Swosh! - The whole nine yards
Railroad / Capitol / EMI
VÖ: 09.08.2004
Unsere Bewertung: 5/10
Eure Ø-Bewertung: 5/10
Lieb im Prinzip
"Swosh" stammt aus dem Alt-Irisch-Gälischen und heißt "Prinzip". "Haben wir wieder was gelernt", würde Kavka jetzt floskeln. Aber wir wollen doch mehr wissen: Was ist denn das besondere Prinzip der Band? Angeblich das "assoziative Moment" als Songwriting-Grundlage, oder einfacher ausgedrückt: Hier geschieht alles aus dem Bauch heraus. Sagt zumindest die Bandbiografie. Die sprudelt auch heraus, daß das im Herbst 2002 gegründete Quintett aus dem Rhein-Neckar-Dreieck bereits bei Rock am Ring und Rock im Park aufgetreten ist, The Rasmus, Limp Bizkit und Life Of Agony supportet hat und vor kurzem bei VIVA Interaktiv zu Gast war. Allerdings verschweigt sie die durchaus interessante Tatsache, daß Frontmann Tino Oac auch Sänger bei den Söhnen Mannheims ist; zudem Produzent, Toningenieur und Remixer. Hat schon mit Nena zusammengearbeitet. Das wurde auch nicht verraten. Dafür aber, daß das Swosh!-Debüt von Guido Lucas und Kurt Ebelhäuser (Blackmail, Scumbucket) produziert wurde.
Swosh! haben nichts gegen Massenkompatibilität. Sänger Tino besitzt die üblich "druckvolle" Alternative-Rock-Stimme, tremoliert sich mit dieser hin und wieder in grenzwertige Bereiche, wirkt dabei aber immer professionell, weil die Theatralik zwar manchmal ziemlich vorhersehbar, aber nie künstlich ist. Die Fünf klingen international und nett, und selbst wenn man das Genre, in dem sie sich bewegen, nicht mögen sollte - Swosh! kann man kaum doof finden. Denn sie haben nicht nur einen immer auf den Punkt gebrachten, vielseitigen Sound, sondern auch sehr okaye Songs und Ideen. Der Haken an der Sache: Diese Ideen hatten auch schon andere. "Front door" würde locker als neues Muse-Stück durchgehen, die erste Single, "Spin around", begeht den Fauxpas mit einem klischeetriefenden "Fuck you!" zu enden. "Sound of love" läßt ohrwurmig vermuten, daß Justin Timberlake E-Gitarren entdeckt hat, "Privacy" wartet mit gänsehautauslösenden Horrorfilmharmonien auf. Und "One" ist so streicherumsäuselt, daß mit dieser zahmen Ballade auch ein Castingbarde die deutschen Singlecharts toppen könnte. Ganz anders das dumpf-düstere, äußerst anstrengende "XXXXX" - ein Intermezzo von nur einer Minute, aber man möchte sofort zum Aspirin greifen.
Auch wenn man Textzeilen wie "I wanna dive, I wanna swim / In the ocean of sorrow" ("I've lost myself") nun wirklich schon oft genug gehört hat: Swosh! schaffen es fast immer souverän, Peinlichkeit zu umdribbeln. Daß der Ball schließlich weder im Korb mit der Aufschrift "Überraschung", noch in jenem mit dem Schild "Enttäuschung" landet, mag bedauerlich sein, allerdings sind wir ja erst in Runde eins des Spiels. Und wenn fünf Jungs auf dem Major-Bolzplatz so einen Einstand hinlegen, sollte man - zumindest prophylaktisch - für alles, was da möglicherweise noch kommen könnte, schon mal eine kleine La-Ola-Welle üben.
Highlights
- Front door
- Spin around
Tracklist
- Stranger
- Set myself free
- Front door
- Spin around
- XXXXX
- I've lost myself
- Back to the start
- Privacy
- Bound
- Sound of love
- One
- Over
- In vain
Gesamtspielzeit: 62:56 min.
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(Neueste fünf Beiträge)
User | Beitrag |
---|---|
spin round |
2010-11-04 15:42:39 Uhr
der sänger ist tatsächlich gut. |
JimCunningham |
2006-03-19 23:09:21 Uhr
*taschentuchreich* |
SWOSH.DE |
2006-03-19 19:50:50 Uhr
!!!SWOSH! HABEN SICH VORRÜBERGEHEND GETRENNT!!! |
Yvonne |
2005-07-12 16:03:15 Uhr
Swosh! ist der Hammer... Die CD ist genial und Tino´s Stimme hammermässig... weiter so.. |
... |
2004-07-23 10:18:56 Uhr
es ist nichts falsch daran, werbung zu machen, ganz im gegenteil. aber das posting da oben, ist vollkommen daneben. das liest sich nämlich eher wie ein werbezettel für ein waschmittel oder einen neuen schokoriegel, als werbung für eine alternative-band. und sowas geht nach hinten los. dieses übertriebene anpreisen ist peinlich. permanente großschreibung auch. und sowohl wir, als auch swosh, als auch das management wissen, dass vergleiche mit "Queens Of The Stone Age, Muse und Radiohead" vollkommen übertrieben sind... |
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Referenzen
Thorn.Eleven; [LAW]; Stone The Crow; Devin Dawn; Underwater Circus; Pinkostar; Superfly 69; Deadline; Substyle; Farmer Boys; Sub7even; Alternative Allstars; Heyday; Suit Yourself; Ampersand; Scumbucket; Blackmail; Sun; Sinch; Creed; 3 Doors Down; 3 Colours Red; Alice In Chains; Soundgarden; Pearl Jam; Nirvana; Foo Fighters; Black Milk; Muse
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