Jamiroquai - Dynamite

Jamiroquai- Dynamite

Sony BMG
VÖ: 20.06.2005

Unsere Bewertung: 7/10

Eure Ø-Bewertung: 7/10

Rasender Sprenger

Die Neunziger sind inzwischen so lange her, daß man fast ihr erstes Revival fürchten muß. Die großen Partykracher dieses Jahrzehnts waren Bands wie Weezer, Garbage, Foo Fighters oder Jamiroquai. Und: Wahnsinn! Die sind ja immer noch da. Jamiroquai, ohne deren Überhits "Virtual insanity" oder "Cosmic girl" auch heute noch kein Jugendradiosender auskommt, veröffentlichen jetzt ihr sechstes Studioalbum. Spötter würden behaupten, sie veröffentlichten zum sechsten Mal in Folge "Emergency on planet earth", denn auch das erste Jamiroquai-Album seit vier Jahren klingt, wie Jamiroquai-Alben eben so klingen.

Was man so ziemlich jeder anderen Band sofort als bösen Vorwurf aufs Brot schmieren würde, kann man Jay Kay und Konsorten nicht mal richtig übel nehmen. Man merkt: Das sind keine Selbstzitate, das ist deren Stil. Und so funkt es immer noch aus den Boxen wie seit über zehn Jahren. Unwillkürlich will man den Moonwalk durch die Wohnung probieren, scheißegal, was die Nachbarn von unten sagen. Wer hier ruhig sitzen bleibt, sollte dringend Rücksprache mit seinem Hausarzt halten.

Eröffnet wird dieser Tanzbodenreigen von der Single "Feels just like it should", die sich gleich als Sommerhit 2005 empfiehlt, und ungebremst in den noch ungestümeren Titeltrack übergeht. In der Folge wird auch gerne mal wieder ein Gang zurückgeschaltet, um den völlig abgekämpften Tänzern Zeit zum Luftholen und zu zwischenmenschlichen Annäherungen zu geben. Der experimentelle Song heißt diesmal "Electric mistress" und kommt einem auf Anhieb vertraut vor, ohne daß man sagen könnte, wo er zusammengeklaut wurde.

Also tatsächlich alles wie gehabt. Trotzdem gelingt es Jamiroquai immer noch, neue Ideen in ihre Songs einzubauen. So verbreitet in "Love blind" plötzlich ein Klavier Jazz-Atmosphäre, und der Hidden Track präsentiert eine halbe Minute Human Beatboxing. Textlich geht es Jay Kay natürlich wieder vor allem um die Rettung von Planet Home und Zwischenmenschliches bis zum Abwinken. Wer das trotz Abhotten mitkriegt, mag es schon mal naiv oder albern finden. Alle anderen werden einfach weiterfeiern, als ob es 1999 wäre.

(Lukas Heinser)

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Highlights

  • Feels just like it should
  • Dynamite
  • Love blind

Tracklist

  1. Feels just like it should
  2. Dynamite
  3. Seven days in sunny june
  4. Electric mistress
  5. Starchild
  6. Love blind
  7. Talullah
  8. (Don't) Give hate a chance
  9. World that he wants
  10. Black devil car
  11. Hot tequila brown

Gesamtspielzeit: 50:24 min.

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(Neueste fünf Beiträge)
User Beitrag
Armin
2006-10-13 13:01:14 Uhr


Jamiroquai – High Times - Singles 1992-2006 Album-VÖ 10.11.06

– Runaway Single-VÖ 3.11.06



Potztausend: Fast vierzehn Jahre soll das nun schon her sein, dass der milchgesichtige Retro-Funk-Schlacks Jay Kay den Untiefen des Acid-Jazz-Booms der frühen Neunziger entstieg und zu einer unglaublichen Weltkarriere anhob?

Am 10. November erscheint mit „High Times - Singles 1992-2006" die erste Band-Retrospektive, die neben allen Hitsingles auch zwei brandneue Songs enthält. Einer davon, "Runaway", ist die erste Vorabsingle der Greatest-Hits-Compilation. Wie immer wurde auch für dieses Stück ein extravagantes Hingucker-Video inszeniert: Diesmal wird der Motorsport-verrückte Jay Kay in einem Mondfahrzeug durch London brettern. Eine „Greatest Hit"-Tour ist für Anfang 2007 geplant.





Armin
2006-10-11 17:51:54 Uhr
Hallo zusammen,

er war der verrückte Tänzer mit der Fellmütze, immer wieder Liebling und Hassobjekt der britischen Presse und proportional zu seinen musikalischen Erfolgen wächst seit Jahren die Anzahl italienischer Sportflitzer in seiner Garage. Einzigartig, freaky und gerne mal dekadent - genau so lieben die Fans Jay Kay, besser bekannt als Jamiroquai.
Der 37-jährige, kann mittlerweile auf 15 erfolgreiche Jahre im Musikbusiness zurückblicken: 159 Wochen in den UK-Single-Charts, 232 Wochen in den Album-Charts, mehr als zwanzig Millionen verkauften Alben. Dazu kommen sechs mit Mehrfach-Platin ausgezeichnete Alben, fünf MTV-Awards, ein Grammy sowie der Ivor-Novello-Award.

Auf dem Höhepunkt seiner Karriere erscheint jetzt "High Times: Singles 1992 - 2006", die erste Singles-Collection mit einem Großteil der Stücke, die Jamiroquais unverwechselbaren Rare-Groove-trifft-abgedrehten-Disco-Sound-Style prägten. Kay und die Band haben jahrelang gezögert, ein Greatest-Hits-Album herauszubringen. Nach sechs großartigen Alben mit vielen grandiosen Singles fühlte man sich schließlich gewappnet für das Best-Of-Projekt - und hatte am Ende mehr Stücke zur Auswahl, als auf das Album passten. Auf die Scheibe geschafft haben es schließlich 16 Kultsongs, darunter "Virtual Insanity", "Cosmic Girl", "Deeper Underground" und "Little L".



Aber auch auf zwei neue Tracks dürfen sich die Fans freuen: In "Radio" geht es darum, "dass man eine nette junge Lady kennen lernt und dann herausfindet, dass sie sich eigentlich mehr für Mädchen interessiert als für Jungs.", so Jay Kay.
"Runaway", der Disco-Track, ist etwas ernster. Kay meint dazu: "Ich mag die Thematik. Das sind Gefühle, mit denen sich jeder identifizieren kann. Manchmal will man doch einfach nur weglaufen und dem Druck entkommen, der auf einem lastet."
"Runaway" ist schon ab dem 27.10. als Digital Download-Single erhältlich.

Fans und Kritiker von Jamiroquai können sich übrigens entspannen: "High Times: Singles 1992-2006" ist als Greatest-Hits-Album, Teil Eins gedacht. An die Rente denkt Jay Kay noch lange nicht.



Jamiroquai - High Times : Singles 1992 - 2006
Album-VÖ: 03.11.
Mr.Coffee
2006-09-19 16:44:33 Uhr
hrhr und ich hab fürs konzert in buenos aires nur ca. 22€ geblecht. hätte im nachhinein auch mehr bezahlt - eine maschine, dieser kerl!!
Armin
2006-09-15 18:03:41 Uhr
JAMIROQUAI

Potztausend: Fast vierzehn Jahre soll das nun schon her sein, dass der

milchgesichtige Retro-Funk-Schlacks Jay Kay den Untiefen des Acid-

Jazz-Booms der frühen Neunziger entstieg und zu einer unglaublichen

Weltkarriere anhob? Tatsächlich - ein Blick in die Chart-Geschichtsbücher

belegt’s: Die Debütsingle des damals büffelbemützten Briten und seiner

munter durchflukturierenden Band Jamiroquai mit dem Titel „When You

Gonna Learn" erblickte das Licht der UK-Charts im Oktober 1992 und

erreichte gerade mal Position 52. Bis heute lies der 36-jährige Bandlea-

der (Taufname: Jason Cheetham) zwei Dutzend weiterer Hitsingles folgen,

die sich ausnahmslos in den Top 30 der UK Charts platzieren konnten,

darunter der Nummer-Eins-Hit „Deeper Underground" (vom "Godzilla"-

Soundtrack) und diverse Top-Ten-Smashs wie „Virtual Insanity" und „Cos-

mic Girl". Alle sechs Jamiroquai-Alben erreichten die Top 3 der englischen

Albumcharts, drei konnten sich gar an die Spitze der Verkaufshitliste

setzen. In Deutschland gelang den letzten vier Longplayern der Sprung

in die Top Ten der Media Control Charts. „Synkronized", das mit „Deeper

Underground" und „Canned Heat" die beiden größten Hitsingles der Band

hierzulande enthielt, erreichte im Juni 1999 Platz eins der deutschen

Charts. Weltweit verkauften sich die Alben der Band mehr als zwanzig

Millionen Mal. Am 10. November erscheint mit „High Times - Singles 1992-

2006" die erste Band-Retrospektive, die neben allen Hitsingles auch zwei

brandneue Songs enthält. Einer davon, "Runaway", ist die erste Vorab-

single der Greatest-Hits-Compilation. Wie immer wurde auch für dieses

Stück ein extravagantes Hingucker-Video inszeniert: Darin brettert der

Motorsport-verrückte Jay Kay in einem Mondfahrzeug durch London. Eine

„Greatest Hit"-Tour ist für Anfang 2007 geplant.

(Internet: http://www.jamiroquai.de)
Armin
2005-11-12 19:41:45 Uhr
Jamiroquai '(Don´t) Give Hate A Chance'
Das letzte Konzert der Deutschlandtour ist gerade mal ein paar Tage her, da beginnt schon die heisse Promo-Phase für die neue Jamiroquai-Single. "(Don't) Give Hate A Chance" ist die dritte Auskopplung aus dem aktuellen Album "Dynamite", das in den Media Control Album Charts Platz sechs erreichte und in England vor kurzem Platinstatus errang. Mit "Feels Just Like It Should" und "Seven Days In Sunny June" brachte das sechste Jamiroquai-Album zuvor bereits zwei Hitsingles hervor. Jamiroquai-Sänger und -Mastermind Jay Kay über den Polit-Disco-Funk-Song: "Die menschliche Rasse hat nichts Besseres zu tun, als sich gegenseitig platt zu machen. Ein großer Teil davon findet im Namen der Religion statt, darum geht es in ‚Give Hate A Chance’ und auch in dem Song ‚Star Child’. Wir hassen uns aus allen möglichen Gründen: Verschiedene Religionszugehörigkeit, verschiedene Hautfarbe, verschiedene Denkweise. Immer nur Hass, Hass, Hass und ich frage mich wirklich, wann das mal aufhört.“

Konf. Single
VÖ 09.12.05


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