Thievery Corporation - The cosmic game

Thievery Corporation- The cosmic game

ESL / Soulfood
VÖ: 21.02.2005

Unsere Bewertung: 6/10

Eure Ø-Bewertung: 8/10

Playground life

Wonnewohl. Ein Wort für ein Album. Die Thievery Corporation legt es darauf an. Mit ihr soll man den Raum des Begrifflichen verlassen, das Irdische abstreifen, Yin und Yang kennenlernen und schließlich das Wesen des Kosmos ergründen. Was wie eine Werbung für Wundersteine oder holländische Pilzkulturen klingt, verspricht hier, Wirklichkeit zu werden. "The cosmic game" stößt eine Türe auf. Man betritt einen weißen Raum, in der Mitte steht ein flauschiger Sessel: reinfallen, versinken. Man kann nicht mehr raus, man will nicht mehr raus. Es folgen Lektionen. Lektionen in Sachen Liebe, in Sachen Bauchgefühl, in Sachen Mystik.

Rob Garza und Eric Hilton sind eine Barbekanntschaft. Zwei dieser Typen, die in einem ewigen Gespräch versackt sind, die gemeinsame Neigungen bis zur Symbiose ausgelebt haben und die nicht weniger wollen als eine neue Welt entdecken. Das Artifizielle behagt ihnen nicht, der organische Klang ist ihr Ding. Ihre Musik soll Grenzen überwinden, höhere Weihen erlangen und dabei immer noch breite Hörerschichten erreichen. Zwischen Jazz, Bossa Nova, Dub, Drum'n'Bass und weiß der Teufel was haben sie ihren Schmelztiegel errichtet und alles hineingezogen, was den Kopf schwer und den Puls langsam werden läßt.

"The cosmic game" soll das Duo mal wieder auf eine neue Bewußtseinsebene katapultieren. Es gilt einen ewigen Kreislauf aufzubrechen, der eigenen Musik neue Elemente zuzuführen und verbliebene Fragezeichen hinter der Formel des Wohlklanges auszuradieren. Hierfür war man entschlossen den halben Kosmos zum eigenen Spiel einzuladen. Die Gästeliste ist gut gefüllt, denn frei nach dem Arche-Noah-Prinzip hat man Künstler aus allen Teilen der Welt teilzeitbeschäftigt. Als da wären: Gunjan, die in Indien den Durchbruch als Kinderstar feierte, der Kubaner Vernie Varela, die fränzösisch-persische Interpretin LouLou oder der 'jamerikanische' Soulsänger Notch. Dazu gibt es mit den Flaming Lips ein Schwergewicht aus der Independent-Umlaufbahn, und mit Perry Farrell (Ex-Jane's-Addiction/Ex-Porno-For-Pyros) darf man eine revolutionär-esoterische Lösung herbeisehnen.

Ob der Brei durch die vielen Köche leicht gelitten hat oder ob eher die einseitigen Basiszutaten einen gewissen faden Beigeschmack bewirkten, läßt sich nicht mehr ganz auseinanderhalten. Je nachdem, an welcher Stelle man das kosmische Spiel abschmeckt, fällt jedenfalls eine gewisse Langatmigkeit, eine Überdosis Chill oder eine nervige Weltläufigkeit ins Ohr. Minimalistisch zurückgelehnt ist hier wenig, der Sessel hat ein paar viele Fransen. Raus kommt man trotzdem nicht und will man nicht. Ab und zu andere Musik wäre aber trotzdem schon schön.

(Thorsten Thiel)

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Highlights

  • Marching the hate machines (feat. The Flaming Lips)
  • Amerimacka (feat. Notch)
  • Wires and watchtowers (feat. Sista Pat)

Tracklist

  1. Marching the hate machines (feat. The Flaming Lips)
  2. Warning shots (feat. Sleepy Wonder and Gunjan)
  3. Revolution Solution (fear. Perry Farrel)
  4. The cosmic game
  5. Shiva (feat. Gunjan)
  6. Amerimacka (feat. Notch)
  7. Ambicion eterna (Eternal ambition) (feat. Vernie Varela)
  8. Pela janela (Through the windows) (feat. Gigi)
  9. Sol tapado (The covered sun) (feat. Patrick De Santos)
  10. The heart's lonely hunter (feat. David Bryne)
  11. Holographic universe
  12. Doors of perception (feat. Gunjan)
  13. Wires and watchtowers (feat. Sista Pat)
  14. The supreme illusion (feat. Gunjan)
  15. The time we lost our way (feat. LouLou)
  16. A gentle dissolve

Gesamtspielzeit: 62:50 min.

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(Neueste fünf Beiträge)
User Beitrag
musie
2006-03-14 14:06:20 Uhr
dochdoch, absolut. die cosmic gate hat sich bei mir gegen die neuen cds von lemonjelly, swayzak, telepopmusik oder sogar röyksopp behauptet.
stativision
2006-03-14 13:54:29 Uhr
naaa jaaaa...
musie
2006-03-14 07:58:17 Uhr
eine meiner lieblingscds dieses genres. absolut zu empfehlen.
shrink
2006-03-13 23:34:13 Uhr
"revolution solution" ist ein sehr guter Song.
Armin
2005-06-29 19:40:36 Uhr
hier spielt die Sommermusik:



THIEVERY CORPORATION – On tour mit Band



Nachdem sie bei Rock am Ring und Rock im Park gezeigt haben wie man ein Rock-Publikum mit fetten Downbeats ueberzeugen kann, ist die Thievery Corporation jetzt fuer drei weitere Konzerte in Deutschland unterwegs. Begleitet von einer 13 koepfigen Band praesentieren Eric Hilton und Rob Garza Material aus ihrem neuen Album „The Cosmic Game“ und eine umfassende Zusammenstellung ihrer vorherigen Alben. Zu erleben ist das Ganze an den folgenden Daten:



02. Juli Duesseldorf, 3001

05. Juli Berlin, Maria am Ostbahnhof

10. Juli Muenchen, Funky Kitchen

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