Hopesfall - A types

Hopesfall- A types

Trustkill / Roadrunner / Universal
VÖ: 24.01.2005

Unsere Bewertung: 5/10

Eure Ø-Bewertung: 7/10

Irrläufer

Hopesfall? Ach ja, diese - Achtung, unvermeidlicher Wortwitz! - hoffnungsvolle Ami-Band aus North Carolina. Vor gar nicht allzu langer Zeit brachten sie mit ihrem famosen "The satellite years" die emo- und hardcorige Musikwelt zwar nicht ins Wanken, konnten ihr aber immerhin ein nicht minder heftiges Kopfnicken abringen. Facetten- und ideenreicher Hardcore mit der richtigen Mixtur aus knackiger Griffigkeit und intensiver Melancholie.

Aber - wie sollte es auch anders sein - wenn die Verkaufszahlen nicht so ganz mit den Ambitionen eines jungen, aufstrebenden Quintetts korrespondieren, ist man dann doch recht schneller wieder aus dem Weltall zurück auf dem Erdboden der Tatsachen angekommen. Der geübte Leser wird eine leise Vorahnung haben, wohin hier das gepiercte Buttonhäschen hoppelt. Es möchte von ein paar mehr Herrschaften geramm…äh…gehört werden.

Stilveränderung heißt das Zauberwort, das Sänger Jay Forrest aber mit Sicherheit nie in den Mund nehmen würde. Gut, dann nennen wir es eben Stilerweiterung. Auch egal. Bevor etwas hinzukommt, bemerkt man allerdings erstmal einen Wegfall. Forrest schreit kaum noch. Das für Hopesfall-Verhältnisse typische aggressive Krakeelen fällt leider fast ganz flach. "Start & Pause", "Icarus" und "Matchmaker's haven" bilden da die wenigen Ausnahmen, in denen Forrest die Stimme fast wegzulaufen droht. Herrlich auch das aufpeitschende Chaos gepaart mit entsprechender Agressivität.

Davon hätte es allerdings den einen oder anderen Song mehr gebraucht. Denn in punkto Härte war es das abgesehen von einigen deftigen Metal-Riffs in "Matchmaker's haven" und Gitarrenbreitseiten in "The Ones" oder "Manipulate the eclipse" auch schon. Es regiert der wenig progressive, aber dafür umso melodischere Alternative-Radio-Konsens-Rock ohne allzu viele Ecken und Kanten. Und es regiert das Mittelmaß. Fast schon zu fluffig geht es zu, führt man sich die halbballadeske Schlußnummer "Per sempre marciamo" zu Gemüte. Kann man gut hören. Aber noch besser dran vorbei hören.

(Jochen Gedwien)

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Highlights

  • It happens
  • Breathe from coma
  • Champion beyond blessing

Tracklist

  1. It happens
  2. Start & pause
  3. Icarus
  4. Breathe from coma
  5. Champion beyond blessing
  6. The ones
  7. Manipulate the eclipse
  8. Matchmaker's haven
  9. Owl
  10. Per sempre marciamo

Gesamtspielzeit: 42:04 min.

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