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Shellac - 1000 hurts

Shellac- 1000 hurts

Touch & Go / EFA
VÖ: 28.07.2000

Unsere Bewertung: 7/10

Eure Ø-Bewertung: 7/10

Minimalistische Monotonie

Das erste klirrende Gitarrenriff ertönt und schon ist man im Bilde. Steve Albini ist zurück. Ein Mann, ein Phänomen. Wäre da nicht seine Haupttätigkeit als Produ...sorry "Engineer" von bekannten Bands wie den Breeders, Nirvana oder Bush, würde er wahrscheinlich schon längst am Hungertuch nagen. Sein ständiger Kampf mit der Plattenindustrie und die Totalverweigerung gegen alle Formen von Promotion und Werbung für seine Bands ist bekannt. Dieses mal schießt er allerdings den Vogel ab. Nicht nur, daß CD und LP wie immer den selben Preis haben; nein - die luxuriös ausgestattete LP-Version von "1000 hurts" beinhaltet als netten Bonus für alle Vinyl-Käufer auch noch die CD-Version des Albums. Die Fans freuen sich, die Plattenfirma flucht.

Bei all diesen Schnickschnack darf man aber natürlich auch nicht auf die Musik vergessen, was dem Meister und seinen zwei Mitstreitern auch schon gelegentlich passiert ist, so war der Vorgänger "Terraform" im Vergleich zum Debut nicht gerade aufregend. Dieses Mal läuft es aber anders, mit dem augenzwinkernden Opener "Prayer to God" wird gleich einmal wieder in typischer Albini-Art richtig provoziert, ganz wie in den frühen Tagen mit seinen alten Bands Big Black und Rapeman. Wie so oft setzen Shellac bei ihren Songs auf Minimalismus pur und beweisen, daß ein krachender einfacher Akkord und eine eingespielte Rhythmussektion genügen, um so fantastische Tracks wie "Squirrel song" oder "Shoe song" hervorzubringen. Leider konnten sie es aber auch diesesmal nicht lassen, und auch auf "1000 hurts" sind wieder einige etwas durchwachsene Experimente zu finden. "Mama Gina" und "QRJ" klingen gezwungen advantgardistisch und uninspiriert. Wenn sie sich dann aber wieder auf pop-ähnliches Songwriting besinnen, wird man immer öfter an die Albini-Lieblinge Fugazi erinnert. Die schneidigen Riffs, der trockene Basslauf und vor allem die typischen Background Vocals klingen nach den frühen Alben der Band.

Wie immer hatten die drei Herren auch wieder Spaß im Studio. "New number order" ist DIE Hymne zum Schulbeginn. Auch Drummer Todd Trainer darf wieder ein paar Gesangversuche beisteuern, schön am Ton vorbei wie ein tot-gelangweilter J. Mascis. Den "Watch song" mit den typisch aggressiven und klischéhaften Gitarrenattacken und endlos dahinpolterndem Rhythmus kann man dann auch noch als nette Parodie der Band über die eigenen Songs auf "At action park, das erste Album der Band, auf dem angeblich laut eigner Aussage alle Songs von Baseball und Canada handeln, sehen. All das ist typisch für Shellac. Willkommen in der wunderbaren Welt des Plattenfirmen-Schrecks Steve Albini.

(Thomas O. Huber)

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Highlights

  • Prayer to God
  • Squirrel song
  • Shoe song

Tracklist

  1. Prayer to God
  2. Squirrel song
  3. Mama Gina
  4. QRJ
  5. Ghosts
  6. Song against itself
  7. Canaveral
  8. New number order
  9. Shoe song
  10. Watch song

Gesamtspielzeit: 36:58 min.

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(Neueste fünf Beiträge)
User Beitrag
ano
2008-05-09 19:34:11 Uhr
Fuckin kill him
vheissu1
2008-04-11 09:50:02 Uhr
Yeah!
hombre
2008-04-11 09:27:53 Uhr
jawohl
Steffi
2008-04-10 23:05:47 Uhr
Eine Frage: Liegt der LP-Version die CD bei?
dude
2006-07-05 20:46:50 Uhr
bin ich mal gespannt, höre grade Rapeman - two nuns and a pack mule =)
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