Megaherz - 5

Megaherz- 5

S.A.D. / Cargo
VÖ: 06.12.2004

Unsere Bewertung: 2/10

Eure Ø-Bewertung: 6/10

Infarkt

Wenn schon die ersten Zeilen einer Plattenrezension nichts zu bieten haben, als das Sinnieren über einen Bandnamen, dann heißt dies manchmal nichts Gutes. Megaherz: Was ließe sich nicht alles an wortverdreherischen Schabernack mit diesem Namen treiben. Stattdessen zunächst der Versuch einer Legitimation, warum das Album "5" dringend ungekauft bleiben sollte - und es wahrscheinlich dennoch nicht bleiben wird.

Angezweifelt wird an dieser Stelle zunächst einmal der ästhetische Wert von "5". Es gehört wahrlich nicht viel Feingefühl dazu, seine Gitarre so unherzlich auf dumpfe Riffs zu limitieren. Der Gesang von Matthias Elsholz erklingt als Mischung aus tibetanischer Tieftontherapie und dem Quäken ausgequetschter Frösche. Der dezente Einsatz von Elektronik offenbart einen Variantenreichtum, der mit den akustischen Signalen einer handelsüblichen Mikrowelle vergleichbar wäre. Das Dilemma der Neuen Deutschen Härte: Variation ist hier kaum möglich und beschränkt sich oft lediglich auf diverse Inszenierungspraktiken. Oomph!, das sind doch die mit dem Kinder-Abzählreim. Rammstein, das sind die mit dem Feuer. Und Megaherz? Ja, die versuchen es beizeiten mit hausbackener Provokation. Und landen nach Alben wie "Herzwerk" und "Kopfschuss" nun höchstens noch einen Schuß in den Ofen.

Warum Megaherz trotzdem zielgruppentauglich funktioniert? Der Reiz des musikalischen Stumpfsinns zieht an wie die Sirenen des Odysseus'. Wann immer solche Klänge in der Disco ertönen, hüpft die neueste Jugend erfreut über die Tanzfläche. Weil Megaherz mit einer simplen Form von Identifikation locken. Plakative Religionskritik zieht noch immer, wenn man nicht gerade in Amerika wohnt. "Gott sein" etwa startet mit klingenden Kirchenglocken und stellt dann fest: "Dein Reich kommt nicht." Au backe! "Mach dich frei", fordert kritischen Geist und weiß selbst keine Antwort. Beispiel gefällig: "Glaube, an was du bist / Glaube an jeden Mist." Zum Beispiel an Megaherz-Texte?

(Sebastian Peters)

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Highlights

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Tracklist

  1. Dein Herz schlägt
  2. Göttlich
  3. Ja genau
  4. Gott sein
  5. Wann wirst du gehn?
  6. Mach dich frei
  7. Eigentlich
  8. Zeig mir dein Gesicht
  9. Ebbe & Flut
  10. Komm rüber (Schattenland)
  11. Weiter
  12. Es tut weh
  13. Augenblick

Gesamtspielzeit: 55:05 min.

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(Neueste fünf Beiträge)
User Beitrag
Armin
2005-01-19 21:32:43 Uhr

Erfolgreicher Tourauftakt von Megaherz

Volles Haus beim Eröffnungskonzert in Ingolstadt



Vor vollem Hause starteten die Herzen zu ihrer Deutschlandtour. Mit einem Auftritt im Ingolstädter Ohrakel fiel der Startschuss

zu einer mehrwöchigen Clubtour, welche die Band quer durch die Republik führen wird.



Gitarisst X-ti, Bassist Wenz und Sänger Mathias präsentieren sich nach erfolgreichem Release des fünften Megaherz Albums „5“

in allerbester Form und spielen, neben den neuen Songs, auch alle ihre alten Hits.



Als positives Vorzeichen für die Tour darf sicherlich ein recht ungewöhnlicher Gastauftritt am Ende des Ingolstädter Abends gewertet

werden. Im Publikum befand sich nämlich auch das sichtlich vergnügte Ex-Mitglied der Band, Alexx Wesselsky, der zur Zugabe vom

Megaherz-Sänger Mathias dann spontan auf die Bühne gebeten wurde.



Was sich dann abspielte, war für viele Beobachter nicht selbstverständlich, denn bekanntermaßen erfolgte die damalige Trennung

zwischen Alexx und dem Rest der Band nicht ganz ohne Reibung. Alexx nahm die Einladung ebenso spontan an und nutzte das

dargebotene Mikrophon und damit die Chance zur Aussöhnung, hielt eine sehr bewegende Ansprache und sang dann die letzten Songs im Duett mit.



Ein herzlicher Händedruck zwischen Alexx und seinen ehemaligen Bandkollegen X-ti und Wenz beendete einen bewegenden Abend

und besiegelte die endgültige Aussöhnung. Damit können sich die Herzen und Alexx wieder den Projekten widmen für die ihr Herz

schlägt und die Ingolstädter Fans nehmen einen einzigartigen Abend mit nach Hause.



Dieser Schlussstrich unter alte offene Rechnungen könnte kein besserer Anfang für die Tour der neuen Herzen sein. Das Herz schlägt wieder.
eric
2004-12-27 22:25:02 Uhr
*lach* - in der tat, svenja :-) gibt es den überhaupt noch?
svenja
2004-12-27 22:03:42 Uhr
ist mathias elsholz der bruder von andreas elsholz? würde die musikalische qualität erklären.
Nu-freak
2004-12-27 21:49:21 Uhr
Nach dem Split von Sänger Alexx Wesselsky Ende 2002 erheben sich die Megaherzen mit ihrem neuen Sänger Mathias Elsholz (ehemals Twelfe After Elf) wie der Phönix aus der Asche. Die Marschrichtung der Elektro-Brachial-Rocker orientiert sich dabei an ihrem letzen Album "Herzwerk II": Stringent komponierte, ausdifferenzierte Songs mit Texten, die kein Blatt vor den Mund nehmen. Neu sind die melodischen Vocal-Passagen, beispielsweise in "Wann wirst du gehen?", die auch wegen Elsholz weicherer Stimme erst etwas ungewohnt wirken, sich dann aber perfekt in die Songs einfügen. Ebenfalls recht fremd sind die leisen Töne, die Megaherz nun manchmal anschlagen, wie im triphoppenden "Augenblick". Doch sie bieten einen reizvollen Kontrast zu fetten Krachern wie "Dein Herz schlägt" und "Mach dich frei". "Zeig mir dein Gesicht" überrascht mit seinem orientalischen Intro (bevor's dann kräftig abgeht), "Ebbe & Flut" marschiert in Richtung Industrial. Insgesamt ein fulminanter Neustart mit mehr als einem potentiellen Hit. (Sonja Angerer - Dezember 2004)
Emp.de

Und wems nicht gefällt der solls nicht hören,aber nicht mit misslungenen plattenkritiken über eine band herzuziehen vor der man den hut nehmen sollte.
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