Shifty - Happy love sick

Shifty- Happy love sick

Maverick / Warner
VÖ: 29.03.2005

Unsere Bewertung: 3/10

Eure Ø-Bewertung: 4/10

Liebestöter

Einen Tattoo-Salon aufmachen. Als Personal Trainer arbeiten. Bademeister werden. Oder notfalls auch Türsteher in irgendeiner Euro-Dance-Disco. Wir zählen das nur mal eben so auf, um zu zeigen: An Alternativen hat es Shifty nun wirklich nicht gemangelt. Seine Band Crazy Town hatte sich aufgelöst - das weiß man noch, das war gut so, da hat man gefeiert - aber nun sieht es so aus, als hätte der Spuk damit gerade erst angefangen. Das hier ist jedenfalls Soloalbum Nummer eins der Crazy-Town-Konkursmasse. Und eigentlich kann es auch nicht mehr lange dauern, bis dieser merkwürdig aussehende Gitarrist alleine loslegt. Jetzt, wo die Verluste langsam zurückgehen, können die Plattenfirmen schließlich wieder damit anfangen, jeden Prollo-Pimp zu signen, der nicht bei drei im Lowrider ist.

Aber zurück zur Gegenwart, beziehungsweise noch ein paar Schritte weiter. "Happy love sick" wurde bereits letztes Jahr in Amerika veröffentlicht, pünktlich zur Paarungszeit, und ist deshalb sicherlich nicht ganz zufällig so aufgezogen, als sollte es der offizielle Soundtrack zur 04er-Spring-Break-Saison werden. Ein Booklet voller Fotos, wie man sie sonst nur auf regionalen "Was geht ab?"-Internetseiten findet. Und eine Platte voller relaxter Funky-Mamma-Crossover-Schnellschüsse zum Drauf- und Drüberlegen. Die Texte ein wortgewordenes Brunftgebrüll, das den heißesten Rothirsch blaß macht vor Neid. So viel Notgeilheit auf einem Haufen wurde zuletzt gemessen, als Roberto Blanco ein Tennisturnier mit Boris Becker besucht hat.

Viel Platz für Musik bleibt da natürlich nicht mehr. Aber bemerkenswert ist trotzdem, mit welcher Konsequenz die menschliche Muckibude auf all den einstmals üblichen Crazy-Town-Quatsch verzichtet, der die Hühner verschrecken könnte. Statt böser Four-Letter-Flüche werden eifrig Honigbrötchen geschmiert, harte Gitarren schlägt Shifty schon gar nicht mehr an. Der Crossover von "Happy love sick" setzt sich da lieber aus flotter Zungenakrobatik und Kuschelrock-Grooves zusammen, deren Zahn- und Harmlosigkeit aber selbst unter den gegebenen Rahmenbedingungen noch erstaunlich ist. So ist das eben, wenn man sich seine Energie für nach dem Album aufhebt. Und eine Welt präsentiert, die problemlos in ein Sonnenstudio paßt. Wer immernoch nicht glaubt, daß es hier nur um das Eine geht, kann sich ja von http://www.shifty.com/ überzeugen lassen.

(Daniel Gerhardt)

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Highlights

  • Starry eyed surprise (feat. Oakenfold)

Tracklist

  1. Special
  2. Ez cuz you're beautiful
  3. Slide along side
  4. Turning me on
  5. Lolita
  6. Magical
  7. Shorty rock
  8. Starry eyed surprise (feat. Oakenfold)
  9. A better place
  10. When we were young
  11. Take away the pain
  12. All along

Gesamtspielzeit: 44:19 min.

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User Beitrag
BloXx
2006-02-23 17:02:54 Uhr
Hab gemerkt dass der Link falsch ist, welcher in der Rezension steht. Wäre eigentlich www.shiftymusic.com lol
solea
2005-03-30 18:26:24 Uhr
Nur geil die Rezension. Nun will ich das Album fast schon haben...
Lele
2005-03-29 02:54:32 Uhr
Ich hatte ihn bisher auch nicht ausprobiert, aber wenn das mal nicht symptomatisch nicht nur für Shifty sondern auf für Crazy Town (von deren Trennung ich im Übrigen auch nichts wusste, die ich aber nicht unbedingt betrauere) ist...
MAR
2005-03-29 02:40:30 Uhr
*lol*
den link habe ich gar nicht ausprobiert. oh mein gott. ob der das weiß? ;)
weird-O
2005-03-29 02:34:25 Uhr
jetz hab ich erstmal die rezi gelesen. die idee mit dem link is ja mal was :D

*rofl*
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