Sick Of It All - Outtakes for the outcast

Sick Of It All- Outtakes for the outcast

Fat Wreck / SPV
VÖ: 18.10.2004

Unsere Bewertung: 5/10

Eure Ø-Bewertung: 4/10

Rückschlag

Es gab durchaus schon mal dankbarere Aufgaben im Leben eines Schreiberlings, als ein paar Absätze über Sick Of It All zu verfassen. Eine Band, nein, eigentlich sogar so etwas wie eine lebende Legende in ihrem Metier. Urgesteine, Hardcore-Veteranen, Ostküste, New York. Fat Wreck. Old School. Und so weiter und so fort. Alles, was man jemals über Sick Of It All wissen sollte, wurde schon unendliche Male runtergekaut und ist bekannt. Da bleibt nicht mehr wirklich viel zu schreiben.

Wenn man dazu noch die Tatsache berücksichtigt, daß es sich bei "Outtakes for the outcast" leider mitnichten um ein nigelnagelneues Studioalbum, sondern um eine Compilation mit zum Teil bisher unveröffentlichten Stücken aus längst vergangenen Tagen handelt, wird das Unterfangen auch nicht gerade leichter, geschweige denn spannender. Wie auch die meisten der fünfzehn vorhandenen Songs, die in gewohnt rasanten 27 Minuten dargeboten werden, kaum Außergewöhnliches, geschweige denn Überraschendes bieten.

Immerhin hat der fast zwölf Jahre alte "Just look around"-Remix von DJ Lethal und House Of Pain durchaus etwas Skurriles an sich, was nicht nur an der gewöhnungsbedürftigen Soundqualität des Songs liegt, der nur noch auf einem alten Tape vorzufinden war. Das war es dann aber auch schon wieder in Sachen Abwechslung. Bei allen anderen Bestandteilen der Tracklist geben sich Sick Of It All, wie man sie kennt. Peitschender Hardcore unterhalb der Minutengrenze ("Stood for nothing", "Straight ahead", "Blatty (Human egg)") oder vollgepackt mit jeder Menge Groove ("I believe", "My little world", "86").

Dazwischen huldigen die Koller-Brüder auf diesem B-Seiten- und Raritäten-Sampler alten Helden wie Hüsker Dü ("Target"), The Last Resort ("Working class kids") oder den Misfits ("All hell breaks loose"). Ganz nett, aber genauso wie die beiden Sham 69-Cover "Borstal breakout" und "Rip off" verzichtbar. Bleibt am Ende die obligatorische Kaufempfehlung: "Blood, sweat & no tears" (1989) und "Scratch the surface" (1994) reichen nach wie vor vollkommen. Puh, geschafft.

(Jochen Gedwien)

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Highlights

  • Borstal breakout
  • Just look around

Tracklist

  1. I believe
  2. Stood for nothing
  3. Borstal breakout
  4. Straight ahead
  5. All hell breaks loose
  6. My little world
  7. Soul be free
  8. Blatty (Human egg)
  9. 86
  10. Target
  11. Rip off
  12. Working class kids
  13. Never measure up
  14. The future is mine
  15. Just look around

Gesamtspielzeit: 27:24 min.

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