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Agatha Is Dead! - Concrete

Agatha Is Dead!- Concrete

Duchess Box / Redeye
VÖ: 11.09.2026

Unsere Bewertung: 8/10

Eure Ø-Bewertung: 8/10

Traut Euch doch!

Bereits seit Anfang 2022 veröffentlichen Agatha Is Dead! ihre Singles, begannen die ersten Konzerte zu spielen und wuchsen auf ihrem Weg ins gegenwärtige Jahr vom Sängerin-Gitarren-Duo zum Quartett mit Bass und Drums. Schon damals wussten die vereinzelten Songs der Band zu gefallen, doch ob der angegothte Post-Punk-Mix auch in Albumlänge funktionieren könnte, blieb lange Zeit abzuwarten. Mit "Concrete" liegt nun endlich das Debüt der Berliner Band vor. Und wie es sich für ein ambitioniertes Erstlingswerk gehört, lässt sich darauf so einiges finden.

Schon allein das Intro und dessen Verflechtung mit dem folgenden Song zeigen, dass hier eben nicht einfach ein paar einzelne Lieder zusammengeklaubt wurden, sondern stattdessen Wert auf eine Gesamtkomposition gelegt wurde. Während das Intro noch vor Hall strotzt, tritt dann "Referential excess" daraus hervor, lässt den Hall verschwinden, revitalisiert das bereits bekannte Gitarrenthema und nimmt mit Einsetzen des treibenden Schlagzeugs knackig Fahrt auf. Im alleinigen Feature des Albums, gemeinsam mit Schramm, lässt das Zusammenspiel von Bass und Gitarre zarte Assoziationen an das Pop-Schmankerl "Inside outside" von Delirious? aufkommen. Sirenenhafte Gitarren in "Courtroom drama" locken dann im absoluten Banger der Platte in klassischer Post-Punk-Manier in dunkle Abgründe, bis gegen Ende des Songs eine gelungene Reminiszenz an Derek Forbes' Bass-Spiel auf "Sons and fascination" von Simple Minds aufblitzt.

Jeden guten Song des vierzehnpartigen Albums hier deskriptiv abzureißen, würde leider den Rahmen dieser Review und vielleicht sogar die Entdeckerfreude der potentiellen Lauschcrowd sprengen, doch lässt sich generell auf die feine Dynamik innerhalb des Albums verweisen. Wenn in "Bedtime" die Strophen zart daherkommen, knallt der Refrain eben umso heftiger. Und obwohl "Concrete" gruftfrisch klingt, ziehen immer wieder vertraute Schleier durch das von Produzent Valerio Claudio Massucci geschliffene Arrangement. Man versuche einfach mal, den ersten Killers-Hit "Somebody told me" zur Instrumentierung von "You wanna be loved" zu singen. Verblüffend, aber: Es funktioniert!

Dieses wundervolle Debüt zeigt, dass Agatha Is Dead! stilsicher ihren eigenen Sound gefunden haben und dabei weit mehr als genug Spielfreude und Talent besitzen, diesen im richtigen Maße variieren zu können, um durchweg spannend zu bleiben, sich aber gleichzeitig eben auch nicht zu verzetteln. Agatha Is Dead! – long live the album!

(Jasmin Klemm)

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Highlights

  • Referential excess
  • Instincts
  • Cold-hearted
  • Courtroom drama
  • You wanna be loved

Tracklist

  1. Intro
  2. Referential excess
  3. Concrete
  4. Kind regards
  5. Instincts
  6. Cold-hearted
  7. Negative space
  8. Courtroom drama
  9. Strangers
  10. Bedtime
  11. You wanna be loved
  12. I lost a friend
  13. Faster
  14. Outro (farewell)

Gesamtspielzeit: 42:12 min.

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(Neueste fünf Beiträge)
User Beitrag

Sick

Postings: 383

Registriert seit 14.06.2013

2026-10-02 21:34:31 Uhr
Gutes Album. 8/10 passt.

maxlivno

Postings: 3098

Registriert seit 25.05.2017

2026-10-02 17:17:30 Uhr
oh Gott, die haben 22 bei mir an der Uni auf der Institutsparty gespielt

OliverDing

Plattentests.de-Mitarbeiter

Postings: 355

Registriert seit 13.06.2013

2026-10-02 11:07:14 Uhr
Ich hör mir das Album gerade an und bin über die Referenz Ikan Hyu an erster Stelle irritiert. Das führt etwas in die Irre, weil Ikan Hyu viel bunter klingen. 2:54, Desperate Journalists, Rose Kemp, Dover, Romeo Void, The Cult, The Sisters Of Mercy, X Mal Deutschland, The Raincoats, Diamanda Galas, PJ Harvey - würden z.B. alle z.T. viel besser passen und fehlen.

Trotzdem ist das natürlich ein spannendes Album.

Talibunny2

Postings: 1033

Registriert seit 28.07.2025

2026-10-01 21:47:04 Uhr
Bleibe bei 6/10.

Armin

Plattentests.de-Chef

Postings: 31234

Registriert seit 08.01.2012

2026-10-01 20:49:26 Uhr - Newsbeitrag
Frisch rezensiert.

Meinungen?

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