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Limp Bizkit - The unquestionable truth (Part 1)

Limp Bizkit- The unquestionable truth (Part 1)

Flip / Interscope / Universal
VÖ: 02.05.2005

Unsere Bewertung: 5/10

Eure Ø-Bewertung: 6/10

Durstlöscher

Er hätte allen Grund, mal wieder ordentlich das Maul aufzureißen. Den Hatern und Faggots Saures zu geben. Oder wenigstens eine seiner längst legendären Nachrichten auf limpbizkit.com niederzuschreiben. Fred Durst hat schließlich Wes Borland zurück in seiner Band. Nachdem der farbenfrohe Gitarrist und ehemals geheime Sound-Direktor bei Limp Bizkit ausgiebig den Markt sondiert hatte. Und letztlich feststellen mußte: Anderswo ist es auch nicht besser. Ein Triumph also für Fred-Man. Der sich nach dem Ausstieg seines bemalten Beifahrers ja jahrelang als beleidigten Leberdurst inszeniert hatte. Und jetzt doch mal ordentlich auf die Kacke hauen könnte. Was aber tut der Mann? Er schweigt.

Borland war kaum zurück, da war "The unquestionable truth (Part 1)" auch schon eingespielt. So richtig angekündigt wurde das Album erst wenige Tage vor der Veröffentlichung. Es soll diesmal keine aufwendigen Videos voller Bräutekutschen und Celebrities geben. Kein großes Tohuwabohu. Kein Bullshit. Und abgesehen von Dursts "gestohlenem" Porno-Tape auch keine Promo. Einfach nur diese Platte mit 29 Minuten und 41 Sekunden neuer Limp-Bizkit-Musik. Schlagzeuger John Otto wurde außerdem gegangen, angeblich wegen Drogen, und durch Sammy Siegler (Gorilla Buiscits, Youth Of Today, Rival Schools, Glassjaw - Hallo?) ersetzt. Ein Neustart also, von ganz unten, wie die Band selbst betont. Klingt natürlich vollkommen lächerlich.

Die Sache ist nur die: Irgendwie ist was dran an der ganzen Keine-Promo-Promo-Geschichte. "The unquestionable truth (Part 1)" ist zwar unterm Strich nicht mehr als Rage Against The Machine für Arme ohne Parteibuch und mit Morgenlatte. Aber verglichen mit dem Spring-Break-Kasperle-Metal der letzten Jahre ist es eine geradezu rasende Weiterentwicklung für Durst, Borland und die anderen. "The truth" etwa ist nicht unclever zusammengeklaut und obendrein über einen wirklich strammen Spannungsbogen aufgezogen. Borlands Riffs schreien niemals nach Innovation, aber sie knallen und sie treffen. Und wenn sich Durst nicht gerade durch das weinerliche "The surrender" plärrt, kann man diesmal sogar mit seiner Stimme leben. Sachen gibt's.

Passend zu den Themen, die die Welt zurzeit so bewegen, befindet sich auch der Herr nämlich gerade auf Glaubens- und Sinnsuche. "I think I'll just become a priest / Deceiving them with my belief / I'll preach about what life is worth / And cover my sins with the church", mosert er etwa im immerhin textlich bemerkenswerten "The priest". Und würde er nicht Minuten später schon wieder durch das vierbuchstabige HipHop-Interlude "The key" stolpern, würde man ihm seine wütenden Tiraden auch beinahe abnehmen wollen. Freuen wir uns deshalb auf Part two? Natürlich nicht. Aber sind wir gespannt? Ja. Irgendwie schon.

(Daniel Gerhardt)

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Highlights

  • The truth

Tracklist

  1. The propaganda
  2. The truth
  3. The priest
  4. The key
  5. The channel
  6. The story
  7. The surrender

Gesamtspielzeit: 29:41 min.

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(Neueste fünf Beiträge)
User Beitrag

The MACHINA of God

User und Moderator

Postings: 26440

Registriert seit 07.06.2013

2021-08-05 18:46:53 Uhr
Ja, Borland hatte auf jeden Fall paar Riffs angespart. Warum kam nie Part 2 aber "Gold Cobra"?

Felix H

Mitglied der Plattentests.de-Chefredaktion

Postings: 7401

Registriert seit 26.02.2016

2021-08-05 18:40:10 Uhr
"The Truth" ist wahnsinnig gut. Die zweite Hälfte hält leider nicht ganz das Niveau der ersten, aber dank der durchgehend guten Riffs für mich eine 7.

Affengitarre

User und News-Scout

Postings: 9203

Registriert seit 23.07.2014

2021-08-05 18:15:24 Uhr
Ja, die macht schon Spaß. Natürlich sehr sehr nah an RATM, aber wenn die Songs stimmen, passt das schon. Definitiv besser als der Quatsch, den Morello inzwischen verbricht.

The MACHINA of God

User und Moderator

Postings: 26440

Registriert seit 07.06.2013

2021-08-05 17:59:49 Uhr
Auf Gesamtlänge wohl das stabilste. Hat natürlich den Vorteil dass es nur 6 Songs ohne viel Gedöns und Müll drumherum sind. Der Quasi-Titeltrack ist für mich wohl mit "Boileer" ihr bester. Auch der Rest ist durchweg mehr als ordentlich ohne wirklich Unannehmlichkeiten wie oft auf den langen Alben. Irgndwie so 7,2/10 oder so.
Pedro Bear
2016-02-27 00:44:00 Uhr
"I got a kid / Should I send him to sunday school? / So you can f*ck him?" (The priest)
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