The Used - In love and death

The Used- In love and death

Reprise / Warner
VÖ: 24.01.2005

Unsere Bewertung: 5/10

Eure Ø-Bewertung: 7/10

Ruhig Blut

"Mußt Du Dir anhören!" So war das damals mit The Used und der Mundpropaganda, als die noch nicht mal offiziell bis zu deutschen Ohren vorgedrungen waren. Und tatsächlich hatte das im drallen XXL-Sound produzierte Debüt-Feuerwerk "The Used" einiges zu bieten. Schaffte es auf Anhieb zu einer der Konsensplatten schlechthin zu werden. Und lief eigentlich immer irgendwo. Egal, ob Alterna-Disse, BWL-Abschußfeier oder Kelly Osbourne - The Used waren 2003 überall so richtig mittendrin. Und natürlich allermindestens mal der letzte Schrei. Personifiziert in Gestalt von Bert McCracken, der sang und brüllte und das am allerliebsten ziemlich genau gleichzeitig.

Eitel Sonnenschein? Genau. Geschätzte siebenhundert Nächte, Zweimillionen Clubs und sechshundertsechsundsechzig Groupies später gingen The Used dann doch nochmal ins Studio. Zusammen mit Goldfingers John Feldman als Produzent und dem Bewußtsein, es beim letzten Mal ja auch ganz okay hingekriegt zu haben. Vielleicht ja auch mit etwas Johanniskraut, um den derben Bert etwas ruhig zu halten. Diesmal ist alles ein wenig anders. Diesmal benennt man sein Album nämlich total poetisch "In love and death" und überschreitet Grenzen. Zum schlechten Geschmack.

Irgendwie war es mit The Used ohnehin schon immer so ein Liebe/Haß-Dingsbums gewesen. Aber heute bieten sie mehr Angriffsfläche denn je. Denn mal ehrlich: Natürlich sind und waren The Used schon immer böser Pop. Muß man sowas wie "Take it away" aber tatsächlich dulden? Überproduzierte Bratgitarren, flächendeckender Stampfbeat und richtig coole Kids am Rand der Ekstase. Kommt dazu ein Clip? Man weiß schon, wie das aussehen wird. Wenn's denn überhaupt kommt. Egal. Sobald The Used in "Yesterdays feelings" gar ihre Akustik-Teile auspacken, ist das so peinlich berührend wie sonstwas. Und wenn in "Lunacy fringe" irgendwann die ganze aufgesetzte Streicher-Posse anfängt zu schunkeln, geht's echt überhaupt nicht mehr. Wäre da nicht diese Handvoll knalliger Hits, könnte man "In love and death" vergessen.

Aber dann hat's da ja dann doch noch sowas wie "Let it bleed" oder "I caught fire (in your eyes)", die legitimen Nachfolger von Brettern wie "The taste of ink" oder "Buried myself alive". Und wäre da nicht die zarte Versuchung namens "It's hard to say". Und der bollernde Rausschmeißer "I'm a fake". Was ein Glück. Beruhigt Euch, liebe Fans: Die Young Miss erwägt immerhin auch mal wieder ein Empfehlungsschreiben. Gleich nach dem Schminktip-Special auf Seite sechsundzwanzig. Versprochen.

(Sven Cadario)

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Highlights

  • Let it bleed
  • Hard to say

Tracklist

  1. Take it away
  2. I caught fire
  3. Let it bleed
  4. All that I've got
  5. Cut up angels
  6. Listening
  7. Yesterday's feeling
  8. Light with a sharpened edge
  9. Sound effects and overdramatics
  10. Hard to say
  11. Lunacy fringe
  12. I'm a fake

Gesamtspielzeit: 51:28 min.

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(Neueste fünf Beiträge)
User Beitrag
Lyxen
2006-08-22 16:18:00 Uhr
Ich weiß, ich hab das ja auch, hatte es beim lesen aber missverstanden.Trotzdem Danke ;)
Addi
2006-08-22 15:47:15 Uhr
Er meint The Used. FFTL haben doch erst ihr 2. Album "Heroine" rausgebracht. The Used Album soll Dezember/Januar rauskommen laut Band. Glaub eher später.
Lyxen
2006-08-22 12:19:31 Uhr
Auf das neue Album von F.F.T.L. oder THe Used?
Toni
2006-08-22 12:08:06 Uhr
The Used klingen weder wie Underoath (weil die einen gitarissten mehr haben, einen integrierten Keyboarder haben und einen singenden schlagzeuger) werde wie saosin (allein wegen der stimme) weder wie F.F.T.L. (weil sie etwas verspielter sind wie the used. bin gespannt auf das neue album....
Milo
2006-08-04 13:14:23 Uhr
Hast schon recht, aber das erste geht in die Richtung, wobei ich From First to Last besser als The Used finde.
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