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Radio 4 - Stealing of a nation

Radio 4- Stealing of a nation

City Slang / Labels / EMI
VÖ: 06.09.2004

Unsere Bewertung: 5/10

Eure Ø-Bewertung: 7/10

Ausnahmezustand

Die Erwartungshaltung war keine kleine. Schließlich hatten die New Yorker Radio 4 mit "Gotham!" vor zwei Jahren ein grandioses Album irgendwo auf der Schnittstelle von Elektropunk und Garagenrevival abgeliefert, und mit "Dance to the underground" einen veritablen Clubhit dazu. Sollte sie dasselbe Schicksal ereilen wie so manche der durchgestarteten Combos aus Big Apple, die mit ihren jeweils nächsten Alben nicht ganz das Innovations-Level halten konnte?

Um erst gar keine übermäßige Spannung aufkommen zu lassen: Das Phänomen der "naßgeschwitzten Stereoanlage" (Ja, wir zitieren uns hier bei Plattentests.de gerne gegenseitig) tritt anders als bei "Gotham!" nicht ein. Und das, obwohl die Mannen um Anthony Roman und Tommy Williams ganz eindeutig und verstärkt eine Platte für den Tanzboden gemacht haben. Nur sind ihnen dabei einige ihrer Stärken abhanden gekommen: Subversion hat klaren politischen Statements Platz gemacht. Das Thema des Albums ist die nationale Befindlichkeit, die Veränderung des "american way of life" nach dem 11. September. Und hier fehlt leider der Tiefgang. Attitüde reimt sich da zu leicht auf Plattitüde.

Doch nicht nur auf der inhaltlichen Ebene läßt die Band einiges vermissen. Zwar wurde die Rhythmussektion aufgemöbelt, und die Grooves und Beats ergeben einen durchgehend hüftwackligen Flow. Aber auch hier fehlen die Ecken und Kanten. Zu sehr wird sich auf die bewährte Funktionsweise von Dub und Reggae verlassen. Das lädt zwar zum Warmschunkeln ein, außer Atem gerät man dabei nicht. Wir sparen uns auch den verklärten Blick auf die Hardcore-Vergangenheit der meisten Bandmitglieder und konstatieren nur: Radio 4 im Jahre 2004 haben damit rein gar nichts mehr zu tun.

Daß sie es dennoch können, beweist der Opener, gleichzeitig erste Single-Veröffentlichung: "Party crashers" hält alles, was der Titel verspricht. Da pulsiert das pralle Leben, Ohren werden durchgepustet und Beine in Bewegung gesetzt. Annähernd gelingt ihnen das nochmal mit "Shake the foundation". Und doch geht "Stealing of a nation" als klare Enttäuschung durch. Weil wir doch wissen, daß diese Band zu viel mehr fähig ist.

(Joerg Utecht)

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Highlights

  • Party crashers
  • Shake the foundation

Tracklist

  1. Party crashers
  2. Transmission
  3. State of alert
  4. FRA type 1 & 2
  5. The death of American radio
  6. Nation
  7. No reaction
  8. Absolute affirmation
  9. (Give me all of your) Money
  10. Shake the foundation
  11. Dismiss the sound
  12. Coming up empty

Gesamtspielzeit: 50:42 min.

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(Neueste fünf Beiträge)
User Beitrag
gift
2007-03-02 15:37:48 Uhr
@onomato geht mir ähnlich, ich verstehe auch nicht was an der Platte nicht so toll sein soll, war 2004 in meinen persönlichen Top 5, gefällt mir auch besser als das Debüt, obwohl man beide schwer vergleichen kann. Die aktuelle Platte kenn ich nicht, die Wege trennten sich danach wieder, wie das eben so ist.
onomato
2007-03-02 12:22:08 Uhr
komischerweise ist es diese Platte von Radio 4, die ich am häufigsten höre. Sind doch Hits drauf - dagegen fällt die neue doch wieder ab. Kann nicht verstehen, dass die hier überhaupt nicht gemocht wurde von Presse und Publikum.

Debüt ist natürlich noch einen Tick besser, aber halt anders.
radio hate
2004-11-12 20:51:23 Uhr
Die neue Radio 4 ist sehr enttäuschend, was wollen die uns eigentlich mit der Platte sagen? Kleiner Tipp: Die erste Radio 4: The new songs and dance ist und bleibt die beste. Jedoch hat die mit dem heutigen Zeugs gar nichts mehr zu tun.
buzz
2004-11-12 02:20:35 Uhr
ich finde die neue radio 4 enttäuscht sehr!!
Armin
2004-11-11 23:13:52 Uhr
Radio 4 - Transmissions (live)
http://www.labelsplayground.de/mp3/radio4_transmission_live.mp3
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