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Ocean Colour Scene - A hyperactive workout for the flying squad

Ocean Colour Scene- A hyperactive workout for the flying squad

Sanctuary / Rough Trade
VÖ: 21.03.2005

Unsere Bewertung: 4/10

Eure Ø-Bewertung: 7/10

Halbe Portionen

Ocean Colour Scene? Sind die immer noch nicht aufgelöst? Man mag es kaum glauben, aber sie lassen sich nicht entmutigen. Seit ihrer Gründung im Jahr 1989 und dem selbstbetitelten Debüt stehen Ocean Colour Scene im zweiten Glied. Den Rahm schöpften immer schon die anderen ab, international vor allem. Nun gut, der "Riverboat song" war ein halber Hit, "Moseley shoals" erntete sogar Platin in UK und verschaffte der Band eine halbe Stunde großen Ruhm. Und die Erfahrung mit dem Begriff der Halbwertszeit. Seitdem sind Ocean Colour Scene nichts Halbes und nichts Ganzes. Aber schon eher was Halbes.

Natürlich sind die Hoffnungen gering, daß ausgerechnet "A hyperactive workout for the flying squad" die Insel ins Wanken bringt. Schließlich sorgten schon so viele Veröffentlichungen von Ocean Colour Scene für Stirnrunzeln. Und auch bei ihrem nunmehr siebten Album hält die Spannung nur wenige Sekunden. Es ist nicht mal die Eigenständigkeit, die Ocean Colour Scene vermissen lassen. Nein, so etwas würde man sich vielleicht wünschen, aber nicht wirklich erwarten. Es gibt schließlich genügend Beispiele, die es auch ohne solche Tugend geschafft haben, zu begeistern. Nein, es ist die Qualität, die fehlt. Und an der sie sich auch jetzt noch vergeblich abmühen. Man will beinahe Mitleid bekommen.

Denn "A hyperactive workout for the flying squad" hat fast schon den Charakter eines Samplers, der statt seines sperrigen Titels eher "The most boring never released B-sides of the faded britpop squad" heißen sollte. "Everything comes at the right time" klingt wie Oasis minus Ausstrahlung, bei "This day should last forever" wird das Travis-Gedächtnis-Banjo ausgepackt, für "Start of the day" würden sich sogar Embrace schämen, "My time" ist Nothern Soul zum Wegdösen. Und bei "Drive away" und "Another time to stay" hat der Rezensent lange überlegt, ob er den Vergleich mit der Kelly Family wirklich ziehen darf. Mit dem Ergebnis: Er darf nicht nur, er muß! Nur "Free my name" mit seinem überschwenglichen Uptempo-Verve und das schnörkellose "Waving not drowning" bilden kleine Ausnahmen. Ansonsten gilt: Langeweile, aber das wenigstens konstant.

(Armin Linder)

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Highlights

  • Free my name

Tracklist

  1. Everything comes at the right time
  2. Free my name
  3. Wah wah
  4. Drive away
  5. I love you
  6. Thus day should last forever
  7. Move things over
  8. Waving not drowning
  9. God's world
  10. Another time to stay
  11. Have you got the right
  12. Start of the day
  13. My time

Gesamtspielzeit: 47:13 min.

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