Monster Magnet - God says no

Monster Magnet- God says no

A&M / Motor
VÖ: 30.10.2000

Unsere Bewertung: 9/10

Eure Ø-Bewertung: 7/10

Brennende Raumschiffe

"Yeah, babies, this is classic rock!" Dave Wyndorf scheint sich seiner Sache sicher zu sein. Powerchords und Posen gehörten bei ihm schon immer dazu wie auch Pillen und Pot. Nicht nur die Musiker, sondern auch die Beine sind noch breiter als bei anderen Combos. Nach "Dopes to infinity" und dem "Powertrip" heißt es nun aber "God says no". Für manchen soll jedoch genügend Testosteron ja schon Droge genug sein, und davon gibt es auch auf dem neuesten Output von Monster Magnet reichlich. Die sechs Saiten, die den Schweiß bedeuten, jaulen eben bei dieser Band noch immer "one louder".

Den Leib in enge Lederklammotten gezwängt, die Gitarren umgeschnallt und los geht's. "Just set that plastic soul on fire / And watch it melt." Schon bei den ersten Tönen schmilzt jeglicher Widerstand. "Melt" bringt auf den Punkt, wo die Reise hingehen soll. Düster umschwirrt uns Wyndorfs Stimme bis der Tritt auf den Verzerrer alle Zweifel ausräumt. Fuzzpedal und Wahwah heulen auf, und das Motorrad unterm Arsch stimmt mit ein. Auf der linken Spur des "Highway to hell" vergißt man schnell den eigenen Bierbauch. Die Harley wird zum Raumschiff und gewinnt den Kampf gegen die "Gravity hell". In halbtauben Ohren erklingt ein "Ladies and gentlemen, we are floating in space."

Wer Spacerock sagt und Supernova meint, ist hier genau richtig. An Selbstbewußtsein mangelt es Captain Wyndorf nämlich immer noch nicht. "Well, I am tomorrow / You better get that right", erzählt er seinen bierdosenschwingenden Passagieren mit einer Stimme kurz vor dem Überschnappen. Unbemerkt machen sich unterdessen einige paar weitere Gäste an Bord breit. Sampler und Beatbox schütteln Schweineorgel und Les Paul die Hände und dröhnen mit, als hätten sie schon immer zur Besatzung des Raumschiffs Monster Magnet dazugehört.

"We love life / We hate life." Das Publikum johlt und die Stewardessen spielen Luftgitarre. An den Fenstern fliegen Geschichten zwischen Paranoia und Größenwahn vorbei und verlieren sich im Meer aus lodernden Sternen. Der Kurs ist gesetzt und führt uns mitten in die nächste Sonne. "Every now and then you've got to clear the sky." Die monstermagnetische Galaxie explodiert in exakt drei Akkorden. Captain Wyndorf fackelt sein Raumschiff wie eine Gitarre ab. "Yeah, babies, this is classic rock!"

(Oliver Ding)

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Highlights

  • Heads explode
  • God says no
  • Kiss of the scorpion
  • Queen of you

Tracklist

  1. Melt
  2. Heads explode
  3. Doomsday
  4. God says no
  5. Kiss of the scorpion
  6. All shook out
  7. Gravity hell
  8. My little friend
  9. Queen of you
  10. Down in the jungle
  11. Cry
  12. Silver future

Gesamtspielzeit: 58:48 min.

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(Neueste fünf Beiträge)
User Beitrag
@The National Codex
2013-03-20 23:44:09 Uhr
WORD!
The National Codex
2012-04-27 21:46:59 Uhr
Leute, ich bin feucht im Schritt! Genitales Testosteron-Album.
Producer
2010-11-20 20:39:09 Uhr
So muss ein Schlagzeug klingen!
Greylight
2010-08-26 00:39:22 Uhr
Na, sind hier etwa wiederum irgendwelche Anspielungen zu finden? Ein großartiges Album. Durch "Melt" können einige noch lernen, wie ordentlich gerockt wird...
Castorp
2010-08-25 23:26:38 Uhr
Eine der ersten 9/10er bei Plattentests. Oliver says yes. :D
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