Syd Matters - A whisper and a sigh

Syd Matters- A whisper and a sigh

V2 / Rough Trade
VÖ: 02.08.2004

Unsere Bewertung: 7/10

Eure Ø-Bewertung: 8/10

Matters, nothing else

Wie praktisch: Musikalische Potenz gleich im Namen tragen! Syd Matters, spielt eine große Rolle und wenn es nach musikalischer Qualität ginge, dann dürfte hier bald Nomen Omen sein. "A whisper and a sigh" vom französischen Songwriter Syd Matters verleiht dem einstweilen doch sehr ausgeleierten Genre "Junger Mann plus Gitarre" ein innovatives Moment. Und das vom ersten bis zum letzten Song. Matters, nichts anderes!

Dem Newcomer gelingt flüsternd das Kunststückchen, auf der einen Seite wie Radiohead und auf der anderen wie die Eels zu klingen. Trübsinniger Popappeal mischt sich beizeiten mit entzückender Versponnenheit. Matters versucht sich also mit seinem kleinen Album-Meisterwerk gleich an einem ganzen Horizont von Stilen, grenzt sich von der alten Chansonniers-Schule ab. Mutig. Selbst wenn Matters die Vorbilder nie ganz hinter sich läßt.

Der brilliant vertrackte Opener "Automatic" beispielsweise hätte auch "Hail to the thief" gut zu Gesicht gestanden. Songstrukturen werden aufgebrochen. Matters flüstert bedrohlich, nachdem sich zuvor eine ganze Armada an elektrischen Fiepsern und Brummern aus den Boxen hat winden können. "Air gehört zu mir", wird er sich gedacht haben und verweist klanglich auf das Schaffen der französischen Elektro-Vorreiter. "Black and white eyes" und "Battle of Olympus" zeigen dann die andere Seite von "A whisper and a sigh": kleine bittersüße Balladen, aalglatt und doch mit Kanten.

Das höchst unterhaltsame Wechselspiel aus trickreichen Wendungen und eingängigen Popjuwelchen nimmt seinen Lauf und wird nie eintönig. "Dead machines" und "Morpheus" zeigen wieder den Yorke im Syd. Ebenso "Have a nice day" und "End and start again". Wo ich ende und du anfängst: Wo Matters zu musizieren beginnt, da stecken andere die Klampfe schon wieder in den Kasten. Zum Finale macht Matters den Radioaal und singt mit einer Träne im Knopfloch von einem "Tired young man." Matters kann beruhigt zu Bett gehen.

(Sebastian Peters)

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Highlights

  • Automatic
  • End and start again
  • Black and white eyes

Tracklist

  1. Automatic
  2. Black and white eyes
  3. Battle of Olympus
  4. Stone man
  5. Bones
  6. End and start again
  7. Dead machines
  8. Morpheus
  9. Have a nice day
  10. Love & Sleep
  11. Tied young man

Gesamtspielzeit: 55:40 min.

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