um den Grunge-Schock zu verdauen und um 1994 mit John Corabi am Mikro zurück auf der Bildfläche zu erscheinen, was zwar musikalisch wesentlich hochwertiger ("Hooligan's holiday", "Misunderstood") tönte, aber allerdings nur noch einen Bruchteil früherer Massen zu bewegen vermochte. Daher wurde Vince Neil zurückgeholt, um wieder der großen Geste zu frönen, einerseits im Studio bei den Aufnahmen zu den Alben "Generation swine" (1997) und "New tattoo" (2000). Anderseits aber vor allem auf den Bühnen dieser Welt, denn gerade läuft mal wieder eine Welt-Tournee. Auf jener wird sich dann auch wieder zeigen, daß Mötley Crüe weder böse noch gefährlich sind und es vermutlich auch niemals waren. Sondern einfach Poser, die gern auf dicke Hose machen und ihren Spaß (und ihr Geld) haben wollen. Und das ist doch für sich gesehen auch wieder ein respektabler wie sehr geradliniger, ehrlicher und nicht zuletzt höchst ansteckender Ansatz.

(Peter Schiffmann)

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Highlights

  • Shout at the devil
  • Don't go away mad (Just go away)
  • Dr. Feelgood
  • Hooligan's holiday (Brown nose edit)
  • Misunderstood

Tracklist

  • CD 1
    1. Live wire
    2. Piece of your action
    3. Toast of the town
    4. Too fast for love
    5. Black widow
    6. Looks that kill
    7. Too young to fall in love (Remix)
    8. Helter skelter
    9. Shout at the devil
    10. Smokin in the boys room
    11. Use it or lose it
    12. Girls girls girls
    13. Wild side
    14. You're all I need
    15. All in the name of
    16. Kickstart my heart
    17. Without you
    18. Don't go away mad (Just go away)
    19. Same ol' situation
    20. Dr. Feelgood
  • CD 2
    1. Anarchy in the UK
    2. Primal scream
    3. Home sweet home ('91 remix)
    4. Hooligan's holiday (Brown nose edit)
    5. Misunderstood (Succesful format version)
    6. Planet boom
    7. Bittersuite
    8. Afraid (Alternative rave mix)
    9. Beauty
    10. Generation swine
    11. Bitter pill
    12. Enslaved
    13. Hell on high wheels
    14. New tattoo (Single version)
    15. If I die tomorrow
    16. Sick love song
    17. Street fighting man

Gesamtspielzeit: 150:33 min.

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User Beitrag
Hans-Alfred Rübesamen (Dünstekoven, Vorgebirge)
2018-06-19 22:11:45 Uhr
Hat jemand noch "The dirt" gelesen? Ob das alles so stimmt, auch die Schweinereien von Ozzy?
Armin
2005-06-04 12:37:57 Uhr
Mötley Crüe
Aktuelles Album: "Red, White and Crüe" - VÖ


Mötley Crüe - Tommy Lee lässt sich röntgen

Ihr Weg von Deutschland nach Großbritannien gestaltete sich für Mötley Crüe diese Woche etwas schwierig. Nach ihrem Auftritt am Montag bei TV Total, wo sie ihr Best Of Doppelalbum „Red, White and Crüe“ vorgestellt hatten, gab es am Kölner Flughafen einen kleinen Zwischenfall. Dort schlugen nämlich an der Sicherheitsschleuse bei Drummer Tommy Lee – von Kopf bis Fuß gepierct und bekleidet mit einer Hose voller unzähliger Reißverschlüsse und Sicherheitsnadeln – sämtliche Metalldetektoren an.

Anstatt alles Metall zu entfernen, wollte Tommy Lee viel lieber auf dem Rollband durch die Schleuse gefahren und geröntgt werden, um die Kontrolle auf diese Weise über sich ergehen lassen. Die Bundesgrenzschützer ließen sich am Ende überreden – schließlich hat man nicht jeden Tag die Innereien eines Superstars auf dem Monitor. Hoffentlich ist man genauso entgegenkommend, wenn die Jungs am Wochenende wieder einreisen wollen, um bei Rock am Ring (04.06.) und Rock im Park (05.06.) Gas zu geben!

Armin
2005-05-22 13:25:12 Uhr
Mötley Crüe
Aktuelles Album: "Red White & Crue" - VÖ: 23.05.05


Mötley Crüe - Das Monster ist zurück

Sie gehören zu den verrufensten Bands der Welt. Ihre Alben verkauften sich über 40 Millionen mal und ihre Geschichte wird nicht ohne Grund demnächst verfilmt ... Mötley Crüe, dieses Monster von Band, ist zurück und liefert mit „Red, White & Crüe“ eine satte, durchdringende, Grenzen sprengende Album-Anthologie. Sei auf der Hut!

37 Tracks – davon drei brandneue Aufnahmen! - lang können sich Fans und Kritiker noch einmal überzeugen, warum der Rocksound von Mötley Crüe seinen Ursprung im Leben der Bandmitglieder hat: Die ganze unkontrollierte Rauheit ihres von Drogen, dreckigen Nadeln, kaputten Geistern, Kämpfen innerhalb der Musikindustrie-Kampfzone und Sex (verdammt viel Sex!) geprägten Lifestyles, der in der 2001er Biographie „The Dirt“ detailliert geschildert wird, gibt dem Sound von Mötley Crüe den prägnanten Impact.

Mit „Red, White & Crüe“ melden sich Mötley Crüe zurück und lassen wie in den Jahren zuvor auch live keine Fragen offen: Die erste Reunion-Tour seit sechs Jahren „Mötley Crüe: Red, White & Crüe 2005 ... Better Live Than Dead“ ist bereits in Vorbereitung ...

Das neue Album wird am 20.05. auf der Recörd Release Party in Berlin-Kreuzberg vorgestellt (Jail, Ohlauer Str. 3), wo neben jeder Menge Mucke auch Verlosungen, ein Wet T-Shirt-Contest und vieles mehr zu erwarten sind. Rock 'n' Roll halt!


Armin
2005-05-20 12:33:41 Uhr
ALBUM:

Album-Anthologie RED, WHITE & CRÜE VÖ 23.5.
37 Mötley Crüe Classics 1981 -2005 (incl. Dr. Feelgood, Without you, Home sweet home, Girls, girls, girls)
+ 3 neue Tracks incl. "If I Die Tomorrow" (neue Single)

homepage:

www.moetley-crue.de

stripgame:

Play the Motley Crue stripper game:
http://www.hyperlaunch.com/motleycrue/index_popbitch.html



video: moetley crue - if i die tomorrow

http://globals.universal-music.de/media_generator.php?genre_id=2&genre_intro=2&filetype=1&location=2&length=2&filename=moetleycruee_ifidietomorrow_300

http://globals.universal-music.de/media_generator.php?genre_id=2&genre_intro=2&filetype=1&location=2&length=2&filename=moetleycruee_ifidietomorrow_60




MÖTLEY CRÜE Diskographie:

2003 Möetley Crüe: Greatest Video Hits (DVD)
2000 New Tattoo
1999 Supersonic and Demonic Relics
1999 Live: Entertainment Or Death
1998 Greatest Hits
1997 Generation Swine
1994 Mötley Crüe
1989 Dr. Feelgood
1987 Girls, Girls, Girls
1985 Theatre of Pain
1983 Shout at the Devil
1981 Too Fast For Love



Biögraphie:

RED, WHITE & CRÜE Album-Anthology VÖ 23.05.05

Sei auf der Hut! Denn die Geschichte der verrufensten Band der Welt ist nicht gerade leicht verdaulich. Außer vielleicht mit der Ausnahme von Ozzy Osbourne hat wohl kaum eine Band dermaßen viele Drogen konsumiert, so viel Alk gesoffen, wie das aus Los Angeles stammende Quartett Mötley Crüe. Und jetzt ist sie zurück, dieses Monster von Band, von der man dachte, man könne sie nie wieder live erleben. Sie sind wahrhaftig zurück, und wie.

Die Geschichte ihrer Karriere, die von der Band höchst detailliert in ihrer 2001er Biografie The Dirt (erschienen via NY Times, bald ein Kinohit, aber dazu später mehr) beschrieben wurde, setzt sich aus dreckigen Nadeln, kaputten Geistern, Kämpfen innerhalb der Musikindustrie-Kampfzone und Sex (verdammt viel Sex!) zusammen. Das seltsame daran ist nicht, dass die Crüe all das durchlebt hat, um es später erzählen zu können, nein, man hört die ganze unkontrollierte Rauheit, mit der sie gelebt haben, auch in ihrer Musik. Man muss sich bloß ihre Alben anhören, von denen inzwischen über 40 Millionen über die Ladentische der Welt gegangen sind. Wenn man nur genau genug hinhört, kann man hören, wie das Kokain von den Tischen abhebt, wie die Bettfedern quietschen, man hört schlichtweg den Rotz des kalifornischen Rocks der vergangenen zwei Dekaden.

Im Jahr 1981 verließ der Bassist Nikki Sixx seine Glam-Rock-Band London und tat sich mit dem Schlagzeuger Tommy Lee zusammen. Beide waren gezeichnete, gestandene Männer, auf der suche nach jeder Menge Spaß und einem Plattenvertrag in der Tasche (man beachte die Reihenfolge!), und sie hatten eine Neigung zu Faust-in-die-Luft-Hymnen, zu Songs, die man laut spielen muss. Als sie dann eine Anzeige in einem Blatt aus Los Angeles sahen, in der ein "lauter, rauer und aggressiver Gitarrist" eine Band suchte, die Mick Mars und der Sänger Vince Neil (den Mars im ersten Treffen seltsamerweise als "blond bitch" abtat) hatten abdrucken lassen, formierte sich die Band erstmals als Mötley Crüe. Die Umlaute sollten den Klang des Namens noch härter machen. (Vince Neil hingegen behauptet, dass es ursprünglich schlichtweg eine Löwenbräu-Flasche war, die das ausgelöst hat. Aber gut...) Prompt nahmen sie ein Album auf, Too Fast for Love, und es erschien schon im November `81 auf ihrem eigenen Leathür-Label. Wahnsinnig catchy und vor Riffs strotzend wie ihr Sound nun einmal war, schaffte es TFFL, die Erwartungen der Rockfans auf den Kopf zu stellen. So lösten sie letztlich eine ganze Glam-Bewegung in Los Angeles aus. Ohne Too Fast for Love hätte es nie einen Bon Jovi oder die Guns n' Roses gegeben!

Von Elektra übernommen veröffentlichten The Crüe eine Reihe von Klassiker-Alben in den Achtzigern. Angefangen mit Shout at the Devil (1983), das eine Kontroverse aufgrund der Satans-Referenzen auslöste, ging's dann weiter mit Theatre Of Pain (1985), einer etwas düsteren, introvertierteren Platte (was wohl zum Teil an Vince Neils Autounfall, in dem Razzle, Drummer von Hanoi Rocks, getötet wurde, gelegen hat). Girls, Girls, Girls (1987) war dann schließlich wieder genauso rockig wie alles, was sie zuvor gemacht hatten. Dieses Album katapultierte sie letztlich - gemeinsam mit der 1989er Platte Dr. Feelgood (jener Platte, die auch zum Entzug der Band führte, nachdem Sixx an einer Heroinüberdosis "gestorben" war, mit Adrenalin allerdings noch einmal zurückgeholt wurde) - komplett in den Mainstream.

In den Neunzigern waren Mötley Crüe schließlich ein wahrhaftiger Stadion-Act, mit all den Freiheiten (große Budgets, schlangestehende Models und Pornostars) und Hindernissen (Zensur-Probleme, Stress innerhalb der Band und mit dem Management), die man sich vorstellen kann. Nachdem Neil die Band 1992 verließ war es schließlich der Scream-Sänger John Corabi, der die Vocals zum 1994er Album Mötley Crüe beisteuerte. Das Album sollte ein Versuch sein, an den Druck modernerer Metal-Bands anzuknüpfen. Beim im Jahr 1997 veröffentlichen Generation Swine war Vince schließlich wieder da, und das Glück kehrte zurück - was schließlich mit den Alben Greatest Hits (1998), Live: Entertainment Or Death (1999) und Supersonic and Demonic Relics (auch aus dem Jahr 1999) gefeiert wurde. All diese Alben gaben Einblicke in das Leben und die Arbeit von Mötley Crüe, man konnte Remixes, Live-Aufnahmen, Demo-Aufnahmen und bis dato unveröffentlichte Tracks hören. Zum Release von New Tattoo (2000) lief die Band schließlich wieder zu Höchstform auf, und das obwohl Tommy Lee sie inzwischen verlassen hatte - er war inzwischen zum Helden der Gazetten avanciert, woran ein gewisses Home-Video mit seiner damaligen Frau, Pamela Anderson, nicht ganz unschuldig war.

Außerdem sind Mötley Crüe eine der wenigen Bands, die es geschafft haben, wirklich im Besitz ihrer Aufnahmen zu sein. Im Jahr 2003 wurde der Back-Catalog des sich gänzlich in Band-Besitz befindlichen Label Motley Records an Universal Musik lizenziert, was zu Neuauflagen sämtlicher Alben führte und eine erste CD-Box hervorbrachte: Music To Crash Your Car To - Vol. 1, ein 4-CD-Set, das als erster Teil einer Trilogie fungieren sollte. Die Volumes 2 und 3 erschienen im Frühjahr bzw. Herbst 2004. Außerdem gab's schon im Jahr 2003 die erste Greatest-Hits-DVD der Band: Mötley Crüe: Greatest Video Hits.

Derzeit bereitet sich die Band gerade auf die erste Reunion-Tour der vergangenen sechs Jahre vor - VH1 und VH1 Classic präsentieren "Mötley Crüe: Red, White & Crüe Tour 2005...Better Live Than Dead" -, und dieser Einschnitt passiert in einer Phase, die für jedes der Bandmitglieder von persönlichem Wachstum gezeichnet ist.

§ Vince Neil hat sich seit der Trennung von Mötley Crüe aktiv um seine Solokarriere bemüht. Er hat jedes Jahr getourt, hauptsächlich allerdings in den USA und in Japan, hat alles von großen Stadien bis zu kleinen Clubs mitgenommen. Neben seiner neuen Solo-Single ("Promise Me"), die bereits veröffentlicht wurde, hat sich Neil auch aufs Fernsehen gestürzt. Er ist in einer Reihe von Sitcoms aufgetreten: CBS' "Still Standing", WB's "Greetings from Tucson", und erst kürzlich hat er ein wenig Rockstar-Flair in der Reality-Show "The Surreal Life" versprüht. Privat plant Neil derzeit, in den kommenden Monaten endlich seine Langzeitverlobte Leah zu heiraten.

§ Nikki Sixx war weltweit mit seiner Band Brides of Destruction zu sehen. Er war auf europäischen Metal-Veranstaltungen, war in Japan als Headliner zu bewundern und hat außerdem das Album Here Come the Brides aufgenommen. Mit den Brides war er nicht nur bei MTVs "Headbanger's Ball" zu sehen, sondern steuerte auch eine Reihe von Songs zum The Dr. Jekyll & Mr. Hyde Rock 'n Roll Musical bei und schrieb Hits für Künstler wie Meatloaf und Saliva. Im Januar wird VH1 The Heroin Diaries ("Die Herion-Tagebücher") veröffentlichen, die Sixx zwischen 1986 und 1987 führte, als er die härteste Phase seiner Abhängigkeit durchlebte. Als Vater von fünf Kindern ist Sixx seit acht Jahren glücklich mit der Schauspielerin/dem Model Donna D'Errico verheiratet.

§ Tommy Lee hat sich mit seiner Band Methods of Mayhem einen Namen gemacht, im Süden Kaliforniens die Szene als DJ aufgemischt und ist vergangenen Oktober gänzlich ins Rampenlicht gekommen, als er seine Biographie Tommyland vorlegte. Die sofort in den Bestsellerlisten vertretene Bio erzählt Dinge, die man nicht einmal geahnt hätte. Neben seiner Arbeit am Debüt-Album (für dieses Jahr geplant) ist er ebenfalls in einer Reality-Show zu sehen, bei der er die Universität von Nebraska besucht.

§ Mick Mars erholt sich gerade von einer Hüftoperation, bei der ihm eine künstliche Hüfte eingesetzt werden musste. Grund dafür ist eine rheumatische Krankheit, die ihn schon sein Leben lang zeichnet. Seit die Krankheit, eine Art von Arthritis, die zu chronischen Schmerzen führt und die Knochen von der Blutzufuhr abschneidet, in seiner Jugend ausbrach, hat Mars mit den Folgen gekämpft. Obwohl auch seine Schulter von der Krankheit betroffen war, hat Mars stets seinen kreativen Kopf behalten, sich nie unterkriegen lassen. Er hat zwischendurch immer wieder an Filmmusik oder Musik für Fernsehproduktionen gearbeitet.



Die vier Mitglieder von Mötley Crüe haben sich kürzlich getroffen, um drei neue Songs aufzunehmen. Sie sind auf der neuen Album-Anthologie Red White & Crüe vertreten - das Album wird von Universal Music am 23.05.05 veröffentlicht. Die Autobiographie der Band, The Dirt: Confessions of the World's Most Notorious Rock Band, wird in einen Spielfilm umgeschrieben. Der von MTV Films/Paramount produzierte Streifen wird voraussichtlich nächstes Jahr fertiggestellt. Da auch die erste Mötley Crüe Konzert-DVD, bei der alle der ursprünglichen Mitglieder vertreten sind, geplant ist, wird die Band zunächst jedoch sämtliche Energien auf die 2005er Welt-Tournee konzentrieren, die schon im Februar in den USA (in 30 Stadien) begann. Nach weiteren Terminen in Südamerika und einer Reihe von Festivals bzw. Arenen in Europa, werden sie im August in die Staaten zurückkehren, um dort mit 43 Städten (sie werden diesen Teil der Tour nur in Amphitheatern spielen) weiterzumachen. Danach stehen dann noch Asien, Australien und Neuseeland auf dem Programm.

Wie wichtig Mötley Crüe sind? Sagen wir mal so: Sie haben Rock'n'Roll zu dem gemacht, was er heute ist. Ohne The Crüe hätte Stadionrock in den Neunzigern bedeutet, dass man sich mit Journey, Foreigner, Kansas und REO Speedwagon begnügen muss. Und stellt euch das bitte mal vor, OK?
Armin
2005-05-18 15:40:55 Uhr
Kommenden Montag erscheint endlich das neue Album "Red, White & Crüe" der Rock-Legenden von Mötley Crüe. Passend dazu gibt es am Freitag, den 20.05., in Berlin die standesgemässe Record-Release Party mit jeder Menge Mucke, Verlosungen und natürlich einem Wet T-Shirt Contest. Also Rock'N'Roll halt...

Das Ganze findet statt im "Jail" in der Ohlauer Str. 3 / 10999 Berlin (Ecke Wienerstrasse/ Kreuzberg).


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