Maxim - Hell's kitchen

Maxim- Hell's kitchen

XL / Beggars Banquet
VÖ: 02.10.2000

Unsere Bewertung: 7/10

Eure Ø-Bewertung: 7/10

Teufels Beat-Küche

Vor nicht allzu langer Zeit war er mit seiner Band "The fat of the land". Ursprünglich nur für die Bühnenshow von The Prodigy engagiert, hatten sich Maxim und Keith Flint auf "Firestarter" und "Breathe" lautstark in die Gehörgänge gefräst. Mit einer Liveshow, die vor allem laut war, brüllte die Band alles andere von der Bühne. Big Beats - und die Kopfschmerzen hatten einen Grund. Nachdem "Music for the jilted generation" drei Jahre zuvor den Weg des Dancefloors in die Zukunft gerichtet hatte, enttäuschte "The fat of the land" allerdings trotz seiner schieren Wucht gelegentlich. Zu wenig von der Abwechslung, die Prodigy einmal ausgemacht hatte, war übrig geblieben. Hier wurde nur noch über verbrannte Erde getanzt. Am überwältigenden Erfolg änderte dies jedoch herzlich wenig.

Da sich aber Liam Howlett, der Mastermind der Band, auch im Jahr 2000 mal wieder ewig Zeit zu lassen scheint, ergriff Maxim Reality jetzt endlich seine Chance, um ein eigenes Süppchen zu kochen. Weniger aggressiv als zuletzt, dafür aber umso düsterer, führt uns der Koch in Teufels psychedelische Beatküche. Tief unten im Topf finden sich HipHop, Dub und Dancehall, was sich in "Hell's kitchen" hervorragend mit trockenen Beats, unheimlichen Vibes und kreischenden Gitarrensamples verbindet. Solange die Suppe heiß genug ist, darf es einem dabei auch schon mal kalt den Rücken herunterlaufen.

Die Besetzung von Maxims Gästeliste kann sich durchaus sehen lassen. Ein Candle-Light-Dinner ist dabei aber nicht herausgekommen. Mit Skin und "Carmen Queasy" haben schon die Charts jüngst Bekanntschaft gemacht. "Scheming", durch die Vocals seiner Cousine Trina Allen und Beats von Freund Liam verziert, two-steppt sich auf dem besten Wege dorthin. Auch die Sneaker Pimps und ein paar Gravediggas rühren in den Töpfen. Mit seiner Stimme könnte der Mann mit den Katzenaugen zudem weiterhin prima für Wick Blau werben. Schmackhafte Gewürze sind jedenfalls reichlich vorhanden. Wer sich traut, eine herzhafte Mischung aus Chili und Kokusnuß zu probieren, sollte zum Löffel greifen.

(Oliver Ding)

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Highlights

  • Carmen Queasy
  • Scheming
  • Soul seller

Tracklist

  1. Hadrian's wall
  2. Killing culture
  3. Carmen Queasy
  4. Spectral wars
  5. Hell's kitchen
  6. Scheming
  7. Worldwide syndicates
  8. Soul seller
  9. Universal scientist
  10. My web
  11. Dominant genes
  12. Backward bullet

Gesamtspielzeit: 47:41 min.

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