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Various Artists - Rock against Bush, Vol. 2

Various Artists- Rock against Bush, Vol. 2

Fat Wreck / SPV
VÖ: 09.08.2004

Unsere Bewertung: 7/10

Eure Ø-Bewertung: 7/10

Wahlkampf

"Unsere Gegner zeigen Initiative und sind einfallsreich, und das sind wir auch. Sie hören nie damit auf, sich neue Wege zu überlegen, wie sie unserem Land und unserem Volk schaden können. Und wir auch nicht." Hä? Okay, noch mal. "Und wir auch nicht." Ja, richtig gelesen. Was sich der amerikanische Noch-Präsident, der werte Herr Bush Junior, erst kürzlich bei einer Feier zur Unterzeichnung des Verteidigungshaushaltes in Washington geleistet hat, wäre mit "peinlicher Versprecher", "unglücklicher Fauxpas" oder "verbaler Klops" wohl noch recht milde bezeichnet. Aber so kennt man ihn ja leider.

Ob er wiederum Fat Mike kennt und gar ihn und nicht den internationalen Terrorismus mit obigen Statement gemeint hat, weiß man nicht genau. Dürfte aber nicht der Fall sein. Die umtriebige Calipunk-Ikone ist zwar bekennender Bush-Gegner, zeigt Initiative wie kein Zweiter und reißt sich mit jedem neuen Projekt den Allerwertesten auf, will aber sicherlich eines nicht: Schaden anrichten. Ganz im Gegenteil. Wenn beispielsweise die Punkvoter.com-Kampagne mit der zweiten Auflage des "Rock against Bush"-Samplers genausoviel Aufsehen erregt und Zuspruch unter der jüngeren Wählerschaft einheimst, wie es vor knapp vier Monaten mit Vol. 1 der Fall war, könnte sich am Ende, genauer gesagt am 02. November, vieles zum Besseren wenden.

Identisches Anliegen, unverändertes Konzept (Musik-CD plus Infotainment-DVD), andere Namen. Große Namen sogar. Zumindest springen die direkt ins Auge und bleiben im Fall von No Doubt mit ihrer "Comforting lie" und The (International) Noise Conspiracy mit "My star" auch prompt im Ohr. Letztere steuern wie Green Day, die Foo Fighters (mit 55-sekündiger Aggro-Nummer) und siebzehn weiteren Interpreten rares oder bis dato unveröffentlichtes Material bei. Auf der Gewinnerseite stehen diesmal nicht die üblichen Verdächtigen wie Sick Of It All, Bad Religion, Rancid oder Bouncing Souls, die sich allesamt eher durchschnittlich präsentieren, sondern die Heißwassermusikanten aus Gainesville, der deutsche Beitrag aus Ibbenbüren, die ungekrönten Emogötter Jawbreaker (mit einer Live-Version ihres 91er "Chesterfield King") und die aktuellen Szenelieblinge Yellowcard, die Lagwagons an sich schon famoses "Violins" mit Piano und noch mehr Geigen sterbend schön und cool zugleich veredeln. Aber eigentlich gibt es bald ja eh nur noch einen Verlierer, so bleibt es jedenfalls zu hoffen.

(Jochen Gedwien)

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Highlights

  • Violins (Yellowcard)
  • Chesterfield king (live) (Jawbreaker)
  • Kill the night (Hot Water Music)

Tracklist

  1. Favorite son (Green Day)
  2. Let them eat war (Bad Religion)
  3. Unity (Operation Ivy)
  4. Necrotism: Decanting the insalubrious (cyborg midnight) part 7 (The Lawrence Arms)
  5. We got the power (Dropkick Murphys)
  6. Drunken lullabies (Flogging Molly)
  7. Doomsday breach (Only Crime)
  8. Gas chamber (Foo Fighters)
  9. Status pools (Lagwagon)
  10. What you say (Sugarcult)
  11. 7 years down (Rancid)
  12. Off with your head (Sleater-Kinney)
  13. Scream out (The Unseen)
  14. Violins (Yellowcard)
  15. Like sprewells on a wheelchair (Dillinger Four)
  16. Chesterfield king (live) (Jawbreaker)
  17. Born free (live) (Bouncing Souls)
  18. No hope (live) (Mad Caddies)
  19. Kids today (The Dwarves)
  20. Can't wait to quit (Sick Of It All)
  21. Comforting lie (No Doubt)
  22. State of fear (Useless ID)
  23. I'm thinking (Autopilot Off)
  24. My star (The (International) Noise Conspiracy)
  25. Time's up (Donots)
  26. Kill the night (Hot Water Music)
  27. You're gonna die (Thought Riot)
  28. Fields of Agony (acoustic) (No Use For A Name)

Gesamtspielzeit: 73:10 min.

Referenzen

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