Kings Of Convenience - Riot on an empty street

Kings Of Convenience- Riot on an empty street

Source / Labels / EMI
VÖ: 21.06.2004

Unsere Bewertung: 6/10

Eure Ø-Bewertung: 8/10

Herzallerliebst

Hach ja, die Kings Of Convenience. Das ist wie mit dem knuffigen kleinen Kind vom Nachbarn. Jedesmal wenn er mit Papi zu Besuch kommt, stellt der Wonneproppen einem die ganze Wohnung auf den Kopf. Aber der ist ja so unglaublich goldig, da ist man natürlich nicht sauer. Oder der putzige Langhaardackel des anderen Nachbarn. Scheißt einem bei jeder Gelegenheit den Garten voll. Hat aber so einen wahnsinnig süßen Hundeblick drauf, daß man die Kacke am Ende noch mit Freuden selber wegschaufelt. Und dem Kläffer ein Leckerli spendiert. Das ist aber auch ein drolliges Tierchen.

Immerhin, in punkto Stubenreinheit dürfte den Kings Of Convenience niemand was vormachen. Wenn aber der kleine Erlend Øye mit seiner großen Brille und der stille Kumpel Erik Glambek Bøe so dasitzen und auf ihre Gitarren einpicken, als wären sie Simon & Garfunkel, dann könnte man eigentlich auch gleich ins Bett gehen. Aber weil das ja auch zwei so unermeßliche Goldstücke sind, zwei höfliche Schmeichler und liebevolle Streichler, läßt man sich eben doch von denen einlullen. Jetzt schon zum zweiten Mal. Dank "Riot on an empty street". Seufz, was ist das wieder schön!

Daß Erlend Øye sich in den letzten zwei Jahren vor allem als Chill-out-DJ und Gemütlichkeits-Elektroniker versucht hat, hat dem stillen Treiben der Kings Of Convenience keinen Abbruch getan. Es dauert bis zum fünften Song, dem blütenweißen "Know how", dann spielt auch mal einer ein bißchen Schlagzeug, eine Frau singt mit und, ähem, es passiert endlich mal was. Vorher hatten die beiden sich sinnlich über ihre Gitarrenhälse gefühlt, anmutig Klaviertasten gedrückt und so voller Grazie einen Cellobogen geschwungen, daß es für jemanden, der 40 Stunden pro Woche arbeitet, schon mal ein bißchen anstrengend werden konnte.

Gleich nach besagtem "Know how" aber gehen sie weiter, die Randale der Romantik. Wenn "Stay out of trouble" sich ein 15-Minuten-Ei kocht, kommen einem die Turin Brakes plötzlich vor wie Deathmetaller, bewaffnet bis zu den Zähnen. Wenn "Sorry or please" abhebt und engelsgleich in eine Trompete flattert, kriegt man Hunger auf Honigbrötchen. Und wenn die Akustischen mit "Live long" schließlich rosarote Riesenherzen an den Himmel malen, dann geht's wirklich nicht mehr. Dann muß man sofort rübergehen zum Nachbar und dem vors Garagentor pinkeln. Und wenn dann der Hund rauskommt, dann passiert wirklich ein… nein, was ist das nur für ein niedlicher Vierbeiner!

(Daniel Gerhardt)

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Highlights

  • Know how
  • The build up

Tracklist

  1. Homesick
  2. Misread
  3. I'd rather dance with you
  4. Sorry or please
  5. Cayman Island
  6. Love is no big truth
  7. Gold in the air of summer
  8. Know how
  9. Stay out of trouble
  10. Live long
  11. Surprise ice
  12. The build up

Gesamtspielzeit: 44:33 min.

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(Neueste fünf Beiträge)
User Beitrag
rEBWFSK
2010-02-18 00:31:28 Uhr
RrzcEbg
wowgold
2009-08-04 07:54:16 Uhr
wow gold tks
jaaaaa
2009-06-16 14:18:41 Uhr
neues album bald:
http://www.visions.de/news/11275/Kings-Of-Convenience-Gruesse-aus-Bergen
Eurodance Commando
2009-06-12 18:08:44 Uhr
Zum aller ersten mal fällt mir bei einer rezi von pt auf, dass die Reihenfolge der Tracklist falsch ist.
Bei "Riot of an empty street" stimmt ja fast nix.
Apple Bär
2008-10-26 23:53:03 Uhr
Ich kann die Berwertung hier verstehen.
Nach den ersten 3 in der Tat richtig sehr guten Songs kommt leider die große Flaute und jede Menge Durchschnitt.
Allenfalls "I`d rather..." stcuht da noch aus.
Die 6/10 geht in Ordnung, mit ein bisschen guten Willen könnte man wegen dem Beginn der Platte und der intimen Atmospähre auch 7/10 geben.
Mehr auch nicht.
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